http://www.hobby360.de http://www.hobby360.de http://www.modell-hobby-spiel.de

Der Marktplatz für Selbermacher

Dieser Artikel behandelt die modell-hobby-spiel 2009. Aktuelle Artikel finden Sie hier.

Seit knapp drei Jahren haben Kreative einen Marktplatz: Dawanda versteht es wie keine zweite Plattform, liebevoll gestaltete Unikate zu präsentieren. Wir sprachen mit Gründerin Claudia Helming.

Der Marktplatz für Selbermacher

Als sich Claudia Helming und Michael Pütz vor drei Jahren auf die Suche nach liebenswerten Einzelstücken kreativer Designer machten, standen sie vor einem Problem. Wo auch immer sie suchten – es gab fast nur Massenware. Die Auktionsplattform Ebay, Onlineshops, Kaufhäuser, kleine Läden – wo auch immer sie hin kamen, wurden die immer gleichen Artikel angeboten. Designerware? Handgefertigte Unikate? Fehlanzeige! Aus dieser Überlegung heraus entstand im Herbst 2006 Dawanda, ein Marktplatz für Kreative, ein Schauraum für Selbermacher. Heute ist die Plattform Marktführer in ihrem Segment.

dawanda_helming„Dawanda ist ein afrikanischer Frauenname und heißt soviel wie ‘die Einzigartige’“, erklärt Claudia Helming. Mit ihrer Idee stießen sie und Michael Pütz in eine Marktlücke. Es gab schlicht keinen Marktplatz für die tausenden Kreativen Deutschlands. „Wer sich mehrere Stunden hinsetzt, um ein Produkt zu erschaffen, in dem Detailverliebtheit und Individualität steckt, will das dann nicht bei Ebay versteigern. Oder anders herum gesagt: Wer auf der Suche nach Designerware ist, wird wohl nicht zuerst bei den Schnäppchen auf einer Auktionsplattform suchen. Die dortigen Produkte würden sich zu sehr mit den Unikaten vermischen, die Einzigartigkeit untergehen“, begründet die Gründerin und Geschäftsführerin die Notwendigkeit ihrer Website.

Das Geschäftsmodell ist dem von Ebay ähnlich: Je Produkt wird eine Einstellgebühr von 10 bis 30 Cent fällig. Dafür darf man diese Produkte vier Monate anbieten. Bei Verkauf bekommt Dawanda eine Provision von fünf Prozent. „Dafür bieten wir jedem Hersteller einen kostenlosen Onlineshop, der unter einer frei wählbaren Dawanda-Adresse erreichbar ist“, so Claudia Helming. Zusätzlich können Banner und Kategorien frei hinzugefügt werden. Alle eingestellten Produkte sind über die plattformübergreifende Suche auffindbar. „Und wir betreiben Pressearbeit. Oft sogar gezielt mit ausgefallenen oder besonders schönen Produkten der Hersteller. So ist gesichert, dass wir immer im Gespräch bleiben und die Waren auch bekannt werden“, sagt sie. Auch im eigenen Weblog stellt Dawanda Verkäufer und ihre Produkte vor.

Die Ansprüche der eigenen Kunden kennt man bei Dawanda genau: „Bei uns dreht sich viel um Mode, Dekoration, Einrichtung, Accessoires, Schmuck oder Taschen. Kurz gesagt: Es sind Dinge, die man unbedingt sehen muss. Dementsprechend verlangen unsere Verkäufer die Möglichkeit, große Fotos einstellen zu können. Auch sind oft auch mehrere Fotos zu einem Artikel nötig, um ihn zu erklären“, zählt sie auf. Zusätzlich haben Käufer die Möglichkeit, nach einer bestimmten Farbe oder einem Material zu suchen.

Etwa 40 Prozent der Verkäufer, so schätzt Claudia Helming, sind gewerbliche Verkäufer, verdienen also mit Dawanda regelmäßig Geld. „Wir haben mittlerweile eine ganz gute Reichweite und können Einzelstücke besser präsentieren als jeder andere“, sagt die Gründerin.

Dawanda sitzt in Berlin und beschäftigt mittlerweile 26 Mitarbeiter. Gesellschafter ist unter anderem Lukasz Gadwoski, Gründer des Leipziger Unternehmens Spreadshirt der in diverse Internet-Startups investiert.

 

Einen Kommentar schreiben