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Gelungener Jungfernflug des Cri Cri-Nachbaus in der Leipziger Messehalle

Seit einem Jahr baut Schönle das Modell der Cri Cri, dem kleinsten zweimotorigen Flugzeug der Welt, im Maßstab 1:1 nach. Bis zur modell-hobby-spiel fehlten nur noch letzte Details wie die Lackierung und Verkleidung. Aber: Das Modellflugzeug hatte bis zu seinem Leipziger Auftritt noch nie abgehoben.

Mit Spannung erwarteten die Messebesucher und der passionierte Modellbauer daher den Jungfernflug. Hält das Modell, was es verspricht? Kann ein so großes Modellflugzeug in einer Halle starten und landen? “Ich habe die Stimmung in der Halle nur zum Teil wahrgenommen”, meint Jürgen Schönle. “Meine Konzentration lag voll bei dem Modell. Mein Empfinden war, hoffentlich geht alles gut, hoffentlich fliegt sie und landet heil.” Es ging nicht nur gut. Es lief perfekt. Unter den Augen des staunenden Publikums eroberte sich der Cri Cri-Nachbau den Luftraum der Messehalle.

Neben der Planung und Realisierung des Modells war vor allem der Transport nach und von Leipzig eine Herausforderung. Für die Reise nutzte der Modellbauer einen Anhänger, für den eine spezielle Hardcover Abdeckung konstruiert wurde. “Das Packen hatte etwas von Tetris, zumal ich ja mehr Modelle als nur die Cri Cri dabei hatte”, so Schönle. Fazit: “Der Aufwand an Zeit und Geld hat sich für mich definitiv gelohnt.”

Letzte Handgriffe des Teams um Jürgen Schönle vor dem Start der Cri Cri im Maßstab 1:1

Letzte Handgriffe des Teams um Jürgen Schönle vor dem Start der Cri Cri im Maßstab 1:1

Und so startet Schönle mit seinem Cri Cri Modell auch im kommenden Jahr auf zahlreichen Veranstaltungen. Damit es spannend bleibt, tüftelt er schon an den nächsten Modellflugzeugtypen.

Cri Cri ist übrigens das französische Wort für Grille. Und Franzose ist auch der Erfinder – Aerodynamik-Ingenieur Michel Colomban. Das Original erhob sich 1973 das erste Mal in die Lüfte.

Fotos: Jens Schlüter


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Jetmodell-Weltmeister zu Gast in Leipzig

Welche Vorbereitungen stehen hinter Ihrem Mannschaftssieg bei der Jetmodell Weltmeisterschaft 2011?

Der Zeitaufwand ist individuell sehr verschieden. Das ein oder andere Team-Mitglied hat über 500 Stunden allein in den Bau des Modells investiert. Dazu kommt dann noch das Flugtraining. Hier ist die reine Flugzeit zwar nicht so hoch, aber insgesamt ist auch das Flugtraining durch Anfahrten und Aufbau mit einem hohen Aufwand verbunden. Dazu kommt, dass die Team-Mitglieder eben nicht nur Wettbewerbe sondern auch bei Flugshows fliegen. Auch dafür müssen Modelle gebaut und gewartet werden. Und im Sommer beteiligen wir uns fast jedes Wochenende an einem anderen Flugtag.

Was zeichnete das deutsche Team zur Jetmodell Weltmeisterschaft 2011 aus?

Wir haben bei der Jetmodell Weltmeisterschaft in Dayton neben einer sehr guten Leistung vor allen Dingen viel Teamgeist bewiesen. Jeder hat jedem geholfen. Die Stimmung in der Mannschaft war ausgesprochen gut und die gegenseitige Unterstützung aller beteiligten Mannschaften hoch.

David Büsken - Mannschaftsführer des Jet-Teams Germany

David Büsken - Mannschaftsführer des Jet-Teams Germany

Wie viele Teilnehmer hatte die JET-WM?

Leider war die Jetmodell Weltmeisterschaft in den USA mit 56 Teilnehmern nicht so gut besetzt. Wir lagen in der Vergangenheit schon deutlich darüber. Das Problem sind immer wieder die hohen Transportkosten, die bei solchen Veranstaltungen anfallen. Ganz nebenbei sind die USA im Moment als Reiseland auch nicht unbedingt günstig. Alleine für unsere sechs Kisten beliefen sich die Transportkosten auf 15.000 Euro.

