Professioneller Modellbauer?
von Thomas Gigold am September 9th, 2009, 11:50 Uhr
Ein Traum: Das Hobby zum Beruf machen. Autos oder Flugzeuge im Modell bauen, und bezahlt werden. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Der erste Schritt: Eine Ausbildung. Wie also wird man professioneller Modellbauer?

Jeder hat Träume. Die einen träumen vom vielen Geld, die anderen von einer glücklichen Ehe (manch einer soll sie gar haben ;) ) .. und manch einer träumt davon, das eigene Hobby zum Beruf zu machen.
Doch: Wie wird man eigentlich professioneller Modellbauer?
“Technischer Modellbauer” ist ein Ausbildungsberuf wie jeder andere. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 1/2 Jahre. Danach kann man in drei Fachbereichen tätig werden – beispielsweise im Machinenbau, wo man Prototypen oder Werkzeugvorlagen entwickelt. Ein Einstieg in die Autobranche ist allerdings auch möglich, dort werden für Präsentationen nicht nur kleinformatige Exemplare gebaut, sondern auch Autos im 1:1 Format.
Doch der Weg ist hart. Hobby und Beruf sind manchmal sehr unterschiedlich. Wer seine Freude daran hat, Modelle aus dem Karton zu bauen, wird am Beruf Modellbauer vielleicht gar scheitern.
Bei der Arbeit ist Präzision und Liebe zum Detail gefragt. Aber auch technische Begabung und der Willen mit Werkstoffen unterschiedlichster Art umzugehen. Der Technische Modellbauer muss mit Computer, Werkstoff und Spatel umgehen können. Kein leichtes Fach.
Wer sich von den Anforderungen nicht abschrecken lässt muss gute schulische Leistungen mitbringen, insbesondere in technischen Fächern und in Mathe. Dann hat er gute Chancen. In Deutschland gibt es gerade einmal 7.500 berufstätige Modellbauer, da ist der Lehrstellenmarkt klein, aber die Nachfrage nach ausgebildeten Profis groß.
Ansonsten gilt: Wenn man Hobby und Beruf trennt, ist dies vielleicht auch nicht die schlechteste Idee. Der Rückzug in den Hobbykeller soll schließlich auch Entspannung verheißen.
Bild: BMW


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