hobby360° - Das Online-Magazin zur modell-hobby-spiel in Leipzig

Informationen und Interviews zu Modellbau, Modell-Eisenbahn, kreatives Gestalten, Spiele

Ein ganz besonderer “Lesestuhl”

Was stört eigentlich am meisten beim Umzug? Nein, es sind nicht die Wände, die mit Farbe verziert werden müssen. Es sind eigentlich auch nicht die vielen Löcher die gebohrt werden wollen. Und die Kinder, die – wegen der leeren Räume durch ein unheimliches Echo begleitet – lachend durch die Räume rennen, beruhigen sich auch bald wieder.
Es sind die vielen Kartons und sperrigen Möbel. Die Kisten voller Bücher zum Beispiel. Oder Stühle – bei denen man nie weiß was jetzt schlauer ist: Zu akzeptieren, dass sie sperrig sind, oder sich doch die Mühe machen sie auseinander zu nehmen und leichter transportieren zu können. Egal wie rum man es macht – es braucht Zeit, oder Geduld, oder Raum.

Weil wir nun in unserem Haushalt über verhältnismäßig viele bis extrem viele Bücher verfügen und ich mir um die Stuhlproblematik so meine Gedanken machte fand ich die Idee, über die ich beim US-amerikanischen Hidden Art Shop gestoßen bin, eigentlich fantastisch:

Nun .. ja, es wäre ein einfaches die selbstklebenden Folien in den USA zu bestellen. Online und Kreditkarte machen es möglich. Aber wer will schon schwarze Stühle? Also: Rein in den Baumarkt, ran ans Farbregal und eine kleine Auswahl getroffen.
Stühle in allen erdenklichen Formen finden Sie zur Inspiration über Google.
Ich muss das jetzt nochmal schnell mit dem Oberhaupt des Haushalts absprechen – meiner Frau. Derweil warte ich auf Ihre Fotos – an redaktion@hobby360.de ..


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Schwebende Lektüre

Als “Eyecandy” bezeichnet man heute das, was früher einmal “Hingucker” waren – kleine Gegenstände oder “Dinge” in einer Wohnung oder einem Büro, welche auf den ersten Blick unscheinbar wirken, aber irgendwie im Auge “hängen” bleiben, sodass man ein zweites Mal hinsieht.
Derlei Dinge findet man vor allem in Modeläden, wenn Puppen plötzlich verrückte Brillen oder Hüte aufhaben, die scheinbar nicht zum restlichen Kleidungsstil passen. Aber auch in der eigenen Wohnung kann man für derlei Hingucker sorgen.
Wie wäre es denn mit einem Bücherregal, das ganz ohne Brett auskommt?

Wie das “unsichtbare Bücherregal” gebastelt wird zeigt Nutzer “Threepwood” beim Mitmach-Portal Expli. Auf dem Portal findet man jede Menge Anregungen und Anleitungen für die kleinen Dinge des Lebens – vom “unsichtbaren Bücherregal” bis hin zum perfekten Tomatensalat (schließlich wollen “Fleißige Handwerker” auch irgendwann mal gestärkt werden). Gehen Sie einmal auf Entdeckungstour, sicherlich werden Sie nicht nur in der Kategorie Basteln & Handwerken fündig ..


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Eine Garage voller automobiler Schätze. Im Maßstab 1:64.

Matchbox sind ein Mythos.
Kaum ein Junge der noch vor 20 Jahren nicht mit den Metall-Rennern im Maßstab 1:64 aufgewachsen ist. Da wurden Sandkästen zu Gebirgspässen, Teppichmuster zu Straßen und die Couch zum Off Road-Abenteuer.
Matchbox steht für vierrädrige Flitzer wie kaum eine andere Marke.
Längst haben jedoch die “Hot Wheels” den Matchbox den Rang abgelaufen – zumindest in den Kinderzimmern. In Sammler- und Liebhaberkreisen jedoch sind die früheren Spielobjekte heute heiß begehrte Sammlerstücke.

volvo1800Weltweit gibt es in diesem Jahr nur zwei Treffen auf denen Matchbox-Eigentümer Mattel interessante Sondermodelle vorstellt – die modell-hobby-spiel ist eines der beiden Veranstaltungen. Im Rahmen der von Matchbox Deutschland und dem Matchbox Collectors Club Deutschland organisierten Matchbox Party auf der modell-hobby-spiel wird Matchbox 2010 ein Modell des Volvo 1800 vorstellen. Die Europa-Premiere zeigt den schwedischen Klassiker vollständig überarbeitet.
Highlight: Den neu aufgelegten Volvo 1800 wird es in einer limitierten Sonderauflage im modell-hobby-spiel-Design geben. Das Auto ist komplett Orange lackiert und mit dem modell-hobby-spiel-Logo versehen. Von dem Sondermodell wird es nur 500 Stück geben, die ausschließlich in Leipzig verkauft werden.


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Mit Blaulicht zur Rettung.

Dass Modelle auch vor Feuer nicht Halt machen müssen zeigt Nutzer “Pitpointer” auf seinem YouTube-Kanal. Dort hat der Schweizer diverse Videos hinterlegt, die zeigen, welch Abenteuer mit ferngesteuerten Modellen möglich sind – und wann es Zeit wird, dass die RC-Feuerwehr zum Einsatz kommt:

Natürlich gibt es auch auf der modell-hobby-spiel wieder jede Menge Modell-Action zu sehen – wenn auch aus Sicherheitsgründen weniger “brenzlige” Inszenierungen …


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Abgefahrene (Plast)Kunst

Er ist nicht von der Straße zu bekommen, der Trabant. Warum auch, steht das DDR-Kultauto doch für Zuverlässigkeit, solide Verarbeitung und jede Menge Fahrspaß. Oder nicht? All das ist bei dem Trabant, der hier in Halle 5 bei Revell steht, prinzipiell egal. Denn der Plastebomber ist nicht nur ein Kunstwerk sondern wird auch noch für einen guten Zweck versteigert.

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des Jubiläums “20 Jahre Mauerfall”. Die deutsche Wiedervereinigung ist für Revell der Anlass für eine ganz besondere Auktion, zu der heute der Startschuss fiel. Bis 30. November kann nun für einen Trabant 601 S (kein Modell, sondern ein echter Trabi) geboten werden. Künstler des Leipziger Graffiti-Vereins haben das Auto mit Motiven zum Mauerfall verziert und es so zu einem einzigartigen Kunstwerk gemacht. Der Wagen ist aus dem Jahr 1988 und natürlich fahrbereit.

Schirmherrin der Auktion ist Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Kinderkrebshilfe. Der Erlös der Auktion, die im Internet bei Revell stattfindet, kommt vollständig der Organisation zu Gute.


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Kunst am Papier

Einen Bastelbogen haben wir alle schon einmal geschnitten, geleimt und geformt. Doch es ist die Liebe zum Detail, die Papiermodellbau zu etwas Besonderem macht. In Halle 5 kann man verschiedenen Papiermodellbauern auf die Finger schauen, und ihre Modelle betrachten. Und wer vorher dachte, Modelle aus Papier wären “einfach” zusammengeklebte Bögen aus bedrucktem Papier, der wird beim betrachten der Ausstellungsstücke schnell vom Gegenteil überzeugt.

Die Feingliedrigkeit und Detailliebe ist beeindruckend. Wie beim normalen Modellbau gehören auch hier Schere, Pinzette, Skalpell und Leim zum normalen Arbeitswerkzeug. Und wie beim normalen Modellbau stecken auch schon einmal mehrere hundert Stunden Arbeit in einem “nur” 40 Zentimeter großen Modell.

Am größten Ausstellerstück, einem zweieinhalb Meter großen Modell der Bismarck, baut “gusti” aus Nürnberg jetzt bereits seit zweieinhalb Jahren – und ist noch nicht fertig. Die Entstehung des 1/100 Modell begeleitet er im Kartonbau.de-Forum.

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Der feine Humor der Modellbahner

Bahnhöfe, Wälder, eine Kirche mit dem obligatorischen Hochzeitspaar, diverse Wohnhäuser. So in etwa sieht die Grundausstattung jeder Eisenbahnplatte aus. Auf der modell-hobby-spiel aber sieht man, wenn man genau hinsieht, noch viel mehr: Den feinen Humor der Modellbahner. Mit sich liebenden Päärchen, den Kopf in den Schnee steckenden Snowboardern, blutenden Verletzen, nackte Tatsachen oder Kornkreise. Also uns gefällt sowas.

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Modellbau im professionellen Einsatz

porsche_300Modellbau macht Spaß und ist ein ernsthaftes Hobby, das oft tausende Euro kostet. Noch ein wenig weiter geht das Porsche-Werk Leipzig. Dort eröffnete jetzt eine “Modellfabrik”, in der quasi Modellbau mit ernsthaftem und professionellem Hintergrund betrieben wird. Die Unternehmensberatung Porsche Consulting aus Bietigheim-Bissingen erweitert mit dieser “Modellfabrik” nun ihr Schulungsangebot. „Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, möchten wir nun auch in Leipzig Teilnehmern aus vielfältigen Branchen in Praxissimulationen zeigen, wie Arbeitsabläufe mit schlanken Prozessen aus der Automobilindustrie verbessert werde können“, sagt Eberhard Weiblen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Consulting.

Die neue “Modellfabrik” zeichnet sich durch Werksatmosphäre und Praxisnähe aus. Parallel zur Schulung können Teilnehmer die Umsetzung schlanker Arbeitsmethoden hautnah erleben. Durch eine große Glasscheibe in der Akademie blicken sie auf die Produktion des neuen Porsche Panamera. Die Fertigung der Sportlimousine wurde konsequent nach den Prinzipien einer nahezu verschwendungsfreien Produktion gestaltet. Und anhand der Modelle wird trainiert, wie “schlanke Arbeitsmethoden” in der Praxis umgesetzt werden können.

Nicht nur für Porsche selbst ist die “Modellfabrik” gedacht, sondern auch für andere Firmen, die sogar Förderungen für die Schulungen in Anspruch nehmen können.

Mit bestem Dank für die Fotos an Volkmar Heinz, Ressortleiter Foto/Leipziger Volkszeitung


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Vom Modell zum richtigen Auto

Normalerweise ist der Weg, den ein Auto zur eigenen Modellbau-Sammlung nimmt ja der: Ein Autokonzern baut ein Concept- oder Serien-Fahrzeug, und dann machen sich die Experten von herpa, Revell und Co. daran, dieses Auto in maßstabsgetreue Exemplare zu verwandeln.

Nicht so beim Trabant nT. Denn dieses Auto gab es erst als Modell, und dann als richtiges Auto.

Doch fangen wir von vorn an:


Im Jahr 2007 hatte herpa-Geschäftsführer Klaus Schindler eine Idee: 50 Jahre nach der Geburt des Trabant, wäre es Zeit für eine Neuauflage. Der Funken für diesen Gedanken stellte die Modellfertigung bei herpa dar, die 18 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer die deutsch-deutsche Auto-Ikone noch immer in hohen Stückzahlen produzierten. 18 Jahre nach Produktionsende erfreute sich die “Rennpappe” noch immer hoher Beliebtheit – in Ost und West.
Dieses nahm Schindler zum Anlass, um 2007 und anschließend auch auf der 2007er und 2008er Ausgabe der modell-hobby-spiel, sein in Modell-Form gegossenen Traum einer Trabant-Neuauflage zu präsentieren.

Die Publikumsreaktionen gaben Schindler Recht. Tausende nahmen an einer Umfrage zum “newTrabi” Teil und sprachen sich für eine Neuauflage aus.

2009, 20 Jahre nach dem Mauerfall, nun steht er da: Der fahrtüchtige Prototyp dessen, was mit einem Modell vor zwei Jahren begann.

Als modernes, umweltfreundliches Stadt-Auto kommt der auf den Namen “Trabant nT” getaufte, legitime Nachfolger des Ost-Autos daher. Der Trabant nT kommt mit einem reinen Elektro-Antrieb, Solarzellen auf dem Dach und insgesamt null CO2-Abgasen. Denn wo nichts verbrannt wird, wird auch kein Abgas erzeugt.
Am ursprünglichen Modell-Entwurf hat Designer Nils Poschwatta nochmals Hand angelegt. Der Auto-Designer kündigte seinen sicheren Job bei VW und widmete sich mit aller Kraft dem Trabant-Projekt. Unter seiner Hand entstand ein Auto, dass auf den ersten Blick als Trabant 601 erkannt wird, dabei aber trotzdem einen eigenen, modernen Charakter hat.

Gebaut wurde der Prototyp beim sächsischen Karosseriebauer indiKar, dessen Geschäftsführer Ronald Gerschewski gespannt in die Zukunft schaut. Denn: Der Prototyp könnte zwar sofort in Serie gehen, für eine Massenfertigung fehlt dem Projekt allerdings noch ein starker Investor. Bisher haben herpa, indiKar und eine Reihe von Partner-Unternehmen das notwendige Geld für die Entwicklung selbst aufgebracht. Nun muss ein Investor gefunden werden, der den Mut hat, den Trabant tatsächlich wieder auf die Straße zu bringen.

Investoren in Zeiten der Wirtschaftskrise zu finden ist sicherlich kein einfaches Unterfangen. Dessen ist sich auch Gerschweski bewußt. Er sieht trotzdem Chancen – für das Projekt ebenso, wie für potentielle Investoren: “Hier bietet sich eine einmalige Chance, mit einem neuen, unbelasteten Produkt an den Markt zu gehen. Und das in Zeiten, in denen Nachhaltigkeit und neue Antriebstechnologien mehr den je gefragt sind.”
Einen Wunschinvestor hat indiKar im Moment nicht, man suche breit. Geldgeber könnten nicht nur aus der Autobranche kommen, denkbar wäre auch ein Konsortium oder ein Energie-Riese wie e-on oder RWE. “Sicherlich braucht ein Projekt wie dieses Mut, aber ‘Trabant’ ist eine weltweit eingeführte Marke, die jetzt nur besser werden kann, als es das Original war”, zeigt sich Gerschewski optimistisch.

Bis wir einen fabrikneuen, umweltfreundlichen Trabant wirklich wieder auf der Straße sehen werden, müssen noch einige Hürden genommen werden. Als Modellbauer kann man sich den Trabant nT aber schon heute in die eigene Garage stellen, denn natürlich produziert herpa als Ruderhaltendes Unternehmen (und Inhaber der Marke “Trabant”) bereits den Trabant nT in klein. Zu sehen auf der modell-hobby-spiel.


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Heli Action zum Ausprobieren

Auch in diesem Jahr gibt es auf der modell-hobby-spiel wieder atemberaubende Flugshows zu sehen. Mitglieder des Deutschen Modellflieger Verbandes präsentieren ihre Show “Heli Action”. An allen drei Messetagen sind Matthias Hof, Heiner Juenkering, Kay Matthiesen und Eric Postlack vor Ort und erklären den Besuchern die gesamte Bandbreite des Modellhubschraubersports. Zu bestaunen gibt es etwa das 17 Kilo schwere Modell des Jet Ranger XL, einem elektrobetriebenen Helikopter. Als Fliegengewicht kommt dagegen der T-Rex 450 daher, der nur 800 Gramm leicht ist.

heli_300Wer selbst mal “Hand anlegen” will an die Fernbedienung von solchen Trick-Helis, der hat auf der Messe die Gelegenheit dazu. Denn auf der Messe gibt es im Rahmen des Projektes “Starthilfe Modellsport” zahlreiche Angebote. Unter anderem wird es ein “Lehrer-Schüler-Fliegen” geben. “Hier stehen verschiedene Hubschraubermodelle zur Verfügung, die mit zwei Fernbedienungen gesteuert werden. Eine bekommt der Flugschüler, eine der Lehrer”, sagt Christian Zoch. Der Fachoberschüler ist erst 17 Jahre alt, aber bereits Deutscher Jugendmeister im Elektrosegelflug. Mit seinem Helikopter beherrscht er die verrücktesten Stunts. Rückwärts fliegen, auf den Kopf legen, wilde Schrauben oder schnelle Sturzflüge gehören dazu. “Grenzen gibt es da quasi keine. Das ist ein prima Sport, um seine Fingerfertigkeiten zu trainieren”, meint er.

Mit fünf Jahren fing Christian an, sich für das Hobby zu begeistern. Dass er nun mit 17 Jahren bereits als Lehrer fungieren darf, sei “ein komisches Gefühl”, wie er sagt. “Ich gebe ja auch bei uns auf dem Flugplatz vom MFC Leipzig-Süd solche Kurse. Das ist teilweise ungewohnt, vor allem, wenn ich ältere Besucher zurechtweisen oder anlernen muss.” Insgesamt sei die Reaktion der Flugschüler aber immer positiv. “Die freuen sich, dass ich als junger Mensch so viel Spaß an diesem Hobby habe”, berichtet Christian.

Und so sieht es aus, wenn Christian “abhebt”:


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Foren vorgestellt: RC-Forum.de

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RC steht im Modellbau und -sport für Radio Controlled oder Remote Controlled. Kurz gesagt also für jene Modelle, die funkferngesteuert funktionieren. Autos, Schiffe, Flugzeuge, Hubschrauber und dergleichen. Eine Anlaufstelle im Internet für Fragen, Tipps & Tricks oder einfach nur Smalltalk bietet die Website RC-Forum.de. Es ist Tummelplatz für quasi alle Arten und Unterarten des RC-Modellsports. Dazu gibt es einen Newsbereich, Berichte und sogar ein Internetradio.

Betrieben wird das Forum von Detlef Jösch (51). Der gebürtige Berliner lebt im bayerischen Weidhausen und arbeitet im Marketing und Kommunikationsmanagement der Simba-Dickie-Group. Wir sprachen mit ihm über sein Forum.

rc-forum_240Seit wann gibt es das RC-Forum?

Wir sind am 1.1. 1996 an den Start gegangen und nun also schon seit mehr als 13 Jahren online.

Eine lange Zeit. Aus welcher Überlegung heraus entstand das Forum?

Ich habe damals meine eigene Firmen-Rennserie bei TAMIYA aufgebaut und eine Möglichkeit gesucht, die Fahrer zu informieren. Also besorgte ich mir die Forensoftware, sicherte die Domain und fing an. Angefangen hat alles mit 25 Mitgliedern, später kamen neben dem Automodellsport auch die Bereiche Flugmodelle und Schiffsmodelle hinzu. Heute zählen wir sicher zu den größten Foren.

Mit wie vielen Mitgliedern?

Derzeit haben wir so zwischen 20.000 und 25.000 aktive Mitglieder. Auf die Aktivität lege ich auch großen Wert. Aller drei Monate werden die Karteileichen entfernt, also Benutzer, die sich nur einmal angemeldet haben, weil sie schnell etwas wissen wollen. Rund 3000 Nutzer fallen so regelmäßig durch den Rost – aber das Forum soll ja auch lebendig bleiben.

Nun ist das Forum sehr breit aufgestellt mit sehr vielen Bereichen. Kann man sagen, wo am meisten diskutiert wird?

Das ändert sich quasi wöchentlich, aber ich denke, die Bereiche Automodellsport und Flugmodellsport sind stark frequentiert. Besonders stolz bin ich auf das bei uns integrierte Schuco-Forum. Das ist das offizielle Forum des Herstellers, das auch auf deren Website verlinkt ist. Schuco stellt dafür eigene Moderatoren, wir übernehmen die technische Bereitstellung.

Weil wir gerade bei Firmen sind – welchen Stellenwert hat solch ein Forum bei Herstellern?

Ich denke mal, einen großen. Immerhin gibt es hier die Möglichkeit, quasi zentralisiert Problembeschreibungen von Kunden einzusehen oder direkt zur Zielgruppe zu sprechen. Das passiert auch wirklich und steigert natürlich die Glaubwürdigkeit der Hersteller. Aber auch Verlage nutzen unser Forum, um Neuigkeiten und Themen ihrer Fachzeitschriften bekannt zu machen.

Kurz zurück zu den Forennutzern. Kommen die nur aus Deutschland?

Sie kommen hauptsächlich aus Deutschland und zwar bundesweit. Allerdings auch aus der Schweiz und Österreich, Italien, Holland oder Dänemark. Das macht mich natürlich stolz.

rc_forum_logoBei rund 20.000 Besuchern ist es sicher schwer, Forentreffen zu organisieren.

Ja, aber das heißt nicht, dass keine Treffen stattfinden. Auf regionaler Ebene werden Treffen abgehalten, etwa in Bremen. Darüber hinaus gibt es im Forum ganz neu den Bereich Interessengemeinschaften und Communitys. Hier gibt es auch die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen und etwa Treffen zu organisieren.

Wie wichtig sind denn Communitys in der Modellbauszene?

Nun, es ist quasi ein Verein im Internet. Man könnte beispielsweise in solch einer Community alle Interessenten zum Thema Automodellsport sammeln. Oder es könnte eine Dresden-Gruppe geben, die sich dort zum Wettkampf gegen Leipzig bespricht. Beispielsweise. :-) Natürlich gibt es auuch die Möglichkeit, eigene Bilder hochzuladen und Kontakte anzulegen.

Das klingt nach einem eigenen Social Network im Bereich des RC-Sports.

Ist es auch und damit sind wir wieder Vorreiter, das gibt es bislang noch nicht in unserem Genre.

Ganz kurz: Warum sollte man Mitglied im RC-Forum werden?

Ich würde sagen, weil 1,8 Millionen Besucher im Monat nicht irren können. :-)

Die alle kostenlos lesen und schreiben dürfen?

Ja, natürlich, die Nutzung ist komplett kostenlos. Händer und Hersteller dürfen sich gern einbringen in Form von Bannerwerbung. Trotzdem bleibt das Forum ein Hobby. Die Einnahmen werden ins Hosting der Website und in die Programmierung von Updates gesteckt.

Dann wünschen wir noch viel Vergnügen weiterhin und Danken für das Interview.

Ich danke auch.

Betreiben auch Sie ein interessantes und erfolgreiches Forum? Schreiben Sie uns – wir stellen es hier gern vor!


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Sind Modellbauer aggressiv?

aggressiv_240Ehrlich gesagt, ich habe lange überlegt, welche Überschrift ich wählen soll. Oder welches Foto. Weil die Geschichte einfach so unglaublich klingt. Die Augsburger Allgemeine berichtet, ein 26-jähriger Modellbauer habe seinen Freund beim Streit um einen Spatel mit eben diesem in den Hals gestochen. Und dadurch getötet.

Benutzer “Maggi” fragt sich daraufhin im Forum RC-Network: “Sind Modellbauer aggressiv?” Und erntet aufgrund der gebauten Zusammenhänge zwischen dem rauen Ton in einem Forum und einem Streit in der Realität sogleich Unverständnis von anderen Nutzern. Modellbauer seien nicht aggressiver als alle anderen Menschen, so die einhellige Meinung.

Dennoch wollen wir das Thema hier mal aufgreifen: Macht Modellbau eventuell doch aggressiv? Wird man unberechenbar, wenn beim Basteln etwas nicht gelingen will oder man sogar noch um sein Werkzeug kämpfen muss? Wie sieht das bei Ihnen aus – Gemütsmensch oder Modellbau-Bestie? Sagen Sie’s uns in den Kommentaren.

Foto: crosathorian/flickr Lizenz: CC Namensnennung 2.0


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