http://www.hobby360.de http://www.hobby360.de http://www.modell-hobby-spiel.de

Farbe, Kleister, Tapete, …

Ich mag es. Das davor, das während dessen, und auch die ersten Monate danach.
Umziehen.
Ich mache es gerade. Der Monat August steht bei meiner Familie – immerhin Mann, Frau, drei Kinder, zwei Hunde und zwei Hasen (im Außengehege) – im Zeichen des Umzugs.
Was ich daran mag: Der Zwang zur Neugestaltung. Ganz weiße Wände will man dann ja trotz des Sinns für helle Ästhetik nicht haben, und unter normalen Wohnumständen macht man es ja nur selten – das vollständige umräumen, neu tapezieren und malern. Umziehen ist ausbrechen. Aus den eigenen Grenzen, dem Gewohnten. Das Eintauchen in neue Wände erweitert immer auch ein wenig den Geist und die Phantasie – Ideen zu Farbgebungen sind neu, weil man auf neue Lichtverhältnisse oder Bodenbelege stößt, beim Bummel durch den Baumarkt neue Tapeten entdeckt oder durch die Anordnung der Wände neue Gestaltungsspielräume erhält. Bilderrahmen werden endlich einmal wieder mit aktuelleren Bildern bestückt und neu zusammen gestellt. Es macht Arbeit – aber auch jede Menge Spaß.

Inspiration für das neue Wohnabenteur holen wir uns aus Katalogen, Freunden und auch aus der Natur. Darüber hinaus ertappe ich mich in den letzten Wochen immer wieder dabei, auf Weblogs wie dem von Emma Fexeus oder Portalen wie So leb ich herum zu surfen. Emma sammelt in ihrem Weblog jede Menge Wohnungsbilder mit Stil, und auf “So leb ich” kann jeder der mag die Bilder seiner eigenen Wohnung hochladen. Perfekt, um sich einmal in anderen Wohnungen umzuschauen, und inspirieren zu lassen – auch außerhalb der eigenen Umzugsplanung ;)


Einen Kommentar schreiben!

Cornflakes-Packung mit zweitem Leben

Als wir in den letzten Wochen Themen für den Start unseres Magazins hobby360 zusammen getragen haben, dachten wir beim Starttermin “02. August” an Sommer, Sonne und heiße Temperaturen. Wer konnte ahnen, dass aus diesem ersten Montag im August ein regnerisch-graues Meisterwerk werden würde?
Aber keine Sorge. Natürlich haben wir auch ein paar Ideen für derlei Tage für Sie – oder besser: Für den kleinen Bastel-Nachwuchs, der gezwungen ist, trotz “Sommers” im Haus zu bleiben.
Wie wäre es mit einer selbstgebauten kleinen Murmelbahn, die ihr daheim in einer Cornflakes-Schachtel findet?

Sicherlich haben Sie noch ein paar Murmeln irgendwo rumliegen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, schauen Sie einmal in der Küchenschublade ganz rechts (oder links), da wo sich all dieses Zeug sammelt für das man anderswo keinen Platz hat! Sie haben keine solche Schublade? Nicht in der Küche! Aber dann bestimmt im Flur. Oder in der Kommode im Schlafzimmer. Schauen Sie einmal nach. Wir brauchen ein paar Murmeln!
Wenn Sie sicher keine haben, nehmen Sie etwas Aluminiumfolie und machen Sie ein paar.

Als nächstes benötigen wir eine Cornflakes-Packung. Und sagen Sie jetzt nicht, sie hätten keine!
Zur Not gehen Sie schnell zum Laden um die Ecke und besorgen Sie sich eine – die Cornflakes benötigen Sie nicht, aber die halten auch noch eine Weile …

Jetzt benötigen Sie noch eine Schere, etwas Klebeband und einen kleinen Karton, auf dem Sie der Cornflakes-Schachtel sicheren Halt geben können – ein Fundament also.
Jetzt folgt ein klein wenig Schnippel- und Klebearbeit.

cornflakes-desc

Wenn Ihnen unser Bild nicht reicht als Anleitung, dann schauen Sie sich die Bild-für-Bild-Anleitung von Joel Henriques an. Joel hatte übrigens nicht nur die Idee zu dieser wunderbaren Kugelbahn – in seinem Weblog stellt der US-Amerikaner jede Menge kleine, schnelle Ideen vor, die man mit Kindern basteln, heimwerken und spielen kann (selbst, wenn Sie des Englisch nicht mächtig sind: Schauen Sie es sich an, die Bebilderung reicht in den meisten Fällen um die Idee zu verstehen).

Haben Sie noch andere Ideen, welches Leben nach dem Verzehrungstod man einer Cornflakes-Packung zuteil kommen lassen kann? Verraten Sie sie uns, wir sind gespannt!


Einen Kommentar schreiben!

Malen, schneiden, kleben

Malen, kleben, airbrushen – Möglichkeiten, sich kreativ zu beschäftigen gibt es auf der modell-hobby-spiel mehr als genug. Die gesamte Halle 2 verwandelt sich regelmäßig zur Messe in eine große Bastelstube. Kommen Sie mit und lassen Sie sich inspirieren.


Einen Kommentar schreiben!