Wer übernimmt die Reisekosten?

Die Mannschaftsmitglieder tragen die Reisekosten selber. Wir sind froh, dass wir durch die Sponsorgelder unsere Transportkosten abgedeckt haben.

Welche Ausrüstung braucht man, um an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen? Oder sind das die gleichen Modelle mit denen auch jeder “normale” Hobbyflieger ausgestattet ist?

Grundsätzlich braucht man keine besondere Ausrüstung, um an einer Weltmeisterschaft teil zu nehmen. Lediglich die Anforderungen an das Modell sind natürlich höher, als für die meisten Hobbypiloten sinnvoll. Die Modelle werden von den Punktrichtern auf Maßhaltigkeit geprüft. Dazu werden Bilder, Zeichnungen und Dokumente vom Original eingereicht und mit dem Modell verglichen. Für den reinen Spaß ohne Wettbewerb macht es keinen Sinn, einen derartig hohen Aufwand zu betreiben. Das machen im Übrigen auch unsere Teammitglieder nur, wenn sie die Modelle für einen Wettbewerb bauen.

Letzte Handgriffe im Jet-Team Germany zur Jetmodell Weltmeisterschaft 2011 in Dayton

Letzte Handgriffe im Jet-Team Germany zur Jetmodell Weltmeisterschaft 2011 in Dayton

Was unterscheidet das Lenken der Jetmodelle von anderen Modellflugzeugen?

Die Jetmodelle sind gar nicht so viel anders zu fliegen als andere Modelle in der Größe. Lediglich das Gewicht bzw. die Flächenbelastung ist sehr hoch und daher lassen die Modelle sich nicht so langsam fortbewegen wie andere. Der Turbinenantrieb hat auch noch ein paar Eigenheiten, die in der Kombination das Landen dann doch schwerer gestalten als bei einem Propellermodell. Durch die teilweise relativ hohen zu erreichenden Geschwindigkeiten, fliegt man mit Jetmodellen weiträumiger und man braucht ein gutes Auge um auch in größerer Entfernung die Fluglage noch erkennen zu können.

Können sich die Besucher der modell-hobby-spiel auf ein Treffen mit der Weltmeister-Mannschaft freuen?

Die Mannschaft wird ihre Modelle zur modell-hobby-spiel ausstellen und wir werden auch mit ein paar Mitgliedern der Mannschaft in Leipzig sein. Leider ist es vor Ort nicht möglich, die Flugzeuge in der Luft zu präsentieren. Aber natürlich zeigen wir gerne interessierten Besuchern die Tricks und Kniffe an den Modellen und beantworten Fragen zu Bau und Flug von Jetmodellen.

Was ist das nächste große Highlight für Ihre Mannschaft?

Wir freuen uns wahnsinnig auf die Jetmodell Weltmeisterschaft 2013 in der Schweiz. Nicht nur, dass wir seit Jahren mal wieder eine WM mit dem Auto erreichen können. Die Schweizer sind für ihre tollen Events im Modellflug-Bereich bekannt. Die Region um das Haslital ist eine klasse Urlaubsgegend und was gibt es für einen Jet-Modellflieger schöneres, als auf einer Militärbasis sein Flugzeug zu fliegen?

Weitere Informationen zum Deutschen Jetmodell Team können Interessierte im Internet unter http://www.jet-team-germany.de finden.

Fotos: Jet-Team Germany


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Modellflug: Nur der Spaß am Fliegen zählt

Welche Formen des Flugmodellbaus gibt es?

In der heutigen Zeit kann man schon zwischen Modellbauer und Modellflieger unterscheiden. Der Modellbauer baut sein Modell aus einer Vielzahl von Einzelteilen, die er zum Teil auch selbst anfertigt, zusammen. Im zweiten Schritt bringt er das Modell zum Fliegen. Der Modellflieger hingegen nimmt eher “Fertigmodelle” oder vorgefertigte Bausätze. Denn bei ihm steht der Spaß am Fliegen im Vordergrund.

Modellflieger_mit_Zubehoer_530

Über welche Fertigkeiten sollte ich für das Hobby verfügen?

Okay, das gilt nicht nur für unser Hobby, aber der wichtigste Aspekt ist der Wille, dieses wunderschöne Hobby zu betreiben. Eine weitere Vorbedingung ist das technische Grundverständnis für das Modell und die entsprechende Elektronik. Wer mit diesem Freizeitspaß beginnen möchte, kann diese beiden Fertigkeiten leicht erlernen. Nicht zuletzt sollte man über Geduld verfügen.

Wie erlange oder verbessere ich die geforderten Fertigkeiten?

Das Verbessern der Fertigkeiten kann in einer Modellflugschule, in Seminaren oder beim Austausch auf dem Modellfluggelände mit anderen Piloten erfolgen.

Was ist das beste Einstiegsalter für den Flugmodellbau?

Der Einstieg in den Flugmodellbau ist zwischen 5 und 75 Jahren möglich. Die Jüngsten beginnen oft mit Freiflugmodellen oder Gummimotormodellen bevor es an die Modelle mit Fernsteueranlage geht. Es ist wichtig, dass die zukünftigen Piloten das richtige Modell zu ihren Vorstellungen und Fähigkeiten verwenden, deshalb müssten sie sich vorher eingehend informieren.

Modellhubschrauber_mit_Zubehoer_530

Wie groß ist das Investitionsbudget für den Einsteiger?

Bei Modellflugzeugen liegt der Einstiegspreis bei Komplettmodellen zwischen 60,- und 90,- Euro, bei einem Hubschraubermodell als Komplettmodell mit vier Kanälen zwischen 70,- und 120,- Euro.

Zur kommenden modell-hobby-spiel stellen wir die verschiedensten Hubschraubermodelle für Einsteiger und Profis vor. Und natürlich stehen wir dort für Fragen rund um das Hobby gern zur Verfügung.

Vielen Dank für das Interview, Herr Reinholz.

Unter www.Modellbau-Rainholz.de finden Modellflugfans weitere Informationen oder können sich an Foren wie: www.forum.mikrokopter.de, www.rc-heli.de, www.rc-modellscout.de, www.rclineforum.de/forum/index.php, www.rc-network.de/forum/content.php beteiligen.


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Neue Aussichten für Modellflugfans mit First-Person-View (FPV)

Welche Ausrüstung wird dafür benötigt und wie teuer ist sie?

Für den Anfang genügt ein Start-Paket. Zum Start-Equipment gehört eine kleine Videokamera, ein Videosender und eine Videobrille mit Antenne. Manche Antennen sind in der Brille integriert. Eine externe Antenne ermöglicht jedoch den besseren Empfang. Zu Beginn sollte eine Investition von insgesamt 300 bis 400 Euro genügen.

Voraussetzung für das Start-Paket ist ein bereits vorhandenes Modellflugzeug mit ausreichend Platz für die Kamera. Zudem sollte das Flugzeug stabil genug sein, um das Gewicht der neuen Technik tragen zu können. Nur Modelle, die diese Bedingungen erfüllen, lassen sich einfach umrüsten. Ich empfehle ohnehin das Hobby First-Person-View erst anzugehen, wenn man über einige Erfahrung im klassischen Modellflug verfügt. Zudem ist es sehr kostenintensiv, wenn man ohne jegliche Modellflugerfahrung gleich ins FPV-Hobby einsteigt.

Introducing FPV from dark side crew on Vimeo.

Bedeutet mehr Technik auch mehr Information?

Wie bei den meisten Hobbys gibt es zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten, die den Genuss für Fans erhöhen.

Ein On-Screen-Display-System beispielsweise zeigt in Echtzeit die Flugdaten wie GPS-Informationen auf der Videobrille an. Der Pilot weiß so, wie hoch das Flugzeug hier und jetzt ist, wie groß die Entfernung zum Startplatz ist oder wie hoch die Akkuleistung ist. Es gibt aber auch Temperatur- oder Drehzahl-Sensoren. Alle diese Informationen sind für den Piloten nützlich und aus meiner Sicht die Investition wert.

