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Deutschlandpremiere in Leipzig: 4 Schulen – eine Modellbahnanlage

Dieser Artikel behandelt die modell-hobby-spiel 2011. Aktuelle Artikel finden Sie hier.

Hobbies sind out – chillen ist in. Die jungen Leute von heute sitzen nur vorm Computer. Solche und ähnliche Vorurteile werden immer wieder zum besten gegeben. Doch die Schüler aus vier deutschen Städten beweisen das Gegenteil. Sie bauen insgesamt ein Jahr lang an einer gemeinsamen Modellbahnanlage – der “4 Schulen Anlage”. Am 30. September 2011, auf der kommenden modell-hobby-spiel, feiert sie ihre Deutschlandpremiere.

Deutschlandpremiere in Leipzig: 4 Schulen – eine Modellbahnanlage

Neben der 16. Mittelschule Leipzig engagieren sich das Maria-Ward-Gymnasium Günzburg, das Thomas-Mann-Gymnasium aus Stutensee und das Heinrich-von-Kleist-Gymnasium Bochum für den Bau. Jede Schule steuert einen Teil der Gesamtanlage bei. Das Projekt steht unter der Leitung von Helmut Liedtke, Lehrer im Vorruhestand und Leiter der Modellbahn-AG der Kardinal-von-Galen-Schule Dülmen. In den Sommerferien 2011 werden alle Anlagenteile im Arbeitsraum der Schüler-Modellbahn-AG im Dülmener Bahnhof zusammengefügt und getestet bevor sie nach Leipzig gebracht wird.

Offizielles Plakat des 4 Schulen Projektes

Offizielles Plakat des 4 Schulen Projektes

Auftrag

Die Schüler erhielten im Sommer 2010 die Aufgabe, eine Anlage mit einer eingleisigen Hauptbahn, einer abgezweigten Nebenbahn und einem Endbahnhof zu entwerfen. Am Ende soll das Modell ein Oval mit den Maßen 5,50 Meter mal 2,20 Meter ergeben. Gebaut wird in der Spurweite TT (1:120). Die Gleise und das Rollmaterial stammen von Tillig, die Gebäude von Auhagen, die Digitalsteuerung von Lenz, das Landschaftsgestaltungsmaterial von Noch und der Landschaftsformenbau von axstone. Zu den Sponsoren gehören zudem die Unternehmen Preiser und Viessmann.

Schüler der 16. Mittelschule Leipzig legen den Grundstein für die gemeinsame Modellbahn

Schüler der 16. Mittelschule Leipzig legen den Grundstein für die gemeinsame Modellbahn

Start in Leipzig

Der erste Teil stammt von der 16. Mittelschule Leipzig. Sie hatten für die modell-hobby-spiel 2010 die Rahmen für die linken drei Kurvensegmente vorgebaut. Während der Messe entstanden die Spanten und Gleistrassen. Zudem bauten die Beteiligten eine Brücke ein, sie verlegten die Gleise und schotteten ein erstes Gleisstück ein. Ebenfalls formten die Schüler die Landschaft für ihr Modellstück. Der weitere Ausbau des Leipziger Parts fand bis zum Sommer 2011 in der Schule statt.

Fortsetzung in Friedrichshafen

Die Mädels des Maria-Ward-Gymnasiums Günzburg zeichnen sich für den Bau der drei geraden Segmente des hinteren Anlagenteils und den Einbau des fünfgleisigen Schattenbahnhofs verantwortlich. “Die Polarisierung der Herzstücke der TT-Weichen erforderte  eine große Menge an Verkabelung und dem damit verbundenen Löten”, erklärt Helmut Liedtke. “Der Schattenbahnhof wurde mit einer Lok der BR 218  auf seine Fahrfähigkeit getestet. Alles funktionierte perfekt und so konnten anschließend die Gleise des über dem Schattenbahnhof liegenden Endbahnhofs verlegt werden.” Auf Einladung der Firma Noch wurde die Landschaftsgestaltung am letzten Maiwochenende in Wangen durchgeführt. Dort feierte die Firma Noch ihr 100jähriges Firmenjubiläum.

Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums Günzburg zu Gast beim 100jährigen Firemnjubiläum von NOCH in Wangen

Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums Günzburg zu Gast beim 100jährigen Firemnjubiläum von NOCH in Wangen

Weiterbau in Karlsruhe

Zu Beginn fertigten die Schüler des Thomas-Mann-Gymnasiums aus Stutensee drei 1,30 mal  0,50  Meter lange Segmente und klebten die Korkbettung als Gleisunterbau vor. Mit dem Bau des vorderen Abzweigbahnhofs auf der diesjährigen Faszination Modellbau in Karlsruhe (24.03.-27.03.2011) setzten sie ihre Arbeit fort.

Wahrend der weiteren Messelaufzeit wurden Gleise und Weichen verlegt, die motorischen Weichenantriebe der Firma Tillig angebracht und ausgerichtet sowie  die Verkabelung der Gleise und der Bremsstrecken vor den Signalen realisiert. Zum Schluss der Messe fand das Einschottern der Gleise statt. Die schon in der Schule errichteten Gebäude wurden auf die Anlage gestellt und ausgerichtet. So erhielten Schüler und Publikum einen ersten Eindruck wie der Abzweigbahnhof nach der Fertigstellung einmal aussehen könnte.

Schüler des Thomas-Mann-Gymnasiums aus Stutensee bei Feinarbeiten

Schüler des Thomas-Mann-Gymnasiums aus Stutensee bei Feinarbeiten

Letzter Bauabschnitt in Dortmund

Das letzte Teilstück der Anlage, die rechte Kurve, wurde auf der Intermodellbau 2011 in Dortmund von den Schülern des Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums Bochum gebaut. Zu Messebeginn standen die drei Segmentkästen im Rohbau auf dem “4 Schulen”- Stand. Die genaue Lage der Gleistrasse wurde festgelegt und anschließend die TT-Korkbettung aufgeklebt. Danach befestigten die Schüler die Gleise auf der Korkbettung und bauten die Tillig-Blechträgerbrücke über die Bachniederung ein. Durch die Verwendung der Schotterhilfe von digitalzentrale war das Schottern der Gleise an beiden Messestandorten einfach und nicht zeitaufwendig. Parallel zu diesen Arbeiten errichteten zwei Schüler die vorgesehenen  TT-Gebäude von Auhagen.

Schüler des Heinrich-von-Kleist Gymnasiums Bochum bauen an ihrem Teilabschnitt

Schüler des Heinrich-von-Kleist Gymnasiums Bochum bauen an ihrem Teilabschnitt

Eine Stellprobe aller Gebäude vermittelte auch hier einen ersten Eindruck vom späteren Aussehen dieses Kurvenstücks. Ein markanter Punkt auf diesem Anlagenteil ist der Berg mit dem Berggasthof “Pöhlberg”. Pierre Marschner von der Firma axstone zeigte unseren Schülern, wie man so einen Berg aufbaut und landschaftlich gestaltet. “Seine Anregungen wurden, wie die Fotos beweisen, von den Schülern sehr gut aufgenommen und umgesetzt”, erläutert der Projektleiter. Auch die Bachniederung nahm Gestalt an. Die restlichen Landschaftsbauarbeiten wurden in den Monaten Mai und Juni in der Schule durchgeführt.

Vom 30. September bis 3. Oktober präsentiert die 16. Mittelschule Leipzig das 4 Schulen Projekt auf der modell-hobby-spiel in Leipzig.

Fotos: NOCH und Helmut Liedtke

 

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