hobby360° - Das Online-Magazin zur modell-hobby-spiel in Leipzig

Informationen und Interviews zu Modellbau, Modell-Eisenbahn, kreatives Gestalten, Spiele

Schrauben Sie doch mal wieder .. nur anders!

Ich bin ein Held. Der Arbeit! Kein sozialistischer, mehr ein familiärer. Denn trotz meiner verkümmerten Oberarm-Muskulatur – ich sitze täglich mindestens 10 Stunden mit den Armen auf den Tisch gestützt am Computer – habe ich es tatsächlich geschafft mehr als 100 Löcher in die Wände des neuen Familienheims zu bohren. Hört sich an, als hätte ich aus einem Gouda einen Tilsiter gemacht? Schon, aber zählen Sie mal fix durch, wie viele Löcher Sie daheim haben. Gardinenstangen, Lampen, Regale. Summiert sich fix, oder?
Am Ende denkt man: “Kein Wunder, dass meine Heizkosten so hoch sind” – die Wände sind schließlich überall dünngebohrt.
Und: Man hat jede Menge Schrauben übrig.
Stellt sich die Frage: Wohin damit? Was machen?
Man hat zwei Möglichkeiten: A) Aufheben. B) Etwas Kreatives daraus entstehen lassen.
Nun ist Variante A diejenige, die Sie anwenden können, wenn Sie viel Platz im neuen Haus haben. Aber machen Sie eines: Setzen Sie sich ein Lesezeichen auf diese Seite und kommen Sie nächstes Jahr wieder. Wetten Sie haben die Schrauben nicht ein einziges Mal mehr angefasst oder benötigt? Sehen Sie, was habe ich Ihnen gesagt?!

Also, Variante B.
Was also stellt man mit Schrauben an?

Man könnte sie als Ersatz-Figürchen beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht nutzen. Vorausgesetzt, man hat noch von jeder Schraube vier Stück. Wenn nicht, bleibt noch immer Monopoly.
Oder Sie basteln ein Mobile daraus. Mit ein wenig Glück haben Sie zwischendurch einen kleinen Unfall damit und es wird ein Perpetuum mobile. Wer weiß?!
Oder Sie machen es, wie Vahram Najjar Aghazarian.
Der junge Mann aus Beirut begleitete seine Eltern früher öfter zur Arbeit und vertrieb sich mit den dort vorgefundenen Materialien die Langweile. Nun waren seine Eltern die Besitzer einer Schraubenfabrik, und was findet man dort – außer Schrauben? Eben, nix.
Und so spielte der junge Vahram mit Schrauben, einem Schraubenzieher und Holz. Mit der Zeit drehte er die Schrauben nicht mehr nur irgendwie ins Holz, sondern nach einem Muster – und heute ist Vahram neben seinem Job als Manager in der elterlichen Schraubenfabrik ein gefragter Künstler. Ausstellungen in Paris und Beirut hatten Bilder von Vahram bereits zum Thema.

Wenn Ihnen das Zweidimensionale nicht so liegt, dann können Sie mit den Schraubenresten und etwas Metallkleber auch etwas plastischer werden. So wie Joe Pogan. Der US-Amerikaner fertigt Skulpturen aus allem, was ihm metallisches zwischen die Finger kommt – Münzen, Werkzeuge, Schlösser und eben auch Schrauben.

Worauf also warten Sie noch? Ich muss jetzt noch fix zwei Regale zusammen bauen, danach sehe ich mal, was man aus Restschrauben, jeder Menge Imbus-Schlüsseln und etwas Langweile so zusammenbauen kann ;)


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Jeder kann malen!

Screenbrush ist eigentlich drei Programme in einem. Zum einen ist es ein Mal- und Zeichenprogramm, das jede Handbewegung exakt erfasst und den Nutzer so zu einem vollkommen neuen Malerlebnis führt. Mit welchen Werkzeugen dabei gearbeitet wird, ist nahezu es, Screenbrush unterstützt die Mail, das Grafiktablett oder auch den Touchscreen. Großflächige Hintergründe oder kleine Detailskizzen können mittels verschiedener Pinselstärken gezeichnet werden. Dabei verspricht die Software erstaunliche Genauigkeit und Präzision, sowie Effekte, die der klassischen Malerei in Nichts nachstehen.

screenbrush150Die zweite Funktion von Screenbrush ist die angebundene Community. Jeder, der ein Bild gemalt hat, kann es in eine Internet-Galerie laden und so der versammelten Künstlergemeinschaft zeigen. In der Regel, wenn sich künstlerische Absicht erkennen lässt, bekommen die Nachwuchs- und Hobbymaler auch positive und wertvolle Hinweise, wie sich eventuelle Feinheiten weiter herausstellen lassen. Außerdem gibt es ein Bewertungssystem. Mittels Sternchen können Bilder benotet werden.