Ein sehr interessantes Ausrüstungsdetail ist das Pan/Tilt-Gestell für die Kamera. Mit Hilfe des Gestells ist eine Schwenk-Neige-Bewegung der Kamera möglich. Dieses Gestell kann über die Fernsteuerung bedient werden. Alternativ kann der Pilot aber auch über seine Kopfbewegungen die Kamera in Echtzeit steuern. Hierzu nutzt man einen sogenannten Headtracker.

Sehr nützlich ist ebenfalls ein Return-to-Home-System. Diese Technik sorgt nicht nur für eine stabile Fluglage sondern bringt das Flugzeug auf Wunsch oder bei Schwierigkeiten automatisch zurück zu seinem Startplatz.

What is FPV? (Winter/Spring) remix from M.S. on Vimeo.

Funktioniert die Videobrille auch bei Brillenträgern?

Die Hersteller bieten zwei Varianten für Brillenträger an. Zum einen gibt es Videobrillen die vor der normalen Brille sitzen und bei Bedarf runter geklappt werden. Zum anderen kann der FPV-Fan in seine Videobrille seine Dioptrien einarbeiten lassen oder sogar individuell einstellen, je nach Modell. Und natürlich bleibt immer die Option zur Nutzung von Kontaktlinsen.

Was empfehlen Sie FPV-Neulingen?

Einsteiger sollten ihr umgerüstetes Modellflugzeug zunächst von erfahrenen (FPV)-Piloten steuern lassen, um sämtliche Einstellungen des Flugmodells zu überprüfen. Im nächsten Schritt schaut der Neuling schon einmal per Videobrille zu, während der FPV-Pilot das Modell steuert. Damit kann man sich als Einsteiger erstmal an die neue Perspektive gewöhnen, ohne ein Risiko einzugehen. Vor dem Start sollte immer die Qualität und die Belegung der Kanäle der Videoübertragung kontrolliert werden.

Und natürlich müssen sich alle Piloten darüber im Klaren sein, dass für ein FPV-Modellflugzeug alle Regeln des Modellflugs gelten. Mit oder ohne Kamera an Bord sollte man nicht über bewohntes Gebiet fliegen.

Interessenten können sich mit dem Hobby auch auf der kommenden Messe modell-hobby-spiel vertraut machen. An allen vier Messetagen sind Demonstrationsflüge mit Quadrokoptern in der Halle möglich. Wir planen zudem Fachvorträge rund um das Thema FPV.

Vielen Dank Herr Mey für die interessanten Einblicke in das Hobby mit Ausblick!

Weitere Informationen finden Interessenten unter: www.fpv-community.de, www.facebook.com/FPVCommunityde und www.twitter.com/#!/fpvcommunity_de

Foto: Verlagshaus Wellhausen & Marquardt Medien

Videos: fpv-community.de


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First-Person-View: Modellfliegen aus Piloten-Perspektive

Technisch ist das heutzutage kein Problem – dank First-Person-View, dem neuen Trend im RC-Modellflugsport. Dabei ist am ferngesteuerten Fluggerät eine Mini-Kamera befestigt. Per Funksignal werden die Daten in Echtzeit zum Boden übertragen – und direkt auf der Videobrille des Piloten ausgegeben. Dadurch entsteht der Eindruck, als würde man selbst in der Kanzel sitzen und aus Pilotenansicht navigieren. Die Illusion ist perfekt, der Modellflugsportler dem Traum vom Fliegen einen großen (virtuellen) Schritt näher.

Eine himmlisch schöne Sache. Wenn man sich an die gültigen Regeln hält.

Regeln? Welche Regeln?

Gute Frage! First-Person-View ist ein vergleichsweise neues Segment des Modellflugsports – mit faszinierenden Perspektiven. Doch nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch erlaubt. Der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV), mit mehr als 73.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung für Modellflugsportler in Europa, hat Anfang Juli angekündigt, im Dialog mit Vertretern der FPV-Community ein verbindliches Regelwerk zu erarbeiten, um diese neu Sparte auf einer soliden Basis in den Modellflugsport zu integrieren.

