von Ruth am November 28th, 2011, 13:01 Uhr
“Das Design einer Grußkarte hängt stark von der Genauigkeit des Bastlers ab”, erklärt die Hobbykünstlerin. “Je akkurater der Kreative ausschneidet, desto schöner wird das Endergebnis.”

Stanzungen und Perlen als Zierelemente
Eine wichtige Voraussetzung für den Bastelerfolg ist daher die technische Grundausstattung. So lohnen sich Investitionen in Scheren verschiedener Größen. Kantenscheren können zusätzlich die Kartenränder verzieren. Dekorativ sind auch Stanzungen mit unterschiedlichen Mustern. Prickelnadeln helfen hingegen, filigrane Verzierungen aus den Stickerbögen unversehrt herauszulösen.
Hilfreich ist auch eine Pinzette, um Kleinstteile wie Glasschmuck auf die Karte aufbringen zu können. Zudem empfehlt sich Silikon-Kleber in der Tube und eine Plastikspritze. Erst die Spritze kann den Kleber punktgenau auf die zu klebenden Mini-Flächen verteilen. “Für größere Papierflächen eignet sich eher doppelseitiges Klebeband”, so Helga H.

3-D-Effekt zum Ausziehen
Um aus dem vollen Schöpfen zu können, braucht der Kreative nicht nur die technischen Basisausstattung, sondern auch eine breite Palette an Bastelmaterial. Hierzu gehören Bordüren, Glimmer, Papier, Perlen und Stickerböden mit unterschiedlichsten Motiven ebenso wie Karton in verschiedenen Farbnuancen. Diese Materialien und Bastelanleitungen sind in jedem gut sortierten Hobby- und Kreativeinzelhandel erhältlich.

Faltkarte
Einziger Wermutstropfen: Etwa zwei Stunden und 2,50 Euro pro Karte muss man pro Grußkarte investieren. Gutes Gelingen und eine besinnliche Vorweihnachtszeit wünscht Ihnen Ihre hobby360.de-Redaktion.
von Ruth am November 13th, 2011, 21:29 Uhr
641 Aussteller, 90.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, 900 Veranstaltungen und 102.000 Besucher verwandelten das Leipziger Messegelände vom 30. September bis 3. Oktober 2011 in ein Hobby-Universum. Ein Jahr lang arbeitete das Team um Projektdirektorin Annette Schmeier auf dieses Großereignis zu. Immer mit dabei: Eine Auszubildende oder ein Auszubildender, die hier praktische Erfahrungen sammeln.
In diesem Jahr beteiligte sich die 21-jährige Melanie Götz, die seit August 2009 bei der Leipziger Messe eine Ausbildung zur Veranstaltungskaufrau absolviert, an der Vorbereitung und Durchführung der modell-hobby-spiel. Vielseitig, umfassend und selbstständig – so beschreibt Melanie Götz ihre Tätigkeit hinter den Kulissen der besucherstärksten Publikumsmesse für die Bereiche Modellbau, Modelleisenbahnen, Kreatives Gestalten, Spiel und Philatelie in Deutschland.
Von März bis Oktober 2011 betreute sie die Ausstelleranmeldungen zur Messe. Hierzu gehörte das Erfassen der Anmeldungen ebenso wie das Zeichnen der Stände. Ausstellerwünsche und technische Vorgaben flossen in das Platzierungsangebot und die abschließende Standzulassung ein. “Dieser enge Kontakt zum Kunden reizt mich besonders”, so Melanie Götz. “Ob im Vorfeld oder zur Veranstaltung, die Information und Beratung von Ausstellern und Besuchern bereitet mir ein großes Vergnügen.”
Zudem betreute sie eigenständig das Projekt “Graf Ludo Forum”. Angefangen von der Organisation des Projektes im Vorfeld der Messe bis zum Standbau und der dekorativen Ausgestaltung vor Ort, lag das Graf Ludo Forum in den Händen der Auszubildenden. In enger Abstimmung mit dem Projektteam und dem Event- und Standbauunternehmen FAIRNET entstand eine Begegnungsstätte für alle Freunde von Gesellschaftsspielen. Besucher der modell-hobby-spiel hatten hier die Gelegenheit, Grafiker und Autoren von Gesellschaftsspielen zu treffen und spielerische Fachgespräche zu führen. Im Mittelpunkt standen die Kreativen, die für den Graf Ludo 2011 nominiert waren. Graf Ludo ist der einzige deutsche Spielgrafikpreis. “Bei diesem Projekt konnte ich die vielseitigen Bereiche des Veranstaltungsmanagements in Theorie und Praxis kennen lernen”, erklärt die Auszubildende. “Ich bin stolz darauf, dass alles so gut geklappt hat. Und natürlich ist es ungemein motivierend, selbstständig einen Programmpunkt umfassend von A-Z durchzuführen.”
Bis zum Abschluss ihrer Ausbildung im Sommer 2012 tritt Melanie Götz weitere Stationen in der Leipziger Messe an. Unter anderem wird sie ab Dezember das Team der HAUS-GARTEN-FREIZEIT und der mitteldeutschen handwerksmesse unterstützen. Hier gilt es, neun Tage lang ein spannendes Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie auf die Beine zu stellen.
Ob das gelingt? Sicher. Davon können Sie sich vom 11. bis 19. Februar 2012 zur HAUS-GARTEN-FREIZEIT in der Glashalle des Leipziger Messegeländes überzeugen.
von Ruth am November 4th, 2011, 11:43 Uhr
Seit einem Jahr baut Schönle das Modell der Cri Cri, dem kleinsten zweimotorigen Flugzeug der Welt, im Maßstab 1:1 nach. Bis zur modell-hobby-spiel fehlten nur noch letzte Details wie die Lackierung und Verkleidung. Aber: Das Modellflugzeug hatte bis zu seinem Leipziger Auftritt noch nie abgehoben.
Mit Spannung erwarteten die Messebesucher und der passionierte Modellbauer daher den Jungfernflug. Hält das Modell, was es verspricht? Kann ein so großes Modellflugzeug in einer Halle starten und landen? “Ich habe die Stimmung in der Halle nur zum Teil wahrgenommen”, meint Jürgen Schönle. “Meine Konzentration lag voll bei dem Modell. Mein Empfinden war, hoffentlich geht alles gut, hoffentlich fliegt sie und landet heil.” Es ging nicht nur gut. Es lief perfekt. Unter den Augen des staunenden Publikums eroberte sich der Cri Cri-Nachbau den Luftraum der Messehalle.
Neben der Planung und Realisierung des Modells war vor allem der Transport nach und von Leipzig eine Herausforderung. Für die Reise nutzte der Modellbauer einen Anhänger, für den eine spezielle Hardcover Abdeckung konstruiert wurde. “Das Packen hatte etwas von Tetris, zumal ich ja mehr Modelle als nur die Cri Cri dabei hatte”, so Schönle. Fazit: “Der Aufwand an Zeit und Geld hat sich für mich definitiv gelohnt.”

Letzte Handgriffe des Teams um Jürgen Schönle vor dem Start der Cri Cri im Maßstab 1:1
Und so startet Schönle mit seinem Cri Cri Modell auch im kommenden Jahr auf zahlreichen Veranstaltungen. Damit es spannend bleibt, tüftelt er schon an den nächsten Modellflugzeugtypen.
Cri Cri ist übrigens das französische Wort für Grille. Und Franzose ist auch der Erfinder – Aerodynamik-Ingenieur Michel Colomban. Das Original erhob sich 1973 das erste Mal in die Lüfte.
Fotos: Jens Schlüter