Anne Liebler ist die hobbyschneiderin.net

Wenn es ein Forum für kreatives Gestalten in Deutschland gibt, dann ist es das von Anne Liebler. Die 48-Jährige betreibt die Website und das Forum hobbyschneiderin.net. Seit 2001 und mit unbeschreiblichem Erfolg. Obwohl, beschreiben kann man den Erfolg, ja sogar beziffern. Aber der Reihe nach.

hobbyschneiderin_240Vor 48 Jahren wurde Anne Liebler in Pirna geboren. Heute, nachdem sie quasi einmal quer durch Deutschland gezogen ist und unter anderem in Stralsund lebte, wohnt die vierfache Mutter in Aachen. Als sie im Erziehungsurlaub war, keimte in ihr eine Idee. „Ich wollte die Zeit zu Hause nicht nur für die Kinder verbringen, sondern suchte eine ernsthafte Beschäftigung“, berichtet Anne Liebler. Also warf sie all ihre Kenntnisse in die Waagschale. Und das sind nicht wenige. In Pirna hatte sie sich bereits zu DDR-Zeiten mit der künstlerischen Verarbeitung textiler Stoffe beschäftigt und auch Arbeitsgemeinschaften geleitet. Das Nähen und Stricken blieb ihr Hobby. Später arbeitete sie unter anderem im Sozialamt, kommunizierte dort viel mit Menschen. „Also legte ich Hobby und Kommunikation zusammen und nutzte die Möglichkeiten, die mir das Internet bot“, sagt sie.

Aus ihrem Forum, das sie von Anfang an auf der Domain hobbyschneiderin.net betreibt, entwickelte sich sehr schnell eine lebendige Plattform. „Ich war selbst erstaunt, in welchem Tempo das ging. Immer mehr Nutzer meldeten sich an, es wurde diskutiert und gefachsimpelt. Diese Entwicklung war auf jeden Fall nicht zielgerichtet. Als ich aber merkte, dass nach so einem Forum gesucht wurde, habe ich auch fleißig daran gearbeitet.

Eine Idee, die auch dem Verlag Aenne Burda gefiel. Der Verlag mit dem Namen von Zeitschriftenverlegerin und „Königin der Mode“ plante zu diesem Zeitpunkt gerade eine neue Website mit Community-Anbindung. Den Burda-Mitarbeitern gefiel, was Anne Liebler auf die Beine stellte und verpflichtete sie als Forenbetreuerin. Noch heute ist sie für Burda freiberuflich tätig, gibt Tipps und knüpft ein soziales Netz, weiß immer, wer auf seinem Gebiet der oder die Beste ist.

Auch mit Händlern und der Industrie arbeitet die Hobbyschneiderin zusammen. „Gerade die Industrie, also die Hersteller, haben die Erfahrung machen müssen, dass viele ihrer tollen Produkte gar nicht beim Verbraucher ankommen. Und wenn doch, dann wissen die wenigsten, was man mit ihnen machen kann. Hier helfe ich und erkläre die Dinge, schreibe Artikel darüber“, erzählt sie und vergleicht es mit einer Messe: „Eigentlich mache ich das, was auf einer Messe passiert, nur eben virtuell und 24 Stunden am Tag.“

Ihr eigenes, geknüpftes, soziales Netz funktioniert inzwischen so gut, dass sie sich im Forum selbst immer mehr als Mittlerin sieht. „Ich habe ein gutes Personengedächtnis und weiß zum Beispiel, dass ich eine Textilchemikerin im Forum habe, die genau erklären kann, warum sich rote Textilien beim Bügeln verfärben. Es ist ein großes Geben und Nehmen geworden. Und genau das reizt mich an der Arbeit“, meint sie. Nahezu von Anfang an mit dabei ist ihr Partner Peter Schaefer. Er und Kollege Michael Abel kümmern sich um die Technik und teilweise auch um das Inhaltliche. „Wir sagen immer, wir können nicht für gutes Wetter sorgen, wohl aber für ein angenehmes Klima“, so Anne Liebler.

Wichtig ist für sie auch, die Benutzer ihres Forums persönlich zu treffen. „Ich will die Leute sehen, ihre Sprachmelodie hören, die Lachfalten erahnen, die sie womöglich beim Schreiben eines lustigen Beitrages hatten. Solche Treffen sind ganz entscheidend, um aus den Namen Persönlichkeiten werden zu lassen. Und wenn es dazu dient, einzuschätzen, wen man gar nicht mag, ist das auch ein Gewinn“, erläutert sie.

Kennenlernen kann man Anne Liebler während der modell-hobby-spiel in Leipzig, wenn sie am Stand des Kreativ- und Strick-Cafés in Halle 2, am Stand H50/J51 zugegen sein wird. „Ich finde die Arbeit, die dort gemacht wird und das Ambiente des Ladens wunderbar. Da steckt ganz viel Potenzial drin. Der Kommerz tritt hier in den Hintergrund. Nicht selten sind die Damen dort auch Ansprechpartner für ganz alltägliche Probleme. In der heutigen Zeit denken alle, dass die Do-it-yourself Welle gerade beginnt und Dawanda wird als ein Beleg genommen,wie viele wieder kreativ tätig sind. In vielen Presseartikeln kann man das finden und immer wieder wird vermittelt, dass diese Bewegung aus Amerika kommt. Dabei hat gerade Leipzig, die Stadt der modell-hobby-spiel – mit dem Buchverlag für die Frau einen ganz wunderbaren Verlag, der noch heute Handarbeitsbücher herstellt. Das haben nur die meisten vergessen“, gibt sie zu bedenken.