FPV-Modellflugzeug

FPV-Modellflugzeug

Das Ziel ist es, Piloten eine verlässliche Rechtsgrundlage zu schaffen, auf der sie ihr innovatives Hobby betreiben können. Dabei sind neben allgemeinen Sicherheitsaspekten auch Fragen von Persönlichkeitsrechten und Datenschutz zu beachten. Den verantwortungsbewussten FPV-Fliegern ist natürlich klar, dass diese Gesetze eine Basis für die erfolgreiche Umsetzung des Hobbys bieten. Flüge über bewohntes Gebiet sind tabu, Zulassungsvorschriften und Flugverbotszonen werden beachtet.

Fotos: Verlagshaus Wellhausen & Marquardt Medien

Weitere Informationen bekommen Sie unter:

Vom 30. September bis 3. Oktober auf der Messe modell-hobby-spiel. Experten und Fans diskutieren im Fachtreffpunkt-Modellbau über First-Person-View.

Beim Deutschen Modellflieger-Verband: www.dmfv.aero

Beim Fachmagazin “RC-Flight-Control”: www.rc-flight-control.de

Beim Verbandsmagazin “Modellflieger”: www.modellflieger-magazin.de

Bei der First-Person-View-Community: www.fpv-community.de

oder in Foren wie: www.forum.mikrokopter.de, www.rc-heli.de, www.rc-modellscout.de, www.rclineforum.de/forum/index.php, www.rc-network.de/forum/content.php, www.rcforum.de


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Heli Action zum Ausprobieren

Auch in diesem Jahr gibt es auf der modell-hobby-spiel wieder atemberaubende Flugshows zu sehen. Mitglieder des Deutschen Modellflieger Verbandes präsentieren ihre Show “Heli Action”. An allen drei Messetagen sind Matthias Hof, Heiner Juenkering, Kay Matthiesen und Eric Postlack vor Ort und erklären den Besuchern die gesamte Bandbreite des Modellhubschraubersports. Zu bestaunen gibt es etwa das 17 Kilo schwere Modell des Jet Ranger XL, einem elektrobetriebenen Helikopter. Als Fliegengewicht kommt dagegen der T-Rex 450 daher, der nur 800 Gramm leicht ist.

heli_300Wer selbst mal “Hand anlegen” will an die Fernbedienung von solchen Trick-Helis, der hat auf der Messe die Gelegenheit dazu. Denn auf der Messe gibt es im Rahmen des Projektes “Starthilfe Modellsport” zahlreiche Angebote. Unter anderem wird es ein “Lehrer-Schüler-Fliegen” geben. “Hier stehen verschiedene Hubschraubermodelle zur Verfügung, die mit zwei Fernbedienungen gesteuert werden. Eine bekommt der Flugschüler, eine der Lehrer”, sagt Christian Zoch. Der Fachoberschüler ist erst 17 Jahre alt, aber bereits Deutscher Jugendmeister im Elektrosegelflug. Mit seinem Helikopter beherrscht er die verrücktesten Stunts. Rückwärts fliegen, auf den Kopf legen, wilde Schrauben oder schnelle Sturzflüge gehören dazu. “Grenzen gibt es da quasi keine. Das ist ein prima Sport, um seine Fingerfertigkeiten zu trainieren”, meint er.

Mit fünf Jahren fing Christian an, sich für das Hobby zu begeistern. Dass er nun mit 17 Jahren bereits als Lehrer fungieren darf, sei “ein komisches Gefühl”, wie er sagt. “Ich gebe ja auch bei uns auf dem Flugplatz vom MFC Leipzig-Süd solche Kurse. Das ist teilweise ungewohnt, vor allem, wenn ich ältere Besucher zurechtweisen oder anlernen muss.” Insgesamt sei die Reaktion der Flugschüler aber immer positiv. “Die freuen sich, dass ich als junger Mensch so viel Spaß an diesem Hobby habe”, berichtet Christian.

Und so sieht es aus, wenn Christian “abhebt”:


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Ehrung für junge Modellbauer

habicht_240_2Strahlender Sonnenschein aber nicht zu heiß – so präsentierte sich das Wetter am Samstag beim Schau-Modellfliegen des Habicht e.V. auf dem Modellflugplatz Pegau. Einzig der recht starke Wind trübte die Freude der Modellbauer – einige Flugzeuge blieben darum am Boden. “Wir veranstalten hier unser Fliegerfest”, sagte Vereinsvorsitzender Andreas Funke. Zahlreiche Vereinsmitglieder und Gastflieger hatten ihre Motorflugzeuge, Segelflieger oder Hubschrauber mitgebracht, um den Gästen eine tolle Show zu bieten.

