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Spielegrafiker?

Wie wird man Spielegrafiker?

Der klassische Weg ist sicher, Kommunikationsdesign zu studieren. Viele Kolleginnen und Kollegen kommen über die Buchillustration zur Spielegrafik. Und wieder andere interessieren sich für Spiele und möchten daher in diesem Bereich arbeiten.

Sie haben mittlerweile mehr als 50 Kinder- und Familienspiele bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht und teilweise auch illustriert. Wie entstand ihr Berufswunsch?

Ich zeichne schon mein ganzes Leben lang gerne und habe mir trotzdem zunächst kein entsprechendes Studium zugetraut. Bei meiner ersten Festanstellung im Designteam von HABA hatte ich dann das Glück, mit Horst Dwinger auf einen offenen Abteilungsleiter zu treffen. Eigentlich war ich dort als Redakteurin angestellt. Dwinger hat mir aber die Chance gegeben, etwas Eigenes zu entwickeln. Und so entstand meine erste Spielegrafik “Dreikäsehoch”, eine grobausgeschnittene Collage aus farbigem Karton, die ich nachträglich mit Gouache bemalt hatte. Gleich danach kam “Lalelu”. Diese Illustration mag ich auch heute noch gerne.

Anja Wrede mit Karla Kuchenfee

Anja Wrede mit Karla Kuchenfee

Wie frei ist ein Spielegrafiker in seiner Gestaltung?

Grafiken für Spiele unterliegen in der Regel viel mehr funktionalen Eckdaten und Vorgaben als Buchillustrationen. Zum Beispiel haben Kärtchen eine vorgegebene Größe und vorgegebene Motive, Spielpläne haben Felder in definierten Größen und Farben. Diese Vorgaben, an denen ich mich als Grafiker entlang arbeite, kommen vom Verlag.

Anders ist das natürlich bei Projekten, die für die “Edition Siebenschläfer” entstehen. Die Edition ist der Eigenverlag von Claudia Hartmann und mir. Da stammt oftmals auch das Spielkonzept von mir. Oder Claudia und ich erarbeiten gemeinsam eine Idee, wie bei unserer Herbstneuheit.

Karla Obst - Fortsetzung von Karla Kuchenfee

Aktuelles Projekt: Karla Kuchenfee Obstsalat

Die Idee zur Illustration wächst bei diesen Projekten in der Regel parallel mit der Entwicklung des Spielkonzeptes. Das Wachsen der Ideen geschieht im Alltag – manchmal durch “konkretes herumspinnen auf großen Zetteln”, manchmal während ich gerade etwas ganz anderes tue oder denke. Für diese Fälle habe ich ein Notizbuch dabei.

Oder ich beschmiere die Rückseiten von Kassenzetteln, Postkarten … oder ich bitte meine Begleitung, sich Einfall XX anzuhören und zu merken. Im letztgenannten Fall tut mir mein Gegenüber zuweilen leid, weil meine Ideen in diesem Stadium in der Regel nicht sehr verständlich formuliert sind, ich jedoch ziemlich euphorisch herumquatsche und es sicher nicht immer einfach ist, auf diese Zustände verständnisvoll und freundlich zu reagieren.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg beim Herumspinnen. Wir freuen uns auf das jüngste veröffentlichte Spiel von Anja Wrede “Karla Kuchenfee” für 3-4 Kinder ab 5 Jahren. Es wurde für den “Graf Ludo“, den einzigen Spielegrafikpreis Deutschlands, nominiert. Die Gewinner des Wettbewerbs werden auf der kommenden modell-hobby-spiel bekannt gegeben. Anja Wrede bastelt schon an der Erweiterung “Karla Kuchenfee Obstsalat”. Sie soll noch im Herbst 2011 erscheinen.

Biografische Notiz:

Die in Berlin lebende Pädagogin Anja Wrede, Jahrgang 1968, hat seit 1995 mehr als 50 Kinder- und Familienspiele bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht und teilweise auch illustriert. Darüber hinaus schreibt sie Texte zum Thema Spiel und leitet Seminare.

