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Schrauben Sie doch mal wieder .. nur anders!

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Was machen, wenn nach der Renovierung jede Menge Schrauben übrig bleiben? Autor Thomas Gigold ist gerade am umziehen, und hat sich nach all der Bohr-Arbeit seine Gedanken gemacht ..

Schrauben Sie doch mal wieder .. nur anders!

Ich bin ein Held. Der Arbeit! Kein sozialistischer, mehr ein familiärer. Denn trotz meiner verkümmerten Oberarm-Muskulatur – ich sitze täglich mindestens 10 Stunden mit den Armen auf den Tisch gestützt am Computer – habe ich es tatsächlich geschafft mehr als 100 Löcher in die Wände des neuen Familienheims zu bohren. Hört sich an, als hätte ich aus einem Gouda einen Tilsiter gemacht? Schon, aber zählen Sie mal fix durch, wie viele Löcher Sie daheim haben. Gardinenstangen, Lampen, Regale. Summiert sich fix, oder?
Am Ende denkt man: “Kein Wunder, dass meine Heizkosten so hoch sind” – die Wände sind schließlich überall dünngebohrt.
Und: Man hat jede Menge Schrauben übrig.
Stellt sich die Frage: Wohin damit? Was machen?
Man hat zwei Möglichkeiten: A) Aufheben. B) Etwas Kreatives daraus entstehen lassen.
Nun ist Variante A diejenige, die Sie anwenden können, wenn Sie viel Platz im neuen Haus haben. Aber machen Sie eines: Setzen Sie sich ein Lesezeichen auf diese Seite und kommen Sie nächstes Jahr wieder. Wetten Sie haben die Schrauben nicht ein einziges Mal mehr angefasst oder benötigt? Sehen Sie, was habe ich Ihnen gesagt?!

Also, Variante B.
Was also stellt man mit Schrauben an?

Man könnte sie als Ersatz-Figürchen beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht nutzen. Vorausgesetzt, man hat noch von jeder Schraube vier Stück. Wenn nicht, bleibt noch immer Monopoly.
Oder Sie basteln ein Mobile daraus. Mit ein wenig Glück haben Sie zwischendurch einen kleinen Unfall damit und es wird ein Perpetuum mobile. Wer weiß?!
Oder Sie machen es, wie Vahram Najjar Aghazarian.
Der junge Mann aus Beirut begleitete seine Eltern früher öfter zur Arbeit und vertrieb sich mit den dort vorgefundenen Materialien die Langweile. Nun waren seine Eltern die Besitzer einer Schraubenfabrik, und was findet man dort – außer Schrauben? Eben, nix.
Und so spielte der junge Vahram mit Schrauben, einem Schraubenzieher und Holz. Mit der Zeit drehte er die Schrauben nicht mehr nur irgendwie ins Holz, sondern nach einem Muster – und heute ist Vahram neben seinem Job als Manager in der elterlichen Schraubenfabrik ein gefragter Künstler. Ausstellungen in Paris und Beirut hatten Bilder von Vahram bereits zum Thema.

Wenn Ihnen das Zweidimensionale nicht so liegt, dann können Sie mit den Schraubenresten und etwas Metallkleber auch etwas plastischer werden. So wie Joe Pogan. Der US-Amerikaner fertigt Skulpturen aus allem, was ihm metallisches zwischen die Finger kommt – Münzen, Werkzeuge, Schlösser und eben auch Schrauben.

Worauf also warten Sie noch? Ich muss jetzt noch fix zwei Regale zusammen bauen, danach sehe ich mal, was man aus Restschrauben, jeder Menge Imbus-Schlüsseln und etwas Langweile so zusammenbauen kann ;)

 

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