Ihren großen Auftritt hatten aber Jonas Hanisch und Tobias Haubenschild. Die beiden Schüler gehören der AG Flugmodellbau der Lernförderschule Elstertrebnitz an. Geehrt wurden sie auf dem Flugplatz für ihre hervorragenden Leistungen im Modellsport. Walter Christian Steinbach, Präsident der Landesdirektion Leipzig und Schirmherr des Habicht e.V., überreichte den Jungs je eine Urkunde. “Herzlichen Glückwunsch für die tollen Leistungen. Als Dank schenkt Euch der Verein eine zweijährige Segelflugausbildung auf dem Flugplatz Oschatz”, so Steinbach. Eine große Ehre und ein lukratives Geschenk für die beiden, die nicht nur ihre Modelle hoch fliegen lassen wollen. Immerhin 35 Euro pro Monat sind nun pro Flugschüler fällig, zuzüglich der Kosten für Tauglichkeitsuntersuchungen, Anmeldungen und so weiter.

habicht_schueler

Der Habicht e.V. ist ein echter Mehrwertverein, denn der Flugmodellsport ist nur eine “Baustelle”. So gestaltet der Verein das Ganztagsangebot des Johannes-Kepler-Gymnasiums Leipzig und ist auch an der 84. Mittelschule in Leipzig-Grünau und an bereits angesprochener Lernförderschule tätig. Zu den Angeboten zählen unter anderem Tischtennis, Elektrotechnik, Spanisch und auch so ungewöhnliche Dinge wie Kunstradfahren und Physik im Kindergarten. “Ja, der Physikunterricht im Kindergarten ist richtig prima. Wir lassen Zehntklässer des Keppler-Gymnasiums mit den Kindern arbeiten. Die Gymnasiasten gehen dazu in den Kindergarten an der Weißenfelser Straße und führen Experimente mit den Kleinen durch. Das kommt super an und soll ausgebaut werden”, sagt Andreas Funke.

habicht_240Bei der modell-hobby-spiel ist der Habicht e.V. auch regelmäßig vertreten. In diesem Jahr wird es eine Bastelstraße geben. Außerdem sollen Wurfgleiter aus Holz gebaut und verteilt werden. Und ein echtes Schwergewicht soll zu sehen sein: Der Nachbau einer B25 aus dem Zweiten Weltkrieg. Vereinsmitglied Roland Berger will das Monstrum mit 150 Kilogramm Gewicht und einer Spannweite von 6,86 Metern bis zur Messe fertig gestellt haben. Zwei Motoren mit je 26 PS werden das Modell, das wegen seines Gewichtes rechtlich gesehen bereits ein Luftfahrzeug ist, antreiben. Beide Motoren hatte Berger bereits am Sonnabend zur Flugschau mit – und ließ sie mit lautem Dröhnen “einlaufen”, wie es heißt. Da staunte nicht nur Landesdirektionspräsident Steinbach, sondern auch alle umstehenden Besucher.

habicht_einlaufen


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Männer und ihre Spielzeuge

Die modell-hobby-spiel macht es Familienvätern erstaunlich leicht, ihrem Spieltrieb nachzugehen. Sie brauchen noch nichtmal eine Ausrede wie: “Aber dem Kleinen gefällt es hier bei Lego doch so gut, lass uns noch bleiben!” Denn während der Vater mit dem Sohne rote Steinchen stapelt, kann Mama mit Töchterchen die kreativen Sinne schärfen und beispielsweise Tonfiguren und Holzherzen bemalen oder den Adventskranz für Weihnachten vorbereiten.