Das Internet wäre eine sehr gute Gelegenheit, die reale Welt mit der virtuellen zu verbinden. „Das Internet ist das Medium für die Frau, sage ich immer. Frauen sind kommunikativer. Wenn sie allerdings in beruflichem Stress stehen oder – was noch schlimmer ist – keine Arbeit mehr haben oder aus jener durch Erziehungszeiten oder auch Pflegezeiten für Angehörige ausgestiegen sind, pflegen sie irgendwann ihr soziales Netzwerk nicht mehr. So geben sie sich demütig ihrem Schicksal hin. Sie wollen niemanden stören und der Alltag (be)kleid(t)et sie – in Jogginghose und Schlabber-Shirt. Das Forum hat den Vorteil, dass man wieder eine Verbindung mit Anderen bekommt. Und irgendwann raus kommt aus der Demut. Dann will man vielleicht den anderen Mitgliedern zeigen, was man schickes genäht hat. Macht sich selbst wieder zurecht für das Foto und trifft die virtuellen Kontakte ganz real auf einer Messe“, beschreibt sie ein mögliches Szenario.

Mit ihren 51.000 Mitgliedern, die bereits über 100.000 Einträge und eine Millionen Antworten verfasst haben, vereint sie alle sozialen und beruflichen Schichten. Adlige Frauen, Richterinnen und Leute ohne Bildung würden gemeinsam kommunizieren. „Es gibt keine Barriere, die Mitglieder sind über die Themen miteinander verbunden. Oft entstehen daraus wirklich Realkontakte. Das ist für mich sehr wichtig. Es wird ja nicht nur übers Stricken und Nähen erzählt. Das menschelt ganz schön, wie man sagt. Es gibt ganz viele Tage, an denen ich wahnsinnig dankbar dafür bin, was ich hier machen darf.“


2 Kommentare bisher

Von Wollschweinen und Kampfwürsten

Zugegeben, wir als männliche Blogautoren können mit dem Hobby Stricken nicht all zu viel anfangen. Aber glücklicherweise gibt es ja Frauen, die uns von diesem offenbar wunderbaren Hobby etwas erzählen können. Pia Ziefle etwa. Die Bloggerin mit Hang zu lustigen Gedichten, Teilzeit-Journalistin und dreifache Mutter lebt in einem kleinen 700-Seelen-Dorf bei Tübingen. Und strickt dort Wollschweine und Kampfwürste.

stricktier_pia„Zum Stricken gekommen bin ich Ende der 80er Jahre. Ich war eine der Schülerinnen, die es wohl in jeder Schulklasse gab. Die, die hinten in der letzten Bankreihe saßen und heimlich unter dem Tisch gestrickt haben“, sagt die heute 35-Jährige. Jetzt, mit drei Kindern, hat sie das Stricken wieder entdeckt und konzentriert sich dabei auf Schweine und lange Würste. Letztere seien multifunktionell einsetzbar. „Eigentlich sind das so Zugluftstopper, die man vor Fenster oder Türen legen kann. Meine Kinder nutzen sie aber auch gern zum Toben. Man kann damit prima um sich schlagen, ohne jemanden zu verletzen. Darum auch der Name Kampfwürste“, lacht Pia. Man kann die Würste aber auch als Kuscheltiere für Babys oder etwa als Buchstütze zum leichteren Lesen im Bett verwenden.

Auf die Idee, auch Schweine zu stricken, kam Pia, weil sie „recht einfach zu stricken sind“, wie sie sagt. Außerdem kämen die Strickschweine gut bei Kindern an. „In den Spielzeugabteilungen gibt es auch meist keine Kuschelschweine. Löwen, Eisbären, Robben und so weiter finden sich, aber eben keine Schweine. Ich vermute also, dass es schweinemäßig Bedarf gibt“, scherzt sie.

stricktier_beistell

Bei den Materialien setzt sie auf rein ökologisch produzierte Naturfasern. „Kinder nehmen ja quasi alles in den Mund, darum sind die von mir verarbeiteten Materialien entweder pflanzlich oder gar nicht gefärbt“, erzählt Pia. Die Wolle bezieht sie vom benachbarten Öko-Bauern. Beim Verstricken gebe es zwar keine Unterschiede zwischen naturbelassener und chemisch behandelter Wolle: „Aber das Grundgefühl ist einfach an anderes. Ich finde es einfach schöner, wenn die Wolle nach Schaf riecht und nicht nach Fernost.“

Alle Produkte, die Pia auch verkauft, entstehen in Handarbeit. „Es gibt ein paar Tricks, so habe ich mir beispielsweise Schablonen gebaut. Aber eine Schweinestrickmaschine steht noch nicht bei mir und ist auch nicht in Planung“, lacht sie. Das Stricken mache einen Großteil ihrer Freizeit aus. „Das ist etwas, das man gut nebenher machen kann. Den Kinder gefällt es und sie setzen sich meist zu mir, um mitzumachen oder zu basteln“, sagt Pia.

Das Thema Handarbeit ist natürlich auch auf der modell-hobby-spiel vertreten. So wird auf der Bühne ein Schnellstrick-Wettbewerb mit Riesennadeln stattfinden. Zudem gibt es genähte Spiele zum Ausprobieren sowie allerlei Möglichkeiten, selbst tätig zu werden. Etwa in Halle 2 beim Leipziger Kreativ- und Strickcafe.


Einen Kommentar schreiben!

Modelle richtig fotografieren (2): Auf das Licht kommt es an

Wer mit Leidenschaft und Hingabe seinem Hobby Modellbau frönt, will irgendwann einmal der Welt zeigen, was für Schätze im heimischen Hobbykeller entstehen. Diverse Foren bieten Modellbauern die Gelegenheit, Fotos hochzuladen. Doch wie genau fotografiert man eigentlich Autos, Flugzeuge und andere Modelle richtig? Auf der modell-hobby-spiel gibt es in diesem Jahr erstmals einen Fotobereich. Experten von Pixelnet erklären und zeigen hier, worauf es bei der Modellfotografie ankommt und wie die Fotos weiterbearbeitet, gedruckt und archiviert werden.

