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Erinnern Sie sich?

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Kennen Sie William Hurter? Was der schweizer Militärattaché mit bunten Bildern auf Pappkarton und einem der erfolgreichsten Spiele überhaupt zu tun hat? Wir sagen es Ihnen. Und dazu verraten wir, warum Kinder ein besseres Gedächtnis haben.

Erinnern Sie sich?

Kennen Sie William Hurter?
Hurter war ein schweizer Militärattaché der in der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs in London stationiert war. Dort wohnte und lebte er mitsamt seiner Familie. Als Williams Vater Heinrich die Familie 1950 besuchte, brachte er ein kleines, selbstgemachtes Spiel mit. Ein Spiel, das er in der Schweiz gesehen hatte, und dass man dort “Zwillingsspiel” nannte. Heinreich hatte kleine Pappkarton-Tafeln paarweise mit Motiven beklebt und seinen Enkeln damit eine Freude gemacht. Die wollten von nun an nur noch eins: “Can we play our memory-game”, fragten sie immer – ihr “Gedächtnis-Spiel spielen”.

Freunde des Militärattaché Hurt ermunterten den Schweizer, das Spiel einem Spieleverlag zu zeigen. Zurück aus London tat William dies, fuhr nach Ravensburg und stellt dort vor, was in diesem Jahr seinen 50sten Geburtstag feiert: “Memory”.

Am 15. April 1959 erschien die erste Auflage. Und selbst beim damaligen Otto Maier Verlag – der heutigen Ravensburger AG – hätte man sich den Welterfolg, den man mit “Memory” von da an feierte, wohl nicht erträumt. Bis wurden mehr als 75 Millionen “Memory”-Spiele in über 80 Ländern verkauft.
Dabei ist das Spieleprinzip nicht neu. Bereits im 12. Jahrhundert kannte man in Japan ein “Memory”-Spiel namens Kai-Awase. In der Schweiz bekannt machte das Spiel die Erzieherin Berta von Schröder, die 1940 das “Zwillingsspiel” für Kindergartenkinder verkaufte – mit selbstbemalten rechteckigen Kärtchen.

Übrigens: Auch dem “Memory”-Vater William Hurt fiel bereits früh auf, was das Spiel zu etwas Besonderem macht: “Bei ‘Memory’ können Kinder, wenn sie ein gutes Gedächtnis haben, gegen Erwachsene gewinnen – ohne dass sich die Großen zurückhalten müssen.” Und das stimmt. Die Kleinen tippen schon auf die richtigen Paare, wenn man selbst noch überlegt, an welcher Stelle man das Motiv gerade denn gesehen hat.
Warum das so ist? Das haben sich die Kollegen von zuspieler.de auch gefragt, und ein Video von Ravensburger gefunden, in dem Professorin Susanne Wilpers das Geheimnis dahinter erklärt:

Eine Runde Memory können Sie übrigens auch – allein – online spielen: Auf den Seiten von Ravensburger. Wenn Sie dann dort genügend geübt haben, können Sie sich übrigens ohne Sorgen auf den Weg zur modell-hobby-spiel machen. Dort nämlich wird es eine kleine Memory-Meisterschaft geben, bei der am Ende der beste Gedächtniskünstler gewinnt. Also: Ab ins Übungslager ..

 

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