Und dann gibt es noch die Sorte Männer, die einfach spielen müssen. Weil sie sowieso jeder bewundert. So wie die Helikopterpiloten in Halle 4. Wenn sich in einem Modellhubschrauber die Turbine zu drehen beginnt, um kurz darauf das typische Geräusch wie bei den großen Vorbildern von sich zu geben, bleibt die ganze Familie mit offenem Mund stehen und schaut dabei zu, wie das Fluggerät seine Runden zieht. Etwa 15.000 Euro kostet dieses Exemplar hier. Nichts für Anfänger, wie der Moderator vom Deutschen Modellflieger Verband (DMFV) sagte, denn dies ist die hohe Kunst, das obere Ende der Modellhelikopter-Fliegerei. Mit Spiel, wie eingangs erwähnt, hat das also schon lange nichts mehr zu tun. Wer sich für das Hobby interessiert und einen Einstieg sucht, sollte sich einem Verein anschließen. Die gibt es laut DMFV statistisch gesehen aller 20 Kilometer. Anlaufstelle hier: Die Website des DMFV, die alle Mitgliedsvereine listet.


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modell-hobby-spiel: Die Höhepunkte am Freitag

Die modell-hobby-spiel ist eine unglaublich vielseitige und bunte Messe. Alle Höhepunkte aufzuzählen, ist unmöglich. Darum hier nur einige lohnenswerte Stände und Vorführungen, die Sie am Freitag ansteuern sollten. Das Gesamtprogramm finden Sie hier. Dort werden nach Tagen sortiert die Höhepunkte angezeigt.

13 und 17 Uhr, Halle 5, B40: Nachtflugshow mit beleuchteten Modellen

ganztags, Halle 2, Stand C70: Kreative Post an den Weihnachtsmann beim 3. KreativTag

10 bis 17 Uhr, Halle 4, Stand B05: Offroad Messepokal Leipzig 2008 der RC-Verbrenner-Cars. Erstes Training. Quali und Läufe an den Folgetagen.

11.30 Uhr, Halle 2, Stand J68: 9. Meisterschaft “Die Siedler von Catan”, gleichzeitig Qualifikationsturnier zur 12. Deutschen Catan-Meisterschaft. Infos zum Veranstalter

11.30 Uhr und 15.30 Uhr, Halle 2, Stand J68: Schnellschachturnier des SK Furtuna Leipzig

12.30 Uhr, Halle 3, Stand F14: Fachvortrag zum Thema “Modellbahnsteuerung per Computer für analoge und digitale Systeme

ganztags, Halle 2, Stand G12: Malen mit der Bob-Ross-Technik. Lernen Sie malen wie der berühmte TV-Maler mit der eigenwilligen Frisur.

ganztags, Halle 2, C11: Weihnachten kommt schneller, als Sie denken! Basteln von weihnachtlichen Miniaturen z. B. Weihnachtsbäume etc.

ganztags, Halle 5, H07: aktiver Plastmodellbau am Stand

Wir wünschen einen angenehmen, kreativen und verspielten Tag auf der Messe!


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Mein erstes Modell (Daniel Große)


Wenn man mal von diversen kleinen Häusern meiner Modelleisenbahn absieht, so stand dieser Tage das erste Modell meines Lebens vor mir. Und wartete darauf, zusammengebaut zu werden. Geschenkt bekam ich es, wie alle Journalisten, bei der Pressekonferenz in der vergangenen Woche: eine Antonov AN-124. Sein echtes Vorbild kann 150 Tonnen Fracht aufnehmen und war einst das größte jemals gebaute Frachtflugzeug. In diesem Jahr wurde die Produktion wieder aufgenommen, eben wegen des Erfolgs im Logistikbereich.

Nun fühlt man sich als Pressevertreter ja geehrt, wenn man ein solch anspruchsvolles Modell geschenkt bekommt. Ob es nun gleich Skill-Level 5 von Revell sein musste, darüber lässt sich aber streiten. Trotzdem wollte ich das schöne Modell nicht im Karton lassen und machte mich am Folgetag der Pressekonferenz ans Werk.

Erste Erkenntnis: Modellbau heißt vor allem “kleinteilig”. Keine Ahnung, wie viele Einzelteile das Modell hat, aber es sind viele. Zweite Erkenntnis: Ich brauche Leim. Welchen, weiß ich nicht. Im Einkaufsmarkt greife ich zu einem, der eine Dosierspitze mitbringt und auch Plastik kleben kann. Funktioniert sogar erstaunlich gut. Dritte Erkenntnis: Zeitung ist als Unterlage nur bedingt geeignet. Unweigerlich passiert es, dass man Druckerschwärze an den Fingern hat, die sich wunderschön auf die weißen Flugzeugteile verteilt.