Ein Experte auf seinem Gebiet ist auch Eduard Peter. Der freiberufliche Digitalkünstler stammt ursprünglich aus Sibirien und lebt seit 11 Jahren in Deutschland. Der heute 54-Jährige betreibt in Bonn ein eigenes Fotostudio und gibt in seinem Digital Art Training Center Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene in Sachen Fotografie, Webdesign und Computergrafik. Bekannt geworden ist Eduard Peter durch sein Blog fototutorials.de. Wir sprachen mit ihm über seinen Beruf und das Fotografieren von Modellen.

fotograf_portraetSie betreiben das erfolgreiche Blog fototutorials.de. Erzählen Sie uns bitte davon.

Dazu gibt es eine sehr schöne Geschichte. Ursprünglich habe ich nur die Website fotostil.de betrieben. Das ist ein Blog für russische Fotografen, das ich seit fast sechs Jahren betreibe. Irgendwann begann ich, dort Foto-Tutorials zu veröffentlichen, allerdings auf russisch. Nun bin ich unter anderem bei fotocommunity.de bekannt. Meine deutschen Kollegen fragten mich dort, ob sie die Texte nicht auch auf Deutsch haben könnten. Das konnte ich, allerdings ist meine Grammatik nicht besonders gut. Darum sagte ich, es müsste sich jemand finden, der die Texte etwas „bereinigt“. Und was soll ich sagen – etwa 20 Benutzer hatten Interesse und schnell wurden es mehr. In zwei Wochen wurden alle Texte übersetzt und auf fototutorials.de veröffentlicht. Seitdem existiert das Blog als nicht kommerzielles Projekt.

fotograf_300Zur Fotografie von Modellen: Was braucht ein Hobbyfotograf beziehungsweise Modellbauer an Grundausrüstung?

Eigentlich nicht viel. In meinem Blog zeige ich ja auch, wie man mit einfachsten Mitteln gute Ergebnisse erzielen kann. So benutze ich Leuchten von Ikea, die ich ein wenig umfunktioniere oder etwa aus schwarzem Pappkarton Lichttunnel und ähnliches baue. Bereits mit einer Taschenlampe kann man ein ganzes Modell fotografieren. Es kommt also auf das richtige Licht an, das man möglichst geschickt einsetzen muss.

Und was für eine Kamera ist nötig?

Am Besten geeignet ist eine Kamera, bei der man die Verschlusszeiten und die Blende einstellen kann. Das Makro-Programm der Digitalkamera zu verwenden, bringt bei Modellen eher unschöne Effekte. Eine Spiegelreflexkamera ist nicht unbedingt nötig, die normalen Kompakt-Digicams werden immer besser. Wichtig ist immer zu wissen, dass nicht die Kamera fotografiert, sondern der Mensch dahinter, der möglichst Grundwissen von richtiger Beleuchtung und den Kameraeinstellungen haben sollte.

fotograf_300_2Was sind denn die häufigsten Fehler von Hobbyfotografen?

Der größte Fehler meiner Meinung ist, dass Amateure zu viel von ihrer Kamera erwarten. Wer immer nur mit einer Kompaktkamera fotografiert hat und dann auf eine Spiegelreflex umsteigt, glaubt, dass er nun viel bessere Fotos machen kann. Das stimmt aber nur zum Teil. Viel wichtiger sind Kenntnisse über Beleuchtung, Verschlusszeiten und so weiter. Bestes Beispiel ist der Weißabgleich. Wer versucht, mit einem Mischlicht aus Tageslicht und einer Tischlampe ein ordentliches Ergebnis zu erzielen, wird sich womöglich wundern, warum das Bild gelbgrün oder blau ist. Darum ist es wichtig, sich entsprechendes Wissen über Bücher oder in Workshops anzueignen.

Wir danken für das Gespräch.

Ich danke Ihnen für die Möglichkeit, mich und meine Arbeit vorzustellen.

Ein schönes Tutorial, wie man Modellautos fotografieren kann, hat Eduard Peter hier veröffentlicht.

Fotos: Eduard Peter


Einen Kommentar schreiben!

Malen Sie los!

workshops_530

Kieron Williamson lebt in Norfolk, Großbritannien, und malt für sein Leben gern. Was soweit nichts Besonderes ist. Und doch ist die Geschichte, die auf der Insel seit Juli die Runde macht und mittlerweile auch über den Ärmelkanal nach Deutschland schwappt, ein Kuriosum. Denn Kieron Williamson ist erst sechs Jahre alt. Und fasziniert mit seinen Bildern die gesamte Kunstwelt. Auch in deutschen Medien wird er bereits als “neuer Picasso” gefeiert – dabei malt Kieron viel hübscher, wie ich finde. ;-)

Wie selbstverständlich bringt der Junge, der gerade in die Schule kam, Wasserfarbe mittels sauberer Pinselstriche auf die Leinwand. Und lässt so Landschaften und Architektur entstehen. Bis vor einem halben Jahr, so zitieren britische Medien seine Mutter Michelle, habe Kieron sich nicht für Malerei interessiert. Bis zu einem Urlaub im Mai. Seitdem würde er mit Vorliebe Boote malen.