Das dritte Highlight ist das wohl Beste: Wer mit seinem Kunstwerk vollends zufrieden ist, kann es als greifbares Produkt bestellen. Zum Beispiel als Leinwand oder als Kunstdruckposter. Damit ist Screenbrush das wohl erste Mal- und Grafikprogramm mit angeschlossenem Produktshop. Zu sehen und auszuprobieren ist die Software natürlich auch auf der modell-hobby-spiel. Sie finden Screenbrush in Halle 2, Stand N33.


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Jean Pütz: “Ich bin ein Ruhestandsverweigerer”

Herr Pütz, Sie sind ein wissbegieriger Journalist und Tüftler. Wann fing Ihre Begeisterung für Wissenschaftsthemen an und was genau macht diese Begeisterung aus?

Das hat schon als Kind angefangen. Meine Neugier hat mich getrieben. Mir sagte damals jemand, es gibt Dinge, die wird man nie komplett verstehen. Die Elektrizität etwa. Ab dem Zeitpunkt begann ich, bockig zu werden. Ich wollte allen zeigen, dass man doch alles verstehen kann. Und so fing ich an, zu basteln. Radios zum Beispiel. Das Programm habe ich dann mit alten Wehrmachtskopfhörern gehört. Das hat mich sehr interessiert.

Am 21. September werden Sie 74 Jahre alt. Nach wie vor arbeiten Sie und zeigen auf Ihren Pützmunter-Shows naturwissenschaftliche Experimente. Was treibt Sie an?

Es sind zwei Antriebe. Zum einen die Lust. Aber nur so viel, dass ich morgen auch noch Lust haben kann. Der zweite ist der Überlebenswille. Die meisten Rentner sterben sehr schnell, weil sie nicht wissen, dass es besser ist, sich nicht zur Ruhe zu setzen. Und das meine ich sowohl körperlich wie auch geistig. Ich mache auch heute noch Sport und habe auf meine alten Tage gelernt, mit dem Computer umzugehen. Ich bin ein Ruhestandsverweigerer, vor allem aus gesundheitlichen Gründen. Natürlich weiß ich trotzdem, wie Entspannung funktioniert. Ich komme beispielsweise gerade von einem fünfwöchigen Urlaub in Italien.

puetz300Sie vereinen die Begeisterung für viele Hobbys. Wenn Sie nur eines nennen könnten, worauf würden Sie sich konzentrieren?

Eigentlich müsste ich ja jetzt sagen, meine Familie und ich sind mein Hobby. Aber man kann es wohl darauf zusammenfassen, die Menschen zu informieren. Das war schon immer meine Absicht. Ich habe damals beim WDR die Redaktion Naturwissenschaft aufgebaut. Mir hat da keiner gesagt, was ich zu tun oder zu lassen hab. Ich habe aber immer eines gewusst: Wissen darf niemals Herrschaftswissen werden. Jeder hat das Recht darauf, komplizierte Dinge zu verstehen. Ich wollte nie die Großkopferten wie meine Professoren beeindrucken. Mir ging es immer darum, dem normalen Menschen zu zeigen, wie spannend und interessant Wissenschaft sein kann. Die Hobbythek habe ich damals als trojanisches Steckenpferd benutzt. Die Menschen, die meine Sendung einschalteten, hatte ich bereits als interessiertes Publikum gewonnen. Und wenn sie einmal bei mir waren, konnte ich ihnen auch gleich komplexe Zusammenhänge erklären.

Wenn Sie für jeden ein Recht auf Information fordern, wie stehen Sie dann zu freien Wissensdatenbanken wie etwa Wikipedia?

Ich halte sehr viel vom Brockhaus. Natürlich kann man sich auch Dinge über Wikipedia aneignen. Man sollte nur nicht alles glauben, was da steht oder annehmen, das wäre alles richtig. Ich schaue da selten rein, ich weiß gar nicht, was da über mich steht…

puetz3002Mitte Oktober bekommen Ihre Frau und Sie ein Mädchen. Mit welchem Hobby für Ihre Tochter wären Sie so richtig glücklich?

Es ist das erste Mal, dass die Nachfahren meiner Eltern ein Mädchen zeugen. Ich habe bisher zwei Jungs, der eine ist 50 und lebt in Straßburg, der andere ist zehn Jahre alt. Nun also kommt ein Mädchen dazu, worüber ich sehr glücklich bin. Ich möchte meine Kinder nicht so erziehen, dass sie das tun, was ich mache oder sich dafür interessieren. Allerdings würde ich mich freuen, wenn sie mal einen technisch-wissenschaftlichen Beruf erlernt. Wir haben mittlerweile einen extremen Mangel an Fachkräften in diesem Bereich. Deutschland braucht wieder Werte, die man exportieren kann. Allein vom Bürojob wird nichts, dann holen uns die Asiaten die Butter vom Brot.

Sie sind Schirmherr der modell-hobby-spiel. Welchen Stellenwert hat für Sie die modell-hobby-spiel und für wie wichtig halten Sie Hobby- und Bastelmessen allgemein?

Früher hieß es, “Wo man singt, da lass dich nieder”. Man könnte das Gleiche über das Spielen sagen. Spielen ist für Kinder sehr wichtig. Sie gewinnen die dritte Dimension hinzu, die ihnen auch ein 3D-Kino nicht bieten kann. Messen und speziell die Freizeitmessen sind sehr wichtig, um vor allem Kindern das Begreifen zu lernen.

Wie kann man Ihrer Meinung nach junge Menschen für das Basteln, Experimentieren und das Neugierigsein begeistern?

Das funktioniert über die Eltern. Sie haben die Verpflichtung, ihnen Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Dazu gehört eben auch, dass sich Vater oder Mutter mit ihren Kindern hinsetzen und einfach anfangen.

Was fällt Ihnen zu Leipzig ein?

Ich war früher schon auf den Industriemessen zur DDR-Zeit und bin seitdem sehr oft hier gewesen. Leipzig und die Messe sind wunderbar. Und seit der politischen Wende hat sich viel getan. Menschen brauchen Freiheit, sonst kann keine Kreativität entstehen. Und diesen Wandel spürt man.

Interview: Daniel Große. Fotos: Privat


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“We don’t make mistakes here, we just have happy accidents.”

Als der Maler Bob Ross am 4. Juli vor 15 Jahren starb, war er bereits eine Ikone für allerlei Menschen die dank seiner Maltechnik und der langlebigen Fernsehsendung “Joy of Painting” (416 Episoden) malen gelernt hatten. Doch der Tod setzte dem Mythos Bob Ross kein Ende. Im Gegenteil. Denn neben der “Bob Ross Inc.”, die sich seit dem Tod des Fernsehmalers um die Vermarktung von Ross-Produkten und -Kursen kümmert, lebt der Fernsehstar dank tausender Nerds heute ein ganz eigenes, spezielles Leben im Internet.

Bob RossBob Ross ist eine Internet-Ikone. Aufgrund seines Moderationsstils und seiner Afro-Frisur wird er selbst von Menschen verehrt, die eigentlich zu jung sind um ihn zu kennen, oder mit dem Malen wenig am Hut haben. Anspielungen auf Ross tauchen zu Hauf in Filmen auf, sein Gesicht (und seine Frisur) strahlt von unzähligen T-Shirts, auf YouTube gibt es hunderte Videos die den Maler auf sympathische Weise auf den Arm nehmen und in manchem Forum wird zu Wettbewerben aufgerufen die sich auf humorvolle Art mit Ross auseinander setzen und Titel wie “The Joy of Painting Bob Ross” (eine Anspielung an den Titel seiner Sendung, mit verdrehtem Wortwitz – so lautet der Titel der Sendung “Die Freude am Malen”, der Wettbewerbsname jedoch “Die Freude Bob Ross zu malen”) tragen.

Wer sich etwas ernsthafter mit Bob Ross beschäftigen möchte, der hat im Rahmen des Kreativtages auf der modell-hobby-spiel in diesem Jahr die Möglichkeit dazu. Denn in einstündigen Workshops kann man hier die Maltechnik von Bob Ross erlernen und am Ende ein fertiges Gemälde mit nach Hause zu nehmen.
Dabei sind die Kurse, wie auch die Fernsehsendung Joy of Painting, besonders für Einsteiger gedacht und garantieren ein künstlerisches Erfolgserlebnis binnen kurzer Zeit.
Und vielleicht treffen Sie dort ja nicht nur Gleichgesinnte, sondern auch Jemanden im Bob Ross-Pullover …

Übrigens: Der Titel dieses Textes stammt von Ross selbst und gehört zu einem seiner oft genutzten Phrasen – “Wir machen hier keine Fehler, uns passieren nur glückliche Unfälle!”. Ross glaubte daran, dass Jeder Spaß am Malen haben kann, und auch Malen kann. Beweisen Sie es – beim Besuch auf der modell-hobby-spiel!


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Ich puzzle Dich!

Was gibt es individuelleres als Produkte vom eigenen Foto? Nach der Tasse, dem T-Shirt oder dem Poster werden auch Puzzles mit dem selbst geschossenen Fotomotiv immer beliebter. Zur 15. modell-hobby-spiel stellt das Unternehmen puzzle & play nun eine Weltneuheit aus: Ein Fotopuzzle in Herzform.

herzGenau 600 Teile hat so ein Puzzle. Ob Kinderfoto, ein dicker Knutscher für den Schatz oder der Vierbeiner des Vertrauens – der Gestaltungsmöglichkeit sind keine Grenzen gesetzt. Was immer bleibt, ist die herzige Form, die auf unnachahmliche Weise deutlich macht: “Ich liebe Dich”. Bei einer Größe von 56 x 47 Zentimetern bleibt der Heiratsantrag, die Liebeserklärung oder das herzliche Dankeschön auch nicht ungesehen. Infos dazu und zur individuellen Gestaltung des Covers gibt’s am Stand von puzzle & play. Vielleicht heißt es dann ja auch schon bald bei Ihnen: “Ich puzzle Dich!”


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Audi mit Faltdach

Eigentlich beschäftigt sich Grafikdesigner Taras Lesko von Berufswegen eher mit virtuellen Dingen – er baut Autos, Figuren und Gebäude für Computer-Spiele. Als er jedoch am Videospiel „Forza Motorsport 3“ mitwirkte sah er sich plötzlich von lauter Auto-Enthusiasten umgeben, und das wirkte faszinierend und ansteckend zugleich.

Taras LeskoSo bewies Taras, dass er nicht nur flinke Finger an der Tastatur hat, sondern sich auch gern handwerklich austobt – in ihm entstand der Gedanke, das Computerspielmodell, welches er entwicklete, aus der virtuellen in die reale Welt zu bringen. Am PC entworfen, ausgedruckt und los gebastelt: Gefaltet, geklebt und gesteckt präsentiert sich der Audi R8 als wahrer Herr der Ringe. Salopp gesagt: The american way of Origami. Der Respekt seiner Kollegen war ihm sicher. Und weil Taras auch sonst ein ganz Schneller ist, hat der Kreativbastler nebenbei noch ein Zeitraffer-Video mit hochgeladen. Also Augen auf und genau hinsehen, wie es gemacht wird:

Mehr Bilder vom außergewöhnlichen Audi R8 gibt es auf der Website von Taras.


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Machen lassen: Stoff, Papier und Spiele mit eigenen Motiven

Die Kreativität ist das eine – sie kommt und geht, blüht auf oder verwelkt. Sie ist der launische Partner mit dem man gut auskommt, den man manchmal aber auch hasst. Sie ist wie dieser Sommer – mal glühend heiß, mal bitter kalt.
Aber sie kommt. Was selten kommt, aber oft fehlt und damit der Kreativität ab und an einen Rahmen setzt, ist das Geschick. Geschick bedarf es dazu die illustrative Idee eines Quilts, eines besonderen Sofa-Bezugs, einer speziell aussehenden Wand oder eines eigenen Teppichs Realität werden zu lassen. Wer hat schon einen Webstuhl zu Hause für den Teppich? Oder den notwendig großen Drucker, um Poster oder Tapeten zu drucken?

Nun, das Internet kann hier helfen.
Das Zauberwort im modernen Internet nennt sich “Mass Customization”. Hinter dem englischen Begriff verbirgt sich ein wunderbarer Dienst – der nämlich, dass Sie etwas entwerfen, und von einem Unternehmen in kleiner Stückzahl produzieren lassen. Im Grunde genommen kennt man das aus alten Zeiten bereits: Früher gab es keine Möbelhäuser, sondern Schreiner. Man ging zu einem, erklärte ihm man wolle seinen Kleiderschranke drei Meter lang, zwei Meter hoch und einen Meter tief, und auf der linken Tür solle bitte das Familienwappen aus Holz aufgesetzt werden. Das ist “Mass Customization” – ein Anbieter, der darauf spezialisiert ist bestimmte Dinge zu fertigen – Schränke, Teppiche, … -, aber bei der Produktion individuelle Wünsche einbringen kann. Ein neu beim Händler bestelltes Auto wäre ein modernes Beispiel – die Grundkonfiguration aus vier Rädern, einem Motor und dem Mercedes-Stern auf dem Kühlergrill ist stets vorhanden, den Rest bestimmen Sie selbst.

Wenn nun der eigenen Kreativität durch das handwerkliche Geschick ein Rahmen gesetzt wird, den es zu sprengen lohnt, so trifft man im Internet auf Anbieter, die diesen Rahmen sprengen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer eigenen Tapete? Oder einem selbst gestalteten Teppich? Wie wäre es, wenn Sie das gesuchte Stoffmuster nicht in Dutzenden Läden suchen, sondern einfach im Internet gestalten und bestellen können?
Kein Problem! Spezialisierte Anbieter machen es möglich.

Wir haben für Sie einige vertrauenswürdige Anbieter aus Deutschland zusammen gestellt, bei denen Sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, und die für Sie Stoffe, Teppiche und mehr bedrucken:
stoffn & Stoff-Schmie.de – Stoffe mit eigenem Muster bedrucken
Juicywalls – Tapete mit Wunschmuster bedrucken lassen
Carpet Center – Einen Teppich nach eigenem Wunsch gestalten
pluddel – Geschenkpapier mit eigenem Muster versehen
Aktionslicht – Eigenes Muster für Lampenschirme gestalten
Design Skins – Eigenes Muster auf Kleber für Notebook, Handy, …
Brixels – Eigenes Bild als Mosaik aus Lego-Steinen
Woonio – Möbel (Tische & Stühle) selbst gestalten
MicroDwarf – Kleine Figuren mit eigenem Gesicht vom Foto
Puzzle Straße – Puzzle mit selbst bestimmbaren Motiven
Mein Kartenspiel – Kartenspiel – Quartett, Skat, Poker, .. – mit eigenen Fotos


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Farbe, Kleister, Tapete, …

Ich mag es. Das davor, das während dessen, und auch die ersten Monate danach.
Umziehen.
Ich mache es gerade. Der Monat August steht bei meiner Familie – immerhin Mann, Frau, drei Kinder, zwei Hunde und zwei Hasen (im Außengehege) – im Zeichen des Umzugs.
Was ich daran mag: Der Zwang zur Neugestaltung. Ganz weiße Wände will man dann ja trotz des Sinns für helle Ästhetik nicht haben, und unter normalen Wohnumständen macht man es ja nur selten – das vollständige umräumen, neu tapezieren und malern. Umziehen ist ausbrechen. Aus den eigenen Grenzen, dem Gewohnten. Das Eintauchen in neue Wände erweitert immer auch ein wenig den Geist und die Phantasie – Ideen zu Farbgebungen sind neu, weil man auf neue Lichtverhältnisse oder Bodenbelege stößt, beim Bummel durch den Baumarkt neue Tapeten entdeckt oder durch die Anordnung der Wände neue Gestaltungsspielräume erhält. Bilderrahmen werden endlich einmal wieder mit aktuelleren Bildern bestückt und neu zusammen gestellt. Es macht Arbeit – aber auch jede Menge Spaß.

Inspiration für das neue Wohnabenteur holen wir uns aus Katalogen, Freunden und auch aus der Natur. Darüber hinaus ertappe ich mich in den letzten Wochen immer wieder dabei, auf Weblogs wie dem von Emma Fexeus oder Portalen wie So leb ich herum zu surfen. Emma sammelt in ihrem Weblog jede Menge Wohnungsbilder mit Stil, und auf “So leb ich” kann jeder der mag die Bilder seiner eigenen Wohnung hochladen. Perfekt, um sich einmal in anderen Wohnungen umzuschauen, und inspirieren zu lassen – auch außerhalb der eigenen Umzugsplanung ;)


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Cornflakes-Packung mit zweitem Leben

Als wir in den letzten Wochen Themen für den Start unseres Magazins hobby360 zusammen getragen haben, dachten wir beim Starttermin “02. August” an Sommer, Sonne und heiße Temperaturen. Wer konnte ahnen, dass aus diesem ersten Montag im August ein regnerisch-graues Meisterwerk werden würde?
Aber keine Sorge. Natürlich haben wir auch ein paar Ideen für derlei Tage für Sie – oder besser: Für den kleinen Bastel-Nachwuchs, der gezwungen ist, trotz “Sommers” im Haus zu bleiben.
Wie wäre es mit einer selbstgebauten kleinen Murmelbahn, die ihr daheim in einer Cornflakes-Schachtel findet?

Sicherlich haben Sie noch ein paar Murmeln irgendwo rumliegen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, schauen Sie einmal in der Küchenschublade ganz rechts (oder links), da wo sich all dieses Zeug sammelt für das man anderswo keinen Platz hat! Sie haben keine solche Schublade? Nicht in der Küche! Aber dann bestimmt im Flur. Oder in der Kommode im Schlafzimmer. Schauen Sie einmal nach. Wir brauchen ein paar Murmeln!
Wenn Sie sicher keine haben, nehmen Sie etwas Aluminiumfolie und machen Sie ein paar.

Als nächstes benötigen wir eine Cornflakes-Packung. Und sagen Sie jetzt nicht, sie hätten keine!
Zur Not gehen Sie schnell zum Laden um die Ecke und besorgen Sie sich eine – die Cornflakes benötigen Sie nicht, aber die halten auch noch eine Weile …

Jetzt benötigen Sie noch eine Schere, etwas Klebeband und einen kleinen Karton, auf dem Sie der Cornflakes-Schachtel sicheren Halt geben können – ein Fundament also.
Jetzt folgt ein klein wenig Schnippel- und Klebearbeit.

cornflakes-desc

Wenn Ihnen unser Bild nicht reicht als Anleitung, dann schauen Sie sich die Bild-für-Bild-Anleitung von Joel Henriques an. Joel hatte übrigens nicht nur die Idee zu dieser wunderbaren Kugelbahn – in seinem Weblog stellt der US-Amerikaner jede Menge kleine, schnelle Ideen vor, die man mit Kindern basteln, heimwerken und spielen kann (selbst, wenn Sie des Englisch nicht mächtig sind: Schauen Sie es sich an, die Bebilderung reicht in den meisten Fällen um die Idee zu verstehen).

Haben Sie noch andere Ideen, welches Leben nach dem Verzehrungstod man einer Cornflakes-Packung zuteil kommen lassen kann? Verraten Sie sie uns, wir sind gespannt!


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Malen, schneiden, kleben

Malen, kleben, airbrushen – Möglichkeiten, sich kreativ zu beschäftigen gibt es auf der modell-hobby-spiel mehr als genug. Die gesamte Halle 2 verwandelt sich regelmäßig zur Messe in eine große Bastelstube. Kommen Sie mit und lassen Sie sich inspirieren.


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Anne Liebler ist die hobbyschneiderin.net

Wenn es ein Forum für kreatives Gestalten in Deutschland gibt, dann ist es das von Anne Liebler. Die 48-Jährige betreibt die Website und das Forum hobbyschneiderin.net. Seit 2001 und mit unbeschreiblichem Erfolg. Obwohl, beschreiben kann man den Erfolg, ja sogar beziffern. Aber der Reihe nach.

hobbyschneiderin_240Vor 48 Jahren wurde Anne Liebler in Pirna geboren. Heute, nachdem sie quasi einmal quer durch Deutschland gezogen ist und unter anderem in Stralsund lebte, wohnt die vierfache Mutter in Aachen. Als sie im Erziehungsurlaub war, keimte in ihr eine Idee. „Ich wollte die Zeit zu Hause nicht nur für die Kinder verbringen, sondern suchte eine ernsthafte Beschäftigung“, berichtet Anne Liebler. Also warf sie all ihre Kenntnisse in die Waagschale. Und das sind nicht wenige. In Pirna hatte sie sich bereits zu DDR-Zeiten mit der künstlerischen Verarbeitung textiler Stoffe beschäftigt und auch Arbeitsgemeinschaften geleitet. Das Nähen und Stricken blieb ihr Hobby. Später arbeitete sie unter anderem im Sozialamt, kommunizierte dort viel mit Menschen. „Also legte ich Hobby und Kommunikation zusammen und nutzte die Möglichkeiten, die mir das Internet bot“, sagt sie.

Aus ihrem Forum, das sie von Anfang an auf der Domain hobbyschneiderin.net betreibt, entwickelte sich sehr schnell eine lebendige Plattform. „Ich war selbst erstaunt, in welchem Tempo das ging. Immer mehr Nutzer meldeten sich an, es wurde diskutiert und gefachsimpelt. Diese Entwicklung war auf jeden Fall nicht zielgerichtet. Als ich aber merkte, dass nach so einem Forum gesucht wurde, habe ich auch fleißig daran gearbeitet.

Eine Idee, die auch dem Verlag Aenne Burda gefiel. Der Verlag mit dem Namen von Zeitschriftenverlegerin und „Königin der Mode“ plante zu diesem Zeitpunkt gerade eine neue Website mit Community-Anbindung. Den Burda-Mitarbeitern gefiel, was Anne Liebler auf die Beine stellte und verpflichtete sie als Forenbetreuerin. Noch heute ist sie für Burda freiberuflich tätig, gibt Tipps und knüpft ein soziales Netz, weiß immer, wer auf seinem Gebiet der oder die Beste ist.

Auch mit Händlern und der Industrie arbeitet die Hobbyschneiderin zusammen. „Gerade die Industrie, also die Hersteller, haben die Erfahrung machen müssen, dass viele ihrer tollen Produkte gar nicht beim Verbraucher ankommen. Und wenn doch, dann wissen die wenigsten, was man mit ihnen machen kann. Hier helfe ich und erkläre die Dinge, schreibe Artikel darüber“, erzählt sie und vergleicht es mit einer Messe: „Eigentlich mache ich das, was auf einer Messe passiert, nur eben virtuell und 24 Stunden am Tag.“

Ihr eigenes, geknüpftes, soziales Netz funktioniert inzwischen so gut, dass sie sich im Forum selbst immer mehr als Mittlerin sieht. „Ich habe ein gutes Personengedächtnis und weiß zum Beispiel, dass ich eine Textilchemikerin im Forum habe, die genau erklären kann, warum sich rote Textilien beim Bügeln verfärben. Es ist ein großes Geben und Nehmen geworden. Und genau das reizt mich an der Arbeit“, meint sie. Nahezu von Anfang an mit dabei ist ihr Partner Peter Schaefer. Er und Kollege Michael Abel kümmern sich um die Technik und teilweise auch um das Inhaltliche. „Wir sagen immer, wir können nicht für gutes Wetter sorgen, wohl aber für ein angenehmes Klima“, so Anne Liebler.

Wichtig ist für sie auch, die Benutzer ihres Forums persönlich zu treffen. „Ich will die Leute sehen, ihre Sprachmelodie hören, die Lachfalten erahnen, die sie womöglich beim Schreiben eines lustigen Beitrages hatten. Solche Treffen sind ganz entscheidend, um aus den Namen Persönlichkeiten werden zu lassen. Und wenn es dazu dient, einzuschätzen, wen man gar nicht mag, ist das auch ein Gewinn“, erläutert sie.

Kennenlernen kann man Anne Liebler während der modell-hobby-spiel in Leipzig, wenn sie am Stand des Kreativ- und Strick-Cafés in Halle 2, am Stand H50/J51 zugegen sein wird. „Ich finde die Arbeit, die dort gemacht wird und das Ambiente des Ladens wunderbar. Da steckt ganz viel Potenzial drin. Der Kommerz tritt hier in den Hintergrund. Nicht selten sind die Damen dort auch Ansprechpartner für ganz alltägliche Probleme. In der heutigen Zeit denken alle, dass die Do-it-yourself Welle gerade beginnt und Dawanda wird als ein Beleg genommen,wie viele wieder kreativ tätig sind. In vielen Presseartikeln kann man das finden und immer wieder wird vermittelt, dass diese Bewegung aus Amerika kommt. Dabei hat gerade Leipzig, die Stadt der modell-hobby-spiel – mit dem Buchverlag für die Frau einen ganz wunderbaren Verlag, der noch heute Handarbeitsbücher herstellt. Das haben nur die meisten vergessen“, gibt sie zu bedenken.

Das Internet wäre eine sehr gute Gelegenheit, die reale Welt mit der virtuellen zu verbinden. „Das Internet ist das Medium für die Frau, sage ich immer. Frauen sind kommunikativer. Wenn sie allerdings in beruflichem Stress stehen oder – was noch schlimmer ist – keine Arbeit mehr haben oder aus jener durch Erziehungszeiten oder auch Pflegezeiten für Angehörige ausgestiegen sind, pflegen sie irgendwann ihr soziales Netzwerk nicht mehr. So geben sie sich demütig ihrem Schicksal hin. Sie wollen niemanden stören und der Alltag (be)kleid(t)et sie – in Jogginghose und Schlabber-Shirt. Das Forum hat den Vorteil, dass man wieder eine Verbindung mit Anderen bekommt. Und irgendwann raus kommt aus der Demut. Dann will man vielleicht den anderen Mitgliedern zeigen, was man schickes genäht hat. Macht sich selbst wieder zurecht für das Foto und trifft die virtuellen Kontakte ganz real auf einer Messe“, beschreibt sie ein mögliches Szenario.

Mit ihren 51.000 Mitgliedern, die bereits über 100.000 Einträge und eine Millionen Antworten verfasst haben, vereint sie alle sozialen und beruflichen Schichten. Adlige Frauen, Richterinnen und Leute ohne Bildung würden gemeinsam kommunizieren. „Es gibt keine Barriere, die Mitglieder sind über die Themen miteinander verbunden. Oft entstehen daraus wirklich Realkontakte. Das ist für mich sehr wichtig. Es wird ja nicht nur übers Stricken und Nähen erzählt. Das menschelt ganz schön, wie man sagt. Es gibt ganz viele Tage, an denen ich wahnsinnig dankbar dafür bin, was ich hier machen darf.“


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Von Wollschweinen und Kampfwürsten

Zugegeben, wir als männliche Blogautoren können mit dem Hobby Stricken nicht all zu viel anfangen. Aber glücklicherweise gibt es ja Frauen, die uns von diesem offenbar wunderbaren Hobby etwas erzählen können. Pia Ziefle etwa. Die Bloggerin mit Hang zu lustigen Gedichten, Teilzeit-Journalistin und dreifache Mutter lebt in einem kleinen 700-Seelen-Dorf bei Tübingen. Und strickt dort Wollschweine und Kampfwürste.

stricktier_pia„Zum Stricken gekommen bin ich Ende der 80er Jahre. Ich war eine der Schülerinnen, die es wohl in jeder Schulklasse gab. Die, die hinten in der letzten Bankreihe saßen und heimlich unter dem Tisch gestrickt haben“, sagt die heute 35-Jährige. Jetzt, mit drei Kindern, hat sie das Stricken wieder entdeckt und konzentriert sich dabei auf Schweine und lange Würste. Letztere seien multifunktionell einsetzbar. „Eigentlich sind das so Zugluftstopper, die man vor Fenster oder Türen legen kann. Meine Kinder nutzen sie aber auch gern zum Toben. Man kann damit prima um sich schlagen, ohne jemanden zu verletzen. Darum auch der Name Kampfwürste“, lacht Pia. Man kann die Würste aber auch als Kuscheltiere für Babys oder etwa als Buchstütze zum leichteren Lesen im Bett verwenden.

Auf die Idee, auch Schweine zu stricken, kam Pia, weil sie „recht einfach zu stricken sind“, wie sie sagt. Außerdem kämen die Strickschweine gut bei Kindern an. „In den Spielzeugabteilungen gibt es auch meist keine Kuschelschweine. Löwen, Eisbären, Robben und so weiter finden sich, aber eben keine Schweine. Ich vermute also, dass es schweinemäßig Bedarf gibt“, scherzt sie.

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Bei den Materialien setzt sie auf rein ökologisch produzierte Naturfasern. „Kinder nehmen ja quasi alles in den Mund, darum sind die von mir verarbeiteten Materialien entweder pflanzlich oder gar nicht gefärbt“, erzählt Pia. Die Wolle bezieht sie vom benachbarten Öko-Bauern. Beim Verstricken gebe es zwar keine Unterschiede zwischen naturbelassener und chemisch behandelter Wolle: „Aber das Grundgefühl ist einfach an anderes. Ich finde es einfach schöner, wenn die Wolle nach Schaf riecht und nicht nach Fernost.“

Alle Produkte, die Pia auch verkauft, entstehen in Handarbeit. „Es gibt ein paar Tricks, so habe ich mir beispielsweise Schablonen gebaut. Aber eine Schweinestrickmaschine steht noch nicht bei mir und ist auch nicht in Planung“, lacht sie. Das Stricken mache einen Großteil ihrer Freizeit aus. „Das ist etwas, das man gut nebenher machen kann. Den Kinder gefällt es und sie setzen sich meist zu mir, um mitzumachen oder zu basteln“, sagt Pia.

Das Thema Handarbeit ist natürlich auch auf der modell-hobby-spiel vertreten. So wird auf der Bühne ein Schnellstrick-Wettbewerb mit Riesennadeln stattfinden. Zudem gibt es genähte Spiele zum Ausprobieren sowie allerlei Möglichkeiten, selbst tätig zu werden. Etwa in Halle 2 beim Leipziger Kreativ- und Strickcafe.


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