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Hobby-Künstler Ronald Kötteritzsch: Nie ohne mein Skizzenbuch

Dieser Artikel behandelt die modell-hobby-spiel 2011. Aktuelle Artikel finden Sie hier.

Tausende besuchen in diesen Tagen die modell-hobby-spiel in Leipzig. Einige von ihnen nehmen den Eingang durch das Messehaus des Leipziger Messegeländes und stoßen dabei auf eine kleine Ausstellung mit Aquarellen des Hobby-Künstlers und Messemitarbeiters Ronald Kötteritzsch. Doch was haben der Künstler und die modell-hobby-spiel gemeinsam?

Hobby-Künstler Ronald Kötteritzsch: Nie ohne mein Skizzenbuch

Insgesamt 641 Aussteller zeigen vom 30. September bis 3. Oktober ihre Angebote zu den Themen Modellbau, Modelleisenbahn, kreatives Gestalten und Spiel. Den Leipziger Künstler Ronald Kötteritzsch interessiert vor allem der Kreativ-Bereich. Er besucht jedes Jahr die Freizeit- und Hobbymesse, um sich über neue Papierqualitäten oder Pinselsorten zu informieren. Und wenn er erstmal auf der Messe ist, ziehen ihn auch die Schiffsmodelle in der Halle 5 magisch an. Als Jugendlicher baute er selber Segelschiffsmodelle.

Herr Kötteritzsch, derzeit präsentieren Sie im Messehaus eine Aquarell-Ausstellung mit Leipziger Stadtansichten. Wie kamen sie zur Malerei?

Ich bin in Leipzig-Gohlis, einem Stadtviertel mit zahlreichen Jugendstil- und Gründerzeithäusern, aufgewachsen. Immer wieder waren Häuser in meinem Viertel vom Abriss bedroht. Um sie für mich zu bewahren, habe ich mit 12 Jahren angefangen, die interessantesten Gebäude zu zeichnen. Das hat mir dann so viel Spaß bereitet, dass ich auch Bauten auf Leinwand bannen wollte, die nicht bedroht waren. Inzwischen gehe ich ohne Skizzenblock nicht mehr auf Reisen.

Ronald Kötteritzsch stellt seine Stadtansichten in einer Ausstellung im Messehaus vor

Ronald Kötteritzsch stellt seine Stadtansichten in einer Ausstellung im Messehaus vor

Was ist Ihre Lieblingstechnik?

Die Aquarellmalerei ist meine bevorzugte Technik. Zum einen liegt es mir einfach. Hier erziele ich für mein Gefühl die besten Ergebnisse. Mich reizt die Leuchtkraft des Aquarellpapiers. Die weißen Flächen des Papiers bringen die Farbe erst richtig zum Ausdruck und verleihen den Werken ihre Tiefe. Zum anderen bin ich mit der Aquarellmalerei räumlich flexibel und fit für Reisen. Ich brauche nur einen Skizzenblock, einen Bleistift, Pinsel, Farben und ein wenig Wasser.

Die Grundskizze zeichne ich zumeist auf meinen Touren vor Ort an. Zu Hause stelle ich die Bilder dann fertig. Dabei benutze ich selten Fotos, da die konkreten Details für mich weniger wichtig sind. Mir kommt es vor allem auf die Stimmung an, die diesen Ort auszeichnet oder die bei mir angesichts dieses oder jenes Gebäudes entstanden ist. Bei der Betrachtung der Bilder entsteht diese Stimmung auch Jahre später aufs Neue. Das ist das Wunderbare an diesem Hobby. Mit der Malerei bewahre ich meine Eindrücke von Land und Leuten und kann sie jeder Zeit wieder erwecken.

Hobbyeinsteigern empfehle ich übrigens Acrylfarben. Diese Farben kann man Schicht auf Schicht auftragen und sie sind wasserlöslich.

Welche Motive reizen Sie?

Städte und Landschaften ziehen mich stark an. Ich liebe Gebäude, Viertel oder Landschaften, die eine gewisse Patina besitzen und an denen der Zahn der Zeit genagt hat. Unvollkommenheit finde ich reizvoll. Nur dann erzählen mir die Plätze und Landschaften eine Geschichte, die ich auf der Leinwand erzählen will. Alles Glatte, Glänzende, Geleckte stößt mich eher ab.

Vielen Dank für das Gespräch! Informationen zum Künstler finden Interessierte unter: http://ron.beep.de

 

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