Vierte und wichtigste Erkenntnis: Modellbau macht Spaß! Ja, wirklich! Zwar ist es anfänglich etwas schwierig, die richtigen Teile in der richtigen Richtung so zusammenzukleben, dass es am Ende auch so aussieht wie auf der Zeichnung. Hat man es dann aber geschafft und sieht man, wie das Modell nach und nach entsteht, kann man kaum aufhören. Darum gehe ich jetzt wieder an den Basteltisch. Nächstes Level: Nichtmal fingernagelgroße Abziehbilder auf Cockpitteile kleben. Also dann…


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Helikopter-Akrobaten zeigen ihr Können

Spricht man vom ‘bolzen’ denkt man in Deutschland gemeinhin an ein Maschinenelement oder das eher freizeitliche Fussballspielen. Doch weder mit dem Einen, noch mit dem Anderen hat das Bolzen im Modellbereich zu tun.
Hier tritt nicht etwa eine Mannschaft von Modellfliegern gegeneinander im Heli-Fussball an; hier wird dem sonst so geliebten Modell einmal etwas weniger Beachtung geschenkt als sonst. Denn unter ‘bolzen’ versteht der Modellbauer das “Gas geben”, bei dem waghalsige Manöver und hohe Geschwindigkeiten sich abwechseln.

Einer solchen “Stuntshow” können Besucher der ‘modell-hobby-spiel’ dank Thunder Tiger und RC-Heli-Action während der Messe einmal beiwohnen. Die Top-Piloten von Thunder Tiger gehen hier mit ihren Flugmodellen an die Grenzen ihrer Leistung und zeigen eine rasante Show.
Vorgeführt mit Raptor- und Mini-Titan-Modellen bieten sie faszinierende Figuren wie Überschlag, Loopings oder Schrauben.
In ihren Show-Pausen stehen die Profi-Piloten für die Fragen interessierter Gäste zur Verfügung und geben Tipps für Modell-Flieger. Denn Bolzen ist nichts für Anfänger – zumindest, wenn man länger etwas vom eigenen Modell haben will. Auch deswegen sind die Bolz-Profis eher die “Stuntmen des Modellfliegens”, die aus ihren Maschinen nicht ohne Gefahr für das Fluggerät versuchen das letzte bisschen Flugfähigkeit herauszukitzeln.

Wer einen Eindruck bekommen will, was ihn in den Hallen der Messe erwartet, sollte das folgende Video nicht verpassen:


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Zeig mal her! Modellversium präsentiert Modelle aller Art

Modellbauforen gibt es viele. Klar, der Austausch von Wissen, Informationen und Techniken ist für Modellbauer oft Gold Wert. Einen anderen Weg geht Modellversium.de. Die Website ist vor allem ein Showroom für fertige Modelle jeglicher Art und zählt heute zu den größten Plattformen ihrer Art. Wir sprachen mit Tim Vereecke, einem der Initiatoren. Der 29-Jährige ist selbst Modellbauer und nun Chefredakteur des Magazins.

Herr Vereecke, was drückt der Name Modellversium aus und können Sie uns einiges über die Anfänge sagen?

Sehr gern. Begonnen wurde die Website 2001 von Christoph Klawitter, der auch nach wie vor noch der Betreiber ist. Da er aber nun in Aghanistan arbeitet, habe ich die Redaktionsleitung übernommen. Christophs Grundgedanke war damals, eine deutsche Modellbauseite im Internet zu etablieren, weil es nur verschiedene englischsprachige gab. Von Anfang an hat er auf den persönlichen Bezug zu den künftigen Benutzern gesetzt. So wurde ein Chat eingeführt und die Möglichkeit, eigene Beiträge einzusenden. Der Name Modellversium soll ausdrücken, dass wir ein Universum von Modellen abbilden. Naja, zumindest versuchen wir das. (lacht)

Das ist heute quasi der eigentliche Ansatz von Modellversium, oder?
… lesen Sie weiter!


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