Wie seid Ihr auf das Hobby gestoßen?
Janis: Ein Freund zeigte mir vor zwei Jahren ein paar Figuren. Ich war sofort fasziniert und wir sind gemeinsam zum Games Workshop, einem Geschäft in der Leipziger Innenstadt gegangen. Dort gibt es die verschiedenen Bauteile und das Zubehör zu kaufen. Vor allem aber leiten die Mitarbeiter Neueinsteiger in Workshops an. Nach einem solchen Workshop stand für mich fest, das ist mein Ding.

Thomas und Janis mit ihrer Spielaufstellung von Taukriegern
Thomas: Ich kannte schon das Warhammer 40.000 Computerspiel Dawn of War. Dann hat mir Janis seine Modelle gezeigt und mich von diesem Hobby überzeugt. Seit einem Jahr bevölkern daher immer mehr Tau, Tyraniden und Hochelfen mein Zimmer.

1. Schritt: Das Heraustrennen der Figurteile
Woraus besteht denn euer Hobby?
Thomas: Im ersten Schritt holen wir die Einzelteile der gewünschten Figuren aus der Verpackung. Danach stecken wir die Arme, Beine, Körper und Waffen zusammen. Dabei müssen wir sehr sorgfältig kleben.

2. Schritt: Die Figurteile werden mit Kleber befestigt
Janis: Der kreative Teil ist dann das Anmalen. Jeder Sammler kann die Farbe für seine Völker auswählen und sich für verschiedene Maltechniken entscheiden. Mein neuesten Volk, die Tau, male ich beispielsweise schwarz, rot, gold, giftgrün und grau an. Zusätzlich benutze ich bei einigen Körperteilen die Technik Trockenbürsten. Dabei nehme ich ganz wenig Farbe auf den Pinsel und bürste mit dem fast trockenen Pinsel auf die Stelle. So wirkt es nicht wie neu. Und manchmal nehme ich nach Monaten neue Farben zu Hand und fange von Vorne an.

3. Schritt: Die Figur ist fertig geklebt und grundiert
Thomas: Die Figuren sind im Schnitt zwischen zwei und fünf Zentimeter klein, die Läufer immerhin schon bis zu zehn Zentimeter. Und selbst die Fluggeräte und Panzer überschreiten selten die Zehn- Zentimeter-Marke. Beim Malen musst du daher sehr aufpassen und ungemein genau arbeiten. Für das Kleben und Malen eines Kriegers brauche ich im Schnitt eine Stunde.
Janis: Und das sind nur die Vorarbeiten. Ziel ist es, mit dem fertigen Kriegern, Läufern und Geräten zu spielen, das heißt eine Schlacht zu schlagen. Zu jedem Volk bei Warhammer, Warhammer 40.000 und Herr der Ringe gibt es umfangreiche Regelbücher. Sie erklären den Spielverlauf.

4. Schritt: Janis bemalt das grundierte Modell
Worin liegt der Charme beim Kleben, Kolorieren und Kämpfen?
Janis und Thomas einmütig: Geduld, Kreativität und taktisches Geschick – jede Ebene unseres Hobbys fordert eine andere Seite von uns. Wir können also je nach Stimmung agieren.
Welche Armeen haben ihre Zelte derzeit in euren Zimmern aufgeschlagen?
Janis: Ich bevorzuge die Science Fiction Galaxie Warhammer 40.000 mit Orks, Elder, Space Marines und ganz neu den Tau.
Thomas: Ich sammle Warhammer 40.000 (Tau und Tyraniden) sowie Warhammer (Hochelfen)

5. Schritt: Die Figur ist spielbereit
Wie reagieren eure Freunde auf euer Hobby?
Thomas: Einige sind begeistert und teilen es. Andere finden es cool, die Kosten erscheinen ihnen aber uncool.
Janis: Man muss als Einstiegsinvestition für Figuren, Farbe und Pinsel mit etwa 70 bis 100 Euro rechnen. Das ist schon sehr viel Geld. Trotzdem schaue ich auf der modell-hobby-spiel beim Stand von Mytholon Leipzig vorbei, um Material für das Volk der Tau zu besorgen.
Aktuelle Informationen gibt es auch auf Facebook unter: http://www.facebook.com/Mytholon.Leipzig und http://www.facebook.com/gamesworkshopofficial?sk=wall.
Fotos: Kalle und Rainer Justen