Fotos: Anja Wrede

Aktuelle Informationen auch auf Facebook unter:

www.facebook.com/edition7schlaefer

www.facebook.com/anjawrede


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Spiele-Experte: Traumspiel der Kunden – spannend, schnell und schön

Worauf achten die Kunden beim Kauf eines Spiels besonders?

Der Großteil der Kunden sucht Spiele mit einfachen, schnell verständlichen Regeln. Auf alles, was kompliziert wirkt, reagieren sie meist zurückhaltend. Entscheidend ist auch das Layout. Spricht die Grafik nicht an, bleibt das Spiel im Regal liegen.

Auch im Spielebereich existiert ein Markenbewusstsein. Wer mit etablierten Verlagen positive Erfahrungen gemacht hat, wird auch künftig offen für deren Neuerscheinungen sein. Kleinere Verlage hingegen haben es schwerer, da sie im Markt nicht etabliert genug sind. Wobei gerade da interessante “Spieleschätze” zu finden sind. Wir empfehlen je nach Interesse des Kunden das passende Spiel.

Wichtig für die Kaufentscheidung ist unter anderem das Preis-/Leistungsverhältnis. Die Kunden schauen genau hin, ob der Karton und dessen Inhalt liebevoll und interessant gestaltet wurde

Wie wichtig sind Testmöglichkeiten?

Spielenachmittage oder -abende im Familien- und Freundeskreis sind sehr hilfreich, um Spiele kennen zu lernen. Das ist einer der Gründe, warum wir jeden Mittwoch einen offenen Spiele Treff im Leipziger Geyserhaus Keller “Unterrock” organisieren. Und natürlich wollen wir damit Menschen von der Couch und dem Fernseher weglocken und ihnen einen Raum für Unterhaltung und Kommunikation geben.

Welchen Reiz üben die Sammelkarten und Turniere auf Kinder und Jugendliche aus?

Wie soll ich sagen, wir stammen nun mal von Jägern und Sammlern ab. Die Sammelleidenschaft ist bei uns tief verwurzelt. Viel reizvoller ist aber nicht das Sammeln, sondern das Spielen mit den Karten. Hinter den Sammelkartenspielen Magic, Pokemon oder Yu-Gi-Oh! stecken intelligente Regeln, die vernetztes Denken erfordern. Dies wird vielfach unterschätzt. Wir animieren die Kinder deshalb zum Spielen und bieten dafür eine Plattform. Wir organisieren wöchentliche Spieletreffs und Turniere bei uns in der Firma, außerdem haben wir jedes Jahr eine große Aktionsfläche auf der Messe modell-hobby-spiel in Leipzig.

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Was ist Ihr Lieblingsspiel?

Weil ich es liebe zu spielen, habe ich mehr als einen Favoriten. Im Sommer treffe ich mich gern mit Freunden im Park auf eine Runde Wikinger Schach auch unter dem Namen Kubb bekannt. Dieses Spiel lässt viel Raum für Gespräche und trotzdem bleibst du am Ball oder besser am Holz.

Zu meinen Lieblingsspielen für zu Hause gehören im Moment das Würfelspiel “Im Wandel der Zeit”, das Legespiel “Atlantis” und das neue Brettspiel “Pergamon”. “Im Wandel der Zeit” besticht durch eine interessante Spielidee und eine sehr gute Anleitung. Pergamon hat eine wunderbare Tiefe und ein klasse Layout.

Eine Neuentdeckung für Kinder ist “Voll in Fahrt”. Der Spielaufbau ist witzig und man muss höllisch aufpassen nicht auf dem Abstellgleis zu landen. Das Spiel “Voll in Fahrt” ist für den einzigen deutschen Spielegrafikpreis “Graf Ludo” nominiert.

Vielen Dank für das Gespräch und hoffentlich zahlreiche neue Spieler.

Informationen zu Sammelkartenturnieren finden Interessierte unter:

www.reya.de und www.tcg-leipzig.de

und auf Facebook unter:

http://www.facebook.com/pages/TCG-Leipzig-Die-Pokemonsammelkartenspielzentrale-in-Sachsen/120086971380933

Fotos: Rainer Justen


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Kissenschlacht beim Spiele-Turnier

Halli-Galli, FITS oder Heckmeck sind nur einige der Spiele, die auf der großen Turnierfläche in Halle 2 gespielt werden können. Organisiert werden die Turniere, die an allen drei Messetagen von Morgens bis Abends stattfinden, von rund 20 ehrenamtlichen Mitarbeitern des Sächsischen Spielezentrums Ludothek Leipzig. Wir sprachen mit der Verantwortlichen Regina Bald.

Frau Bald, welche Spiele können als Turniere gespielt werden?

Wir haben wie in jedem Jahr einige Deutsche und Sächsische Meisterschaften dabei. So wird bei uns die Sächsische Meisterschaft im Siedler von Catan ausgetragen. Außerdem gibt es die 7. Sächsische Tichu-Meisterschaft und die Deutsche Meisterschaft im Heckmeck. Zum dritten Mal findet außerdem die Einfach Genial Meisterschaft statt. Family Games, der Spielebereich des Felsenweg-Institutes veranstaltet außerdem zum ersten Mal eine Pentago-Meisterschaft und eine FITS-Meisterschaft.

Das klingt nach einem großen Programm für Profi-Spieler. Gibt es auch etwas für Gelegenheitsspieler?

Ja, wobei auch an den Meisterschaften jeder teilnehmen kann. Für das “Laufpublikum” haben wir aber auch Kleckerturniere, wie ich sie immer nenne. Halbstündlich kann bei uns Halli Galli gespielt werden. Außerdem haben wir ein brandneues Spiel dabei: Kissenschlacht. Das packen wir heute zum ersten Mal selbst aus und sind schon gespannt. Bei diesen Einsteiger-Turnieren gibt es direkt im Anschluss kleine Preise zu gewinnen.

Trotzdem steht der Spielspaß an erster Stelle?

Ja, natürlich. Spaß machen auch die Turniere, um denen es um einen Meisterschaftstitel geht. Sogar das Zuschauen macht Freude. In so einer Fülle und Vielfalt gibt es das auf sonst keiner Messe. Außerdem spielen bei uns alle Altersgruppen von KIndern bis Senioren. Das ist jedes Mal schön zu sehen, wie gemeinsam gelacht wird. Wer aufgrund des Andranges nicht drankommt, kann uns am letzten Sonnabend des Monats besuchen. Von 18 Uhr bis 2 Uhr findet da die Leipziger Brettspielenacht im Offenen Freizeittreff Am Bagger statt.

Sie arbeiten alle ehrenamtlich?

Ja, wir sind ein Verein und betreuen mit über 20 Leuten auf der Messe nicht nur die Turnierfläche, sondern organisieren auch die Spielausleihe und den Stand für den Spielgrafikpreis Graf Ludo. Dort stellen wir die Spielleiter zur Verfügung, die drei Tage lang nichts anderes machen, als die Spiele zu erklären. Das ist eine harte Arbeit, bereits lange vor der Messe müssen die Spiele eingehend studiert und gemeinsam überlegt werden, wie man es am Besten erklärt.

Dann wünschen wir Ihnen viel Erfolg und trotz der Arbeit viel Spaß, sowie interessierte Messebesucher.

Die Übersicht aller Turniere inklusive der Anfangszeiten stehen hier. Anmelden kann man sich entweder noch auf der Website der Ludothek oder 15 Minuten vor Beginn der Turniere direkt bei den Mitarbeitern. Eine Startgebühr wird nicht erhoben.


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“Spielen ist lebenswichtig!”

Spielen ist natürlich, und wichtig.
So gehen Forscher davon aus, dass ein sechsjähriges Kind bereits 15.000 Stunden mit Spielen verbracht hat. Das sind sieben bis acht Stunden pro Tag, die dem Kind vor allem dabei helfen, Verhaltensmerkmale in den vier Kompetenzbereichen Emotion, Soziales, Motorik und Kognition zu erlernen. “Spielen ist der Beruf der Kinder”, betont dann auch Udo Schmitz, Sozialpädagoge am Felsenweg Institut der Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie in Dresden. Der Experte weiß: “Ohne Spiel findet kaum kindliches Lernen statt. Im Spiel lernen Kinder nebenbei, also ohne es selbst zu merken. Ob Konzentrationsvermögen, Frustrationstoleranz, Sprachvermögen oder Motