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Ehrung für junge Modellbauer

habicht_240_2Strahlender Sonnenschein aber nicht zu heiß – so präsentierte sich das Wetter am Samstag beim Schau-Modellfliegen des Habicht e.V. auf dem Modellflugplatz Pegau. Einzig der recht starke Wind trübte die Freude der Modellbauer – einige Flugzeuge blieben darum am Boden. “Wir veranstalten hier unser Fliegerfest”, sagte Vereinsvorsitzender Andreas Funke. Zahlreiche Vereinsmitglieder und Gastflieger hatten ihre Motorflugzeuge, Segelflieger oder Hubschrauber mitgebracht, um den Gästen eine tolle Show zu bieten.

Ihren großen Auftritt hatten aber Jonas Hanisch und Tobias Haubenschild. Die beiden Schüler gehören der AG Flugmodellbau der Lernförderschule Elstertrebnitz an. Geehrt wurden sie auf dem Flugplatz für ihre hervorragenden Leistungen im Modellsport. Walter Christian Steinbach, Präsident der Landesdirektion Leipzig und Schirmherr des Habicht e.V., überreichte den Jungs je eine Urkunde. “Herzlichen Glückwunsch für die tollen Leistungen. Als Dank schenkt Euch der Verein eine zweijährige Segelflugausbildung auf dem Flugplatz Oschatz”, so Steinbach. Eine große Ehre und ein lukratives Geschenk für die beiden, die nicht nur ihre Modelle hoch fliegen lassen wollen. Immerhin 35 Euro pro Monat sind nun pro Flugschüler fällig, zuzüglich der Kosten für Tauglichkeitsuntersuchungen, Anmeldungen und so weiter.

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Der Habicht e.V. ist ein echter Mehrwertverein, denn der Flugmodellsport ist nur eine “Baustelle”. So gestaltet der Verein das Ganztagsangebot des Johannes-Kepler-Gymnasiums Leipzig und ist auch an der 84. Mittelschule in Leipzig-Grünau und an bereits angesprochener Lernförderschule tätig. Zu den Angeboten zählen unter anderem Tischtennis, Elektrotechnik, Spanisch und auch so ungewöhnliche Dinge wie Kunstradfahren und Physik im Kindergarten. “Ja, der Physikunterricht im Kindergarten ist richtig prima. Wir lassen Zehntklässer des Keppler-Gymnasiums mit den Kindern arbeiten. Die Gymnasiasten gehen dazu in den Kindergarten an der Weißenfelser Straße und führen Experimente mit den Kleinen durch. Das kommt super an und soll ausgebaut werden”, sagt Andreas Funke.

habicht_240Bei der modell-hobby-spiel ist der Habicht e.V. auch regelmäßig vertreten. In diesem Jahr wird es eine Bastelstraße geben. Außerdem sollen Wurfgleiter aus Holz gebaut und verteilt werden. Und ein echtes Schwergewicht soll zu sehen sein: Der Nachbau einer B25 aus dem Zweiten Weltkrieg. Vereinsmitglied Roland Berger will das Monstrum mit 150 Kilogramm Gewicht und einer Spannweite von 6,86 Metern bis zur Messe fertig gestellt haben. Zwei Motoren mit je 26 PS werden das Modell, das wegen seines Gewichtes rechtlich gesehen bereits ein Luftfahrzeug ist, antreiben. Beide Motoren hatte Berger bereits am Sonnabend zur Flugschau mit – und ließ sie mit lautem Dröhnen “einlaufen”, wie es heißt. Da staunte nicht nur Landesdirektionspräsident Steinbach, sondern auch alle umstehenden Besucher.

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Graf Ludo: Kinder als knallharte Jury

Nicht mehr lang, dann wird der Spielgrafikpreis “Graf Ludo” vergeben. Der Preis will die Aufmerksamkeit auf die Gestaltung und Verpackung eines Spieles und ihrer Spielmittel lenken, denn gerade diese sprechen Kinder und Familien an. Dass dies tatsächlich so ist, davon konnte sich überzeugen, wer dem Treffen deutscher und tschechischer Familien beiwohnte, das am vergangenen Wochenende stattfand.

FamilienfreizeitFamilyGames hatte zur deutsch-tschechischen Familienfreizeit ins Kloster St. Marienthal in Ostritz geladen. “Wir haben zum ersten Mal Familien aus beiden Ländern hier. Sie spielen gemeinsam Gesellschafts- und Brettspiele oder erkunden die nähere Umgebung“, sagt Dr. Annett Schröter, Spielleiterin am Felsenweg-Institut. Sprachbarrieren waren an dem Wochenende kein Problem. “Die Kinder verständigen sich sowieso durch Gesten und über das Spiel. Und die Erwachsenen können entweder Englisch oder es wird Deutsch gesprochen“, so die Mitarbeiterin.

FamilienfreizeitUnterschiede gab es trotzdem, vor allem bei der Vielzahl der hierzulande angebotenen Spiele. “Die breite Palette der verschiedenen Spiele und Spielarten oder etwa die Vermischung von Brett- und Kartenspielen gibt es in Tschechien derzeit noch nicht“, erläutert Annett Schröter. Allerdings befände sich der Spielemarkt derzeit im Aufbruch. Mit Czech Games Edition etwa gebe es einen sehr engagierten Verlag, der preisverdächtige Spiele in den Markt gebe. Gespielt würden in Tschechien dennoch vor allem die Klassiker wie Schach oder Dame. “Natürlich gibt es die Möglichkeit, sich über das Internet oder den Handel spezielle Spiele zu bestellen. Dazu muss man aber erst einmal wissen, welche Spiele es gibt. Und genau dafür veranstalten wir solche Treffen“, so Schröter.

ostritz_160Die Familienfreizeit verband das Angenehme mit dem Nützlichen. Denn die Familien durften die jeweils zehn nominierten Spiele in den Kategorien “Beste Familienspielgrafik” und “Beste Kinderspielgrafik” bewerten. Aussehen, Gestaltung der Verpackung und des Spiels selbst mussten auf einer Stimmkarte mit Sternen bewertet werden. Die siebenjährige Nele aus Dohna zeigt dabei mit wichtiger Miene auf “Nicht zu fassen” vom Zoch-Verlag und sagt überzeugt: “Das hier gewinnt”. Mutter Sylvene Zimmermann stimmte zu: “Das ist niedlich, vor allem auch wegen dem Wolf als Fingerpuppe.” Für Katerina aus dem tschechischen Gablonz an der Neiße (Jablonec nad Nisou) war dagegen “Burg der 1000 Spiegel” von Kosmos sehr interessant. Auch ihre Mutter Marketa Puzrlova zeigt sich begeistert von der farbenfrohen Gestaltung und der Spielidee: “Wir spielen sonst sehr gern Die Siedler von Catan.” Aber auch Scrabble hätte der Familie schon so manch verregneten Nachmittag gerettet.

Das Urteil der Kinder und Eltern hat durchaus Gewicht, wie Johannes Ebermann, Projektkoordinator für den Spielegrafikpreis “Graf Ludo” erläutert: “Die Bewertung ist eine zusätzliche Jurystimme. Wenn bei der Abstimmung der Jury etwa zwei Spiele gleichauf liegen, kann das Urteil der Familien über Sieg oder Niederlage entscheiden.”

Und weil Kinder nicht nur gern anschauen, sondern vor allem gern anfassen und spielen, blieb es nicht beim bloßen Begutachten der nominierten Spiele. Stattdessen wurde vor der atemberaubenden Kulisse des Klosters St. Marienthal mit direktem Blick auf die Neiße ausgiebig getestet und gegeneinander gespielt.

Familienfreizeit Kloster St. Marienthal


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Sensibel und flexibel: Die Ballonkunst von Ralf Esslinger

Das Wort Luftballonclown hört Ralf Esslinger gar nicht gern. „Also entweder ich bin Clown oder Luftballonkünstler. Da gibt es schon Unterschiede. Die Person, die im billigen Karnevalskostüm an der Straßenecke steht und Ballonhunde knotet, ist kein Ballonkünstler. Einfache Ballonhunde können auch schon Drei- bis Vierjährige unter Anleitung modellieren. Und in der Regel können es Kinder ab sieben Jahre, da sie in diesem Alter schon fähig sind, einen eigenen Knoten zu machen“, meint Esslinger. Seit seinem 18. Lebensjahr spielt er Pantomime und Bewegungstheater. In letztgenanntem Fach belegte er in London sein Diplom. Außerdem ist er qualifizierter Ballondesigner.

esslinger_240Zur modell-hobby-spiel können Besucher den 39-Jährigen auf der Aktionsfläche „Phantastische Post aus dem Weihnachtsland“ sehen. „Mein Team und ich werden die Fläche dekorieren. Unter anderem mit überdimensionalen Geschenken aus Ballons. Und in Workshops zeigen wir den Besuchern, wie Sie selbst auf den Ballonhund kommen und auf den damit verbundenen Schlüssel zur Ballonkunst“, so Ralf Esslinger.

Fragt man den Künstler, warum er sich gerade den Ballons verschrieben hat, wird er philosophisch: „Ein Ballon ist Völkerverständigung. In jeder Kultur gibt es Luftballons. Außerdem bietet ein Ballon eine höchst kreative, visuelle Gestaltung, ist grenzenloser Spielraum um neue Dimensionen entstehen zu lassen“, sagt er. Dennoch gibt der Ballondesigner zu, dass er vergängliche Kunst schafft. Denn egal, welche Form aus einem Luftballon entsteht – spätestens nach drei Wochen ist die sprichwörtliche Luft raus, aus dem Möbelstück, dem Motorrad, dem „Abendkleid“ und sonstigen seiner Werke.

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Keine sonderlich gute Aussicht, wenn man bedenkt, dass aufwändige Kunstwerke bis zu mehreren Tagen dauern können. Vielmehr noch: Ralf Esslinger ist der aktuelle Weltrekordhalter im Blumen modellieren. Für ein Projekt verarbeitete er mit seinen zwei Kollegen Tobi van Deisner und Markus Kaufmann in acht Stunden über 5000 Ballons zu über 2300 Blumen. Mit dieser ausgefallenen Kunst lässt ballonhundsich auch tatsächlich Geld verdienen, wie er sagt. „Ich mache das jetzt seit 22 Jahren, stelle meine Kunst aus, bin Eventbegleiter, werde ins Fernsehen eingeladen, bin in ganz Europa und sogar China bekannt. Erfolg ist ein Gesetz der Serie. Die meisten geben vorher auf, ich nicht. Ich bin da ein bisschen wie Walt Disney. Der hat sich bei 307 Banken ein ‘Nein’ für die Finanzierung seiner Idee des Disneyland abgeholt. Erst die 308. Bank gab ihm das Geld“, erzählt er.

Die flexible und zugleich sensible Ballonkunst könne jeder beherrschen, glaubt Ralf Esslinger.
„Ich sehe mich als Vorbild den Menschen zu zeigen, welche schöpferischen Potenziale in ihnen stecken. Mit Leidenschaft und Spaß möchte ich dem Nächsten sagen: „Die Kunst ist in dir“- gleich, mit welchen Mitteln man sie auch im Nachhinein selber schöpferisch ausdrückt.“, sagt er. Und während der modell-hobby-spiel will er die Besucher motivieren, selbst aus Luftballons kleine Kunstwerke zu schaffen. Und seien es nur Hunde…


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“Ich habe mir einen Traum erfüllt”

Haarreifen und Haarschmuck selbst machen? Diesem kreativen Hobby geht Jeanine Hitze nach. Die bald vierfache Mutter zieht aus der Kreativarbeit nicht nur Entspannung, sondern auch Anerkennung, denn ihre “hats” verkauft sie über das Internet.
Wir haben ein Interview mit Jeanine geführt. Über sich, ihr Hobby und über das, was Kreativität für sie bedeutet.

Stell Dich unseren Lesern einmal kurz vor. Wer bist Du?
Meine Eltern hielten es für ne gute Idee mich Jeanine zu nennen. Ich glaube das ist der Grund, warum ich im Netz immer Nicknamen hatte. Meinen Gatten lernte ich mit 18 in meiner Geburtsstadt Berlin kennen, mit 19 zog ich zu ihm nach München, mit 21 übernahm er meinen Nachnamen und in ein paar Wochen haben wir zusammen 4 Kinder- eine Tochter und drei Söhne.

Was machst Du beruflich?
Ich kümmere mich hauptberuflich um diese Familie. Und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Für mich ist in dieser Familie momentan mein ganzes Herzblut. Irgendwann werden die Kinder groß und dann werde ich mir eine andere Aufgabe suchen.
Bis dahin habe ich mir einen Traum erfüllt. Ich mache Haarschmuck.

Wie bist Du auf diese Idee gekommen? Was war der Auslöser, um Haarschmuck zu machen?
Das war schon seit ein paar Jahren immer wieder eine Idee, aber bis zur Umsetzung, dem Trauen sich daran zu setzen, dauerte es sehr lange. Seit November 2008 findet man meine “hats” im Netz. Inspiriert von dem Film “Es begann im September”- indem Winona Ryder eine Hutmacherin spielt – wollte ich einzigartige Stücke entwerfen. Für mich. Für andere Frauen, weil ich damit ein besonderes einzigartiges Lebensgefühl verband. Zwar steckt all meine Liebe zum Detail in meinen “hats”, aber all meine Kreativität steckt noch nicht in den Projekten, dafür fehlt die Zeit und manchmal auch der Mut. Ich würde gern mehr experimentieren, ein paar Entwürfe gibt es auf Papier und im Kopf.
Mein Interesse an der Hutmacherei ist groß, doch als Laie an Informationen zu kommen und zu lernen gestaltet sich schwierig. Man muss es sich also selbst beibringen und irgendwann war da der Mut, endlich mit dem Lernen zu beginnen und sich an den Traum zu wagen.

Du verkaufst Deine Sachen auch. Warum, und wie kam es dazu?
Von Anfang an war für mich klar, dass ich keine 50 verschiedenen “hats” anfertige, ohne sie zu verkaufen. Der Wunsch, andere Frauen damit zu erreichen und ein Stück meines Traums zu teilen war zu groß – ohne das Interesse und die Freude der Kundin, gäbe es keinen Shop. Mein Mann half mir bei der Umsetzung mit der Webseite. Mit dem Gedanken zu Dawanda zu gehen, habe ich schon gespielt. Für eine Anmeldung hat es auch schon gereicht, ob es in Zukunft dort einen Shop geben wird ist allerdings noch unklar.

Augenblicklich verkauft sich der Teil der Haarreifen am Besten. Die Frauen haben Freude daran und das gibt mir viel zurück, daher beschränke ich mich im Moment auf das Entwerfen der Haarreifen. Aus der ursprünglichen Idee Haarschmuck für Frauen zu machen, entwickelte sich das Interesse der Kundinnen ihren Töchtern oder Cousinen ein individuelles Stück zu schenken. Seitdem mache ich auch gehäuft Wunschanfertigungen soweit es Material und Zeit zulassen.

Anschauen kann man sich auf der Webseite noch verkäufliche und bereits verkaufte “hats”. Wenn ich dann eine Email bekomme, in der sich eine Kundin bedankt, weil sie zufrieden ist, bin ich mehr als glücklich.

Es hätte die Möglichkeit gegeben in einem Friseurladen auszustellen mit der Option auf Kauf für die Kundin vor Ort, doch was die Besitzerin wollte, war zu viel fertiges – auf ihren Laden maßgeschneidertes – Produkt.
Das war der Punkt an dem ich merkte, dass ich mit meiner Arbeit auch etwas für mich tue. In der Nacht oder am Abend in der wenigen Zeit, die ich habe, arbeite ich. Ich bin kein Fließband, sondern eine Frau, die bald 4 Kinder hat. Viel Zeit bleibt da nicht, denn in genau dieser Zeit muss ich auch mein Material suchen.

Du sprachst gerade das Thema Material an. Wo bekommst Du es her, und woher weißt Du, was passt?
Bei Dawanda habe ich schon viele Materialien eingekauft, aber auch auf anderen Webshops habe ich schon wunderschöne Bänder entdeckt. Machmal sehe ich Material und im Kopf entsteht dann schon ein Bild des neuen “hat”. Es gibt auch Haarreifen mit denen ich nicht so zufrieden war, aber meistens sitze ich solange daran bis es mir 100% gefällt. So entstanden viele kleine Einzelstücke und wer den Weg zu mir findet und einen kleinen Schatz entdeckt, einen der mir selbst sehr gut gefällt und an dem ich lange saß, dann ist das genau das wovon ich immer geträumt hatte.

Vielen Dank für das Interview!

Die Arbeiten von Jeanine Hitze kann man sich unter givethemhat.de ansehen – und natürlich auch kaufen. Über die Seite kann man auch Kontakt mit Jeanine aufnehmen.


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Erinnern Sie sich?

Kennen Sie William Hurter?
Hurter war ein schweizer Militärattaché der in der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs in London stationiert war. Dort wohnte und lebte er mitsamt seiner Familie. Als Williams Vater Heinrich die Familie 1950 besuchte, brachte er ein kleines, selbstgemachtes Spiel mit. Ein Spiel, das er in der Schweiz gesehen hatte, und dass man dort “Zwillingsspiel” nannte. Heinreich hatte kleine Pappkarton-Tafeln paarweise mit Motiven beklebt und seinen Enkeln damit eine Freude gemacht. Die wollten von nun an nur noch eins: “Can we play our memory-game”, fragten sie immer – ihr “Gedächtnis-Spiel spielen”.

Freunde des Militärattaché Hurt ermunterten den Schweizer, das Spiel einem Spieleverlag zu zeigen. Zurück aus London tat William dies, fuhr nach Ravensburg und stellt dort vor, was in diesem Jahr seinen 50sten Geburtstag feiert: “Memory”.

Am 15. April 1959 erschien die erste Auflage. Und selbst beim damaligen Otto Maier Verlag – der heutigen Ravensburger AG – hätte man sich den Welterfolg, den man mit “Memory” von da an feierte, wohl nicht erträumt. Bis wurden mehr als 75 Millionen “Memory”-Spiele in über 80 Ländern verkauft.
Dabei ist das Spieleprinzip nicht neu. Bereits im 12. Jahrhundert kannte man in Japan ein “Memory”-Spiel namens Kai-Awase. In der Schweiz bekannt machte das Spiel die Erzieherin Berta von Schröder, die 1940 das “Zwillingsspiel” für Kindergartenkinder verkaufte – mit selbstbemalten rechteckigen Kärtchen.

Übrigens: Auch dem “Memory”-Vater William Hurt fiel bereits früh auf, was das Spiel zu etwas Besonderem macht: “Bei ‘Memory’ können Kinder, wenn sie ein gutes Gedächtnis haben, gegen Erwachsene gewinnen – ohne dass sich die Großen zurückhalten müssen.” Und das stimmt. Die Kleinen tippen schon auf die richtigen Paare, wenn man selbst noch überlegt, an welcher Stelle man das Motiv gerade denn gesehen hat.
Warum das so ist? Das haben sich die Kollegen von zuspieler.de auch gefragt, und ein Video von Ravensburger gefunden, in dem Professorin Susanne Wilpers das Geheimnis dahinter erklärt:

Eine Runde Memory können Sie übrigens auch – allein – online spielen: Auf den Seiten von Ravensburger. Wenn Sie dann dort genügend geübt haben, können Sie sich übrigens ohne Sorgen auf den Weg zur modell-hobby-spiel machen. Dort nämlich wird es eine kleine Memory-Meisterschaft geben, bei der am Ende der beste Gedächtniskünstler gewinnt. Also: Ab ins Übungslager ..


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Wie man sich beim Spieleabend nicht verhalten sollte

Als Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge im Jahr 1788 sein Buch “Über den Umgang mit Menschen” veröffentlichte, da schrieb er keine “Benimmfibel”, sondern ein kluges soziologisches Panorama seiner Zeit. Trotzdem setzen wir “Knigge” heute damit gleich, wie man sich respektvoll zu benimmen hat, bei Tische agiert oder zuvorkommend ist.

Dabei müssten wir den Freiherr Knigge bei den wenigsten Dingen als Referenz bemühen. Vieles, was wir Knigge zuschreiben ergibt sich einfach aus dem, was wir heute mit “Anstand” bezeichnen. Wir lachen nicht hämisch, wenn jemand fällt. Wir rufen nicht “Langweilig”, wenn uns der Vortrag eines Kollegen nicht interessiert. Und wir schlafen nicht in der Oper ein, in die wir eingeladen wurden.

Doch genau das Alles macht der Schauspieler Michael Kessler.
In seiner Serie “Kesslers Knigge” zeigt der Comedian mit viel Humor, wie man sich am Besten nicht verhalten sollte, trotz man es vielleicht das ein oder andere mal gern täte.
Zum Beispiel, wenn man mit der Familie beim Spieleabend zusammen sitzt:

Mehr von “Kesslers Knigge” können Sie übrigens diesen Freitag um 22:15 Uhr auf Sat.1 sehen, dann strahlt der Sender ein Best-of der Serie aus. Oder sie schauen beim Videoportal YouTube vorbei.


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Malern? Kleistern? Kleben!

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Tapezieren? Habe ich schon gemacht. Zweimal bisher. Ein Klacks! Nein, viele Klackse. Meist große, leimige, auf dem Fußboden. Aber mit ein wenig Zeit, ein wenig Übung und ein paar Haaren weniger klappt das.

Malern? Habe ich schon gemacht. Unzählige Male bisher. Ebenfalls mit vielen Klacksen. Großen und Kleinen. Auf mir, und auf dem Fußboden. In weiß, blau, rot, orange, grün und braun. Raten Sie mal, welche Farbe in unserem Haus welches Zimmer hat!
Aber malern klappt schon. Selbst ohne Übung, und ohne Haarverlust. Nur etwas Zeit braucht es schon. Und Muskelkraft, wenn man am Abend dann nicht vom andauernden hoch- und runter-rollern entkräftet und übersäuert auf dem Sofa liegen will.

Die Frage ist nun: Wie erreiche ich ohne neue Tapette, viel Kleister, vielen Haaren weniger auf dem Kopf oder jeder Menge Farbspritzern auf mir ein wenig mehr Atmosphäre daheim? Vor allem, wenn ich nur eine kleine Änderung haben will?

Durch Wandtattoos.
Die sind schick, schnell angebracht und wenn sie nicht mehr gefallen oder nach dem umräumen für die neu erstandene Kommode am falschen Fleck kleben, leicht wieder zu entfernen. Leichter zumindest als rote Farbe. Oder die Blumentapete.

Wandtattoos erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Aufkleber sind in verschiedenen Größen und mit den unterschiedlichsten Motiven erhältlich. Egal ob Kinder-Motive, Blumen, Ornamente, … Nichts, was es nicht gibt. Ihre wahren Vorteile spielen Wandtattoos natürlich aus, wenn man mit feingliedrigen Motiven Akzente setzen will. Wo das Malen von Ornamenten bisher immer schwierig war, kann man heute einfach und schnell Aufkleber aufbringen.

Die klebefreudigen Motive halten auf glatten Tapeten ebenso gut, wie auf normaler Raufaser. Und wenn mal auf letzterer nicht ordentlich, dann hilft ein Klecks Bordürenkleister. Mehr Tipps und Tricks zum Thema zeigt übrigens Messeneuling OBI auf der modell-hobby-spiel. Bei der “Hobbybaumeister Show” werden Profis vor Ort live zeigen, wie sich die eigenen vier Wände mit ein wenig Tapete, Farbe und Wandtattoos individuell gestalten lassen.

Bild: Eurographics


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Der Marktplatz für Selbermacher

Als sich Claudia Helming und Michael Pütz vor drei Jahren auf die Suche nach liebenswerten Einzelstücken kreativer Designer machten, standen sie vor einem Problem. Wo auch immer sie suchten – es gab fast nur Massenware. Die Auktionsplattform Ebay, Onlineshops, Kaufhäuser, kleine Läden – wo auch immer sie hin kamen, wurden die immer gleichen Artikel angeboten. Designerware? Handgefertigte Unikate? Fehlanzeige! Aus dieser Überlegung heraus entstand im Herbst 2006 Dawanda, ein Marktplatz für Kreative, ein Schauraum für Selbermacher. Heute ist die Plattform Marktführer in ihrem Segment.

dawanda_helming„Dawanda ist ein afrikanischer Frauenname und heißt soviel wie ‘die Einzigartige’“, erklärt Claudia Helming. Mit ihrer Idee stießen sie und Michael Pütz in eine Marktlücke. Es gab schlicht keinen Marktplatz für die tausenden Kreativen Deutschlands. „Wer sich mehrere Stunden hinsetzt, um ein Produkt zu erschaffen, in dem Detailverliebtheit und Individualität steckt, will das dann nicht bei Ebay versteigern. Oder anders herum gesagt: Wer auf der Suche nach Designerware ist, wird wohl nicht zuerst bei den Schnäppchen auf einer Auktionsplattform suchen. Die dortigen Produkte würden sich zu sehr mit den Unikaten vermischen, die Einzigartigkeit untergehen“, begründet die Gründerin und Geschäftsführerin die Notwendigkeit ihrer Website.

Das Geschäftsmodell ist dem von Ebay ähnlich: Je Produkt wird eine Einstellgebühr von 10 bis 30 Cent fällig. Dafür darf man diese Produkte vier Monate anbieten. Bei Verkauf bekommt Dawanda eine Provision von fünf Prozent. „Dafür bieten wir jedem Hersteller einen kostenlosen Onlineshop, der unter einer frei wählbaren Dawanda-Adresse erreichbar ist“, so Claudia Helming. Zusätzlich können Banner und Kategorien frei hinzugefügt werden. Alle eingestellten Produkte sind über die plattformübergreifende Suche auffindbar. „Und wir betreiben Pressearbeit. Oft sogar gezielt mit ausgefallenen oder besonders schönen Produkten der Hersteller. So ist gesichert, dass wir immer im Gespräch bleiben und die Waren auch bekannt werden“, sagt sie. Auch im eigenen Weblog stellt Dawanda Verkäufer und ihre Produkte vor.

Die Ansprüche der eigenen Kunden kennt man bei Dawanda genau: „Bei uns dreht sich viel um Mode, Dekoration, Einrichtung, Accessoires, Schmuck oder Taschen. Kurz gesagt: Es sind Dinge, die man unbedingt sehen muss. Dementsprechend verlangen unsere Verkäufer die Möglichkeit, große Fotos einstellen zu können. Auch sind oft auch mehrere Fotos zu einem Artikel nötig, um ihn zu erklären“, zählt sie auf. Zusätzlich haben Käufer die Möglichkeit, nach einer bestimmten Farbe oder einem Material zu suchen.

Etwa 40 Prozent der Verkäufer, so schätzt Claudia Helming, sind gewerbliche Verkäufer, verdienen also mit Dawanda regelmäßig Geld. „Wir haben mittlerweile eine ganz gute Reichweite und können Einzelstücke besser präsentieren als jeder andere“, sagt die Gründerin.

Dawanda sitzt in Berlin und beschäftigt mittlerweile 26 Mitarbeiter. Gesellschafter ist unter anderem Lukasz Gadwoski, Gründer des Leipziger Unternehmens Spreadshirt der in diverse Internet-Startups investiert.


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Modelle richtig fotografieren (1)

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Wer mit Leidenschaft und Hingabe seinem Hobby Modellbau frönt, will irgendwann einmal der Welt zeigen, was für Schätze im heimischen Hobbykeller entstehen. Diverse Foren bieten Modellbauern die Gelegenheit, Fotos hochzuladen. Doch wie genau fotografiert man eigentlich Autos, Flugzeuge und andere Modelle richtig? Auf der modell-hobby-spiel gibt es in diesem Jahr erstmals einen Fotobereich. Experten von Pixelnet erklären und zeigen hier, worauf es bei der Modellfotografie ankommt und wie die Fotos weiterbearbeitet, gedruckt und archiviert werden.

Aber auch Amateure kommen oft zu erstaunlichen Ergebnissen. Raik Gottschalk aus Berlin etwa. Der 29-jährige ist Außendienstmitarbeiter im Pharmabereich und leidenschaftlicher Plastmodellbauer. Seit rund eineinhalb Jahren betreibt Raik die Website scale-racing.com, auf der er seine Arbeiten präsentiert und den Bau verschiedener Modelle dokumentiert. Das erfordert natürlich gute Fotos. Wir sprachen mit ihm über sein Hobby und die Probleme, die beim Fotografieren von Modellen auftauchen.

Raik, wie kamst Du zum Plastmodellbau?

Eigentlich habe ich schon als Kind damit begonnen. Als ich im Jahr 2000 bei der Bundeswehr war, hab ich mich in der Freizeit an das schöne Hobby erinnert und wieder begonnen, Autos und Motorräder zu bauen.

Auf Deiner Website sieht man diverse Deiner Arbeiten. Sind das alles Bausätze?

Ja, ich baue nur Bausätze zusammen, ganz wenige Einzelteile fertige ich selbst. Beispielsweise Zäune für ein Diorama oder kleine Anhängerkupplungen. Ein Modell aus dem Nichts zu erschaffen ist aber nicht mein Ding, das würde mir zu lange dauern.

Kommen wir zur Fotografie. Welche Probleme hattest Du, als Du Deine ersten Modelle fotografieren wolltest?

Das Hauptproblem war, dass ich nicht genug Licht hatte. Entweder der Blitz löste aus, erzeugte unschöne Reflexe auf dem Modell und ließ es billig aussehen. Und ohne Blitz waren wichtige Details nicht zu erkennen.

Was hast Du getan?

Mich belesen und viel experimentiert. Mit Schreibtischlampen, Bauscheinwerfern und so weiter. Damit habe ich eine ausreichende Helligkeit erreicht, aber heraus kamen meist gelbe, vermatschte Fotos. Die Farbtemperatur stimmte absolut nicht. Irgendwann las ich dann von Tageslichtlampen. Und habe mir prompt zwei gekauft. Das Geld ist auf jeden Fall gut angelegt, wenn man viel fotografieren will und die Ergebnisse perfekt aussehen sollen.

scale_1Auf Deiner Website sind auch Reflexschirme zu sehen.

Ja, die braucht man sicher nicht unbedingt. Das schöne ist aber, dass sich das Licht verteilt und man nicht direkt auf das Modell strahlen muss. Auf dem Foto sieht man sehr schön, wie der Aufbau bei mir zu Hause aussieht. Das ist weniger Aufwand, als es aussieht.

Deine Dioramen hast Du auch so fotografiert?

Ja, nur der weiße Hintergrund muss dann natürlich ein wenig größer sein.

Welche allgemeinen Tipps hast Du sonst noch?

Ich würde Modelle immer von beiden Seiten beleuchten und ohne Blitz fotografieren. Außerdem verwende ich ein Stativ und den Selbstauslöser, um eventuelle Verwackler auszuschließen. Außerdem kann man unterschiedliche Testbilder mit verschiedenen Helligkeitswerten machen. Zur Kamera selbst: Man braucht nicht unbedingt eine digitale Spiegelreflex. Ich selbst habe auch nur eine kleine Casio aus dem mittleren Preissegment.

Vielen Dank für das Gespräch und weiter viel Spaß und Erfolg!

Ich danke Euch auch.


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Das machen Sie doch mit links!

linkshaenderMario Adorf ist einer, Wolfgang Amadeus Mozart war einer, Napoleon war einer, Barack Obama ist einer, Jürgen Vogel ist einer, Bob Dylan ist einer, Leonardo da Vinci war einer: ein Linkshänder. Menschen also, denen nachgesagt wird, besonders kreativ und klug zu sein. Und tatsächlich hört man immer wieder gerade von Künstlern wie Bildhauern, Malern und Grafikern, dass sie Linkshänder sind. All diesen Menschen, inklusive meiner Tochter, war der heutige Tag gewidmet. Der Weltlinkshändertag.

Aber auch, wenn Sie nicht unbedingt zu den besonders kreativen Linkshändern gehören – oder vielleicht sogar zu der Mehrheit, die mit der rechten Hand schreibt, wirft oder schneidet, müssen Sie jetzt nicht traurig sein. Denn auf der modell-hobby-spiel können auch in diesem Jahr wieder alle Besucher “mit links” kreativ werden. In diversen Vorführungen können Sie Künstlern über die Schulter schauen und – noch viel besser – in diversen Workshops selbst Hand anlegen.

Die Starthilfe Modellsport beispielsweise führt Sie ein in die Welt des Modellbaus. Mit Pixelnet lernen Sie, wie man Modelle richtig und ohne Schlagschatten fotografiert. In der Glashalle haben Sie die Gelegenheit, in den Drachensport zu schnuppern. Und der Deutsche Modellflieger Verband bringt sogar einen Flugsimulator mit. Um nur einige der zahlreichen Kurse und Workshops zu nennen.

Und mal ehrlich – bei diesem reichhhaltigen Angebot ist es egal, mit welcher Hand Sie die Bewegungen ausführen. Spaß macht’s auf jeden Fall immer.

In den nächsten Wochen bereiten wir Sie auf die modell-hobby-spiel 2009 vor. Seien Sie unser Gast, machen Sie es sich bequem. Wir freuen uns, Sie mit anregenden und interessanten Geschichten zu unterhalten.


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