Was sagt uns diese Geschichte? Jeder kann malen! Okay, das sagt ausgerechnet einer, der schon Schwierigkeiten dabei hat, die richtige Farbe anzumischen. Trotzdem ist es sicher nicht falsch zu behaupten, dass mit ein wenig Anleitung und Inspiration jeder Mensch kreativ sein kann.

workshops_300Auf der modell-hobby-spiel gibt es wieder zahlreiche Möglichkeiten, sich kreativ zu entfalten und zu entdecken, mit welcher Fähigkeiten man vielleicht gesegnet ist, ohne es bislang gewusst zu haben. Da sind zum einen die vielen Mitmach-Stände, an denen gebastelt oder gemalt werden kann. Vom Keilrahmen über die Gipsfigur bis zum bemalten Modellauto ist hier alles möglich.
Zum anderen gibt es wieder zahlreiche Workshops, in denen unter Anleitung das kreative Gestalten geübt wird. So zeigt etwa die Airbrush-Schule des 1. Sächsischen Airbrushstammtischs in der Glashalle Anfängern, wie richtig mit der Pistole umgegangen wird. Wer das geschafft hat, wechselt in Halle 5 zum Stand von Theis Airbrush- und Modellbauservice zum Airbrush-Workshop. In Halle 2 wartet unter anderem der Pergamanobastelshop zum Basteln mit Pergament. Außerdem gibt es Lehrvorführungen zum Basteln mit Papier, Perlen, Peddigrohr, Playmais oder Holz.

Wir sind gespannt auf die Kunstwerke, die während der Messe wieder entstehen werden. Ob das dann reicht, um die gesamte Kunstszene der Welt in Staunen zu versetzen, wissen wir nicht. Aber oft liegt die Schönheit ja im Detail und im Auge des einzelnen Betrachters. Also: trauen Sie sich ran!


Einen Kommentar schreiben!

Sensibel und flexibel: Die Ballonkunst von Ralf Esslinger

Das Wort Luftballonclown hört Ralf Esslinger gar nicht gern. „Also entweder ich bin Clown oder Luftballonkünstler. Da gibt es schon Unterschiede. Die Person, die im billigen Karnevalskostüm an der Straßenecke steht und Ballonhunde knotet, ist kein Ballonkünstler. Einfache Ballonhunde können auch schon Drei- bis Vierjährige unter Anleitung modellieren. Und in der Regel können es Kinder ab sieben Jahre, da sie in diesem Alter schon fähig sind, einen eigenen Knoten zu machen“, meint Esslinger. Seit seinem 18. Lebensjahr spielt er Pantomime und Bewegungstheater. In letztgenanntem Fach belegte er in London sein Diplom. Außerdem ist er qualifizierter Ballondesigner.

esslinger_240Zur modell-hobby-spiel können Besucher den 39-Jährigen auf der Aktionsfläche „Phantastische Post aus dem Weihnachtsland“ sehen. „Mein Team und ich werden die Fläche dekorieren. Unter anderem mit überdimensionalen Geschenken aus Ballons. Und in Workshops zeigen wir den Besuchern, wie Sie selbst auf den Ballonhund kommen und auf den damit verbundenen Schlüssel zur Ballonkunst“, so Ralf Esslinger.

Fragt man den Künstler, warum er sich gerade den Ballons verschrieben hat, wird er philosophisch: „Ein Ballon ist Völkerverständigung. In jeder Kultur gibt es Luftballons. Außerdem bietet ein Ballon eine höchst kreative, visuelle Gestaltung, ist grenzenloser Spielraum um neue Dimensionen entstehen zu lassen“, sagt er. Dennoch gibt der Ballondesigner zu, dass er vergängliche Kunst schafft. Denn egal, welche Form aus einem Luftballon entsteht – spätestens nach drei Wochen ist die sprichwörtliche Luft raus, aus dem Möbelstück, dem Motorrad, dem „Abendkleid“ und sonstigen seiner Werke.

ballons_voelker

Keine sonderlich gute Aussicht, wenn man bedenkt, dass aufwändige Kunstwerke bis zu mehreren Tagen dauern können. Vielmehr noch: Ralf Esslinger ist der aktuelle Weltrekordhalter im Blumen modellieren. Für ein Projekt verarbeitete er mit seinen zwei Kollegen Tobi van Deisner und Markus Kaufmann in acht Stunden über 5000 Ballons zu über 2300 Blumen. Mit dieser ausgefallenen Kunst lässt ballonhundsich auch tatsächlich Geld verdienen, wie er sagt. „Ich mache das jetzt seit 22 Jahren, stelle meine Kunst aus, bin Eventbegleiter, werde ins Fernsehen eingeladen, bin in ganz Europa und sogar China bekannt. Erfolg ist ein Gesetz der Serie. Die meisten geben vorher auf, ich nicht. Ich bin da ein bisschen wie Walt Disney. Der hat sich bei 307 Banken ein ‘Nein’ für die Finanzierung seiner Idee des Disneyland abgeholt. Erst die 308. Bank gab ihm das Geld“, erzählt er.

Die flexible und zugleich sensible Ballonkunst könne jeder beherrschen, glaubt Ralf Esslinger.
„Ich sehe mich als Vorbild den Menschen zu zeigen, welche schöpferischen Potenziale in ihnen stecken. Mit Leidenschaft und Spaß möchte ich dem Nächsten sagen: „Die Kunst ist in dir“- gleich, mit welchen Mitteln man sie auch im Nachhinein selber schöpferisch ausdrückt.“, sagt er. Und während der modell-hobby-spiel will er die Besucher motivieren, selbst aus Luftballons kleine Kunstwerke zu schaffen. Und seien es nur Hunde…


Ein Kommentar bisher

“Ich habe mir einen Traum erfüllt”

Haarreifen und Haarschmuck selbst machen? Diesem kreativen Hobby geht Jeanine Hitze nach. Die bald vierfache Mutter zieht aus der Kreativarbeit nicht nur Entspannung, sondern auch Anerkennung, denn ihre “hats” verkauft sie über das Internet.
Wir haben ein Interview mit Jeanine geführt. Über sich, ihr Hobby und über das, was Kreativität für sie bedeutet.

Stell Dich unseren Lesern einmal kurz vor. Wer bist Du?
Meine Eltern hielten es für ne gute Idee mich Jeanine zu nennen. Ich glaube das ist der Grund, warum ich im Netz immer Nicknamen hatte. Meinen Gatten lernte ich mit 18 in meiner Geburtsstadt Berlin kennen, mit 19 zog ich zu ihm nach München, mit 21 übernahm er meinen Nachnamen und in ein paar Wochen haben wir zusammen 4 Kinder- eine Tochter und drei Söhne.

Was machst Du beruflich?
Ich kümmere mich hauptberuflich um diese Familie. Und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Für mich ist in dieser Familie momentan mein ganzes Herzblut. Irgendwann werden die Kinder groß und dann werde ich mir eine andere Aufgabe suchen.
Bis dahin habe ich mir einen Traum erfüllt. Ich mache Haarschmuck.

Wie bist Du auf diese Idee gekommen? Was war der Auslöser, um Haarschmuck zu machen?
Das war schon seit ein paar Jahren immer wieder eine Idee, aber bis zur Umsetzung, dem Trauen sich daran zu setzen, dauerte es sehr lange. Seit November 2008 findet man meine “hats” im Netz. Inspiriert von dem Film “Es begann im September”- indem Winona Ryder eine Hutmacherin spielt – wollte ich einzigartige Stücke entwerfen. Für mich. Für andere Frauen, weil ich damit ein besonderes einzigartiges Lebensgefühl verband. Zwar steckt all meine Liebe zum Detail in meinen “hats”, aber all meine Kreativität steckt noch nicht in den Projekten, dafür fehlt die Zeit und manchmal auch der Mut. Ich würde gern mehr experimentieren, ein paar Entwürfe gibt es auf Papier und im Kopf.
Mein Interesse an der Hutmacherei ist groß, doch als Laie an Informationen zu kommen und zu lernen gestaltet sich schwierig. Man muss es sich also selbst beibringen und irgendwann war da der Mut, endlich mit dem Lernen zu beginnen und sich an den Traum zu wagen.

Du verkaufst Deine Sachen auch. Warum, und wie kam es dazu?
Von Anfang an war für mich klar, dass ich keine 50 verschiedenen “hats” anfertige, ohne sie zu verkaufen. Der Wunsch, andere Frauen damit zu erreichen und ein Stück meines Traums zu teilen war zu groß – ohne das Interesse und die Freude der Kundin, gäbe es keinen Shop. Mein Mann half mir bei der Umsetzung mit der Webseite. Mit dem Gedanken zu Dawanda zu gehen, habe ich schon gespielt. Für eine Anmeldung hat es auch schon gereicht, ob es in Zukunft dort einen Shop geben wird ist allerdings noch unklar.

Augenblicklich verkauft sich der Teil der Haarreifen am Besten. Die Frauen haben Freude daran und das gibt mir viel zurück, daher beschränke ich mich im Moment auf das Entwerfen der Haarreifen. Aus der ursprünglichen Idee Haarschmuck für Frauen zu machen, entwickelte sich das Interesse der Kundinnen ihren Töchtern oder Cousinen ein individuelles Stück zu schenken. Seitdem mache ich auch gehäuft Wunschanfertigungen soweit es Material und Zeit zulassen.

Anschauen kann man sich auf der Webseite noch verkäufliche und bereits verkaufte “hats”. Wenn ich dann eine Email bekomme, in der sich eine Kundin bedankt, weil sie zufrieden ist, bin ich mehr als glücklich.

Es hätte die Möglichkeit gegeben in einem Friseurladen auszustellen mit der Option auf Kauf für die Kundin vor Ort, doch was die Besitzerin wollte, war zu viel fertiges – auf ihren Laden maßgeschneidertes – Produkt.
Das war der Punkt an dem ich merkte, dass ich mit meiner Arbeit auch etwas für mich tue. In der Nacht oder am Abend in der wenigen Zeit, die ich habe, arbeite ich. Ich bin kein Fließband, sondern eine Frau, die bald 4 Kinder hat. Viel Zeit bleibt da nicht, denn in genau dieser Zeit muss ich auch mein Material suchen.

Du sprachst gerade das Thema Material an. Wo bekommst Du es her, und woher weißt Du, was passt?
Bei Dawanda habe ich schon viele Materialien eingekauft, aber auch auf anderen Webshops habe ich schon wunderschöne Bänder entdeckt. Machmal sehe ich Material und im Kopf entsteht dann schon ein Bild des neuen “hat”. Es gibt auch Haarreifen mit denen ich nicht so zufrieden war, aber meistens sitze ich solange daran bis es mir 100% gefällt. So entstanden viele kleine Einzelstücke und wer den Weg zu mir findet und einen kleinen Schatz entdeckt, einen der mir selbst sehr gut gefällt und an dem ich lange saß, dann ist das genau das wovon ich immer geträumt hatte.

Vielen Dank für das Interview!

Die Arbeiten von Jeanine Hitze kann man sich unter givethemhat.de ansehen – und natürlich auch kaufen. Über die Seite kann man auch Kontakt mit Jeanine aufnehmen.


Einen Kommentar schreiben!

Malern? Kleistern? Kleben!

wandtattoo_530

Tapezieren? Habe ich schon gemacht. Zweimal bisher. Ein Klacks! Nein, viele Klackse. Meist große, leimige, auf dem Fußboden. Aber mit ein wenig Zeit, ein wenig Übung und ein paar Haaren weniger klappt das.

Malern? Habe ich schon gemacht. Unzählige Male bisher. Ebenfalls mit vielen Klacksen. Großen und Kleinen. Auf mir, und auf dem Fußboden. In weiß, blau, rot, orange, grün und braun. Raten Sie mal, welche Farbe in unserem Haus welches Zimmer hat!
Aber malern klappt schon. Selbst ohne Übung, und ohne Haarverlust. Nur etwas Zeit braucht es schon. Und Muskelkraft, wenn man am Abend dann nicht vom andauernden hoch- und runter-rollern entkräftet und übersäuert auf dem Sofa liegen will.

Die Frage ist nun: Wie erreiche ich ohne neue Tapette, viel Kleister, vielen Haaren weniger auf dem Kopf oder jeder Menge Farbspritzern auf mir ein wenig mehr Atmosphäre daheim? Vor allem, wenn ich nur eine kleine Änderung haben will?

Durch Wandtattoos.
Die sind schick, schnell angebracht und wenn sie nicht mehr gefallen oder nach dem umräumen für die neu erstandene Kommode am falschen Fleck kleben, leicht wieder zu entfernen. Leichter zumindest als rote Farbe. Oder die Blumentapete.

Wandtattoos erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Aufkleber sind in verschiedenen Größen und mit den unterschiedlichsten Motiven erhältlich. Egal ob Kinder-Motive, Blumen, Ornamente, … Nichts, was es nicht gibt. Ihre wahren Vorteile spielen Wandtattoos natürlich aus, wenn man mit feingliedrigen Motiven Akzente setzen will. Wo das Malen von Ornamenten bisher immer schwierig war, kann man heute einfach und schnell Aufkleber aufbringen.

Die klebefreudigen Motive halten auf glatten Tapeten ebenso gut, wie auf normaler Raufaser. Und wenn mal auf letzterer nicht ordentlich, dann hilft ein Klecks Bordürenkleister. Mehr Tipps und Tricks zum Thema zeigt übrigens Messeneuling OBI auf der modell-hobby-spiel. Bei der “Hobbybaumeister Show” werden Profis vor Ort live zeigen, wie sich die eigenen vier Wände mit ein wenig Tapete, Farbe und Wandtattoos individuell gestalten lassen.

Bild: Eurographics


2 Kommentare bisher

Der Marktplatz für Selbermacher

Als sich Claudia Helming und Michael Pütz vor drei Jahren auf die Suche nach liebenswerten Einzelstücken kreativer Designer machten, standen sie vor einem Problem. Wo auch immer sie suchten – es gab fast nur Massenware. Die Auktionsplattform Ebay, Onlineshops, Kaufhäuser, kleine Läden – wo auch immer sie hin kamen, wurden die immer gleichen Artikel angeboten. Designerware? Handgefertigte Unikate? Fehlanzeige! Aus dieser Überlegung heraus entstand im Herbst 2006 Dawanda, ein Marktplatz für Kreative, ein Schauraum für Selbermacher. Heute ist die Plattform Marktführer in ihrem Segment.

dawanda_helming„Dawanda ist ein afrikanischer Frauenname und heißt soviel wie ‘die Einzigartige’“, erklärt Claudia Helming. Mit ihrer Idee stießen sie und Michael Pütz in eine Marktlücke. Es gab schlicht keinen Marktplatz für die tausenden Kreativen Deutschlands. „Wer sich mehrere Stunden hinsetzt, um ein Produkt zu erschaffen, in dem Detailverliebtheit und Individualität steckt, will das dann nicht bei Ebay versteigern. Oder anders herum gesagt: Wer auf der Suche nach Designerware ist, wird wohl nicht zuerst bei den Schnäppchen auf einer Auktionsplattform suchen. Die dortigen Produkte würden sich zu sehr mit den Unikaten vermischen, die Einzigartigkeit untergehen“, begründet die Gründerin und Geschäftsführerin die Notwendigkeit ihrer Website.

Das Geschäftsmodell ist dem von Ebay ähnlich: Je Produkt wird eine Einstellgebühr von 10 bis 30 Cent fällig. Dafür darf man diese Produkte vier Monate anbieten. Bei Verkauf bekommt Dawanda eine Provision von fünf Prozent. „Dafür bieten wir jedem Hersteller einen kostenlosen Onlineshop, der unter einer frei wählbaren Dawanda-Adresse erreichbar ist“, so Claudia Helming. Zusätzlich können Banner und Kategorien frei hinzugefügt werden. Alle eingestellten Produkte sind über die plattformübergreifende Suche auffindbar. „Und wir betreiben Pressearbeit. Oft sogar gezielt mit ausgefallenen oder besonders schönen Produkten der Hersteller. So ist gesichert, dass wir immer im Gespräch bleiben und die Waren auch bekannt werden“, sagt sie. Auch im eigenen Weblog stellt Dawanda Verkäufer und ihre Produkte vor.

Die Ansprüche der eigenen Kunden kennt man bei Dawanda genau: „Bei uns dreht sich viel um Mode, Dekoration, Einrichtung, Accessoires, Schmuck oder Taschen. Kurz gesagt: Es sind Dinge, die man unbedingt sehen muss. Dementsprechend verlangen unsere Verkäufer die Möglichkeit, große Fotos einstellen zu können. Auch sind oft auch mehrere Fotos zu einem Artikel nötig, um ihn zu erklären“, zählt sie auf. Zusätzlich haben Käufer die Möglichkeit, nach einer bestimmten Farbe oder einem Material zu suchen.

Etwa 40 Prozent der Verkäufer, so schätzt Claudia Helming, sind gewerbliche Verkäufer, verdienen also mit Dawanda regelmäßig Geld. „Wir haben mittlerweile eine ganz gute Reichweite und können Einzelstücke besser präsentieren als jeder andere“, sagt die Gründerin.

Dawanda sitzt in Berlin und beschäftigt mittlerweile 26 Mitarbeiter. Gesellschafter ist unter anderem Lukasz Gadwoski, Gründer des Leipziger Unternehmens Spreadshirt der in diverse Internet-Startups investiert.


Einen Kommentar schreiben!

Modelle richtig fotografieren (1)

scale_3

Wer mit Leidenschaft und Hingabe seinem Hobby Modellbau frönt, will irgendwann einmal der Welt zeigen, was für Schätze im heimischen Hobbykeller entstehen. Diverse Foren bieten Modellbauern die Gelegenheit, Fotos hochzuladen. Doch wie genau fotografiert man eigentlich Autos, Flugzeuge und andere Modelle richtig? Auf der modell-hobby-spiel gibt es in diesem Jahr erstmals einen Fotobereich. Experten von Pixelnet erklären und zeigen hier, worauf es bei der Modellfotografie ankommt und wie die Fotos weiterbearbeitet, gedruckt und archiviert werden.

Aber auch Amateure kommen oft zu erstaunlichen Ergebnissen. Raik Gottschalk aus Berlin etwa. Der 29-jährige ist Außendienstmitarbeiter im Pharmabereich und leidenschaftlicher Plastmodellbauer. Seit rund eineinhalb Jahren betreibt Raik die Website scale-racing.com, auf der er seine Arbeiten präsentiert und den Bau verschiedener Modelle dokumentiert. Das erfordert natürlich gute Fotos. Wir sprachen mit ihm über sein Hobby und die Probleme, die beim Fotografieren von Modellen auftauchen.

Raik, wie kamst Du zum Plastmodellbau?

Eigentlich habe ich schon als Kind damit begonnen. Als ich im Jahr 2000 bei der Bundeswehr war, hab ich mich in der Freizeit an das schöne Hobby erinnert und wieder begonnen, Autos und Motorräder zu bauen.

Auf Deiner Website sieht man diverse Deiner Arbeiten. Sind das alles Bausätze?

Ja, ich baue nur Bausätze zusammen, ganz wenige Einzelteile fertige ich selbst. Beispielsweise Zäune für ein Diorama oder kleine Anhängerkupplungen. Ein Modell aus dem Nichts zu erschaffen ist aber nicht mein Ding, das würde mir zu lange dauern.

Kommen wir zur Fotografie. Welche Probleme hattest Du, als Du Deine ersten Modelle fotografieren wolltest?

Das Hauptproblem war, dass ich nicht genug Licht hatte. Entweder der Blitz löste aus, erzeugte unschöne Reflexe auf dem Modell und ließ es billig aussehen. Und ohne Blitz waren wichtige Details nicht zu erkennen.

Was hast Du getan?

Mich belesen und viel experimentiert. Mit Schreibtischlampen, Bauscheinwerfern und so weiter. Damit habe ich eine ausreichende Helligkeit erreicht, aber heraus kamen meist gelbe, vermatschte Fotos. Die Farbtemperatur stimmte absolut nicht. Irgendwann las ich dann von Tageslichtlampen. Und habe mir prompt zwei gekauft. Das Geld ist auf jeden Fall gut angelegt, wenn man viel fotografieren will und die Ergebnisse perfekt aussehen sollen.

scale_1Auf Deiner Website sind auch Reflexschirme zu sehen.

Ja, die braucht man sicher nicht unbedingt. Das schöne ist aber, dass sich das Licht verteilt und man nicht direkt auf das Modell strahlen muss. Auf dem Foto sieht man sehr schön, wie der Aufbau bei mir zu Hause aussieht. Das ist weniger Aufwand, als es aussieht.

Deine Dioramen hast Du auch so fotografiert?

Ja, nur der weiße Hintergrund muss dann natürlich ein wenig größer sein.

Welche allgemeinen Tipps hast Du sonst noch?

Ich würde Modelle immer von beiden Seiten beleuchten und ohne Blitz fotografieren. Außerdem verwende ich ein Stativ und den Selbstauslöser, um eventuelle Verwackler auszuschließen. Außerdem kann man unterschiedliche Testbilder mit verschiedenen Helligkeitswerten machen. Zur Kamera selbst: Man braucht nicht unbedingt eine digitale Spiegelreflex. Ich selbst habe auch nur eine kleine Casio aus dem mittleren Preissegment.

Vielen Dank für das Gespräch und weiter viel Spaß und Erfolg!

Ich danke Euch auch.


Einen Kommentar schreiben!

modell-hobby-spiel bei Facebook
Airmix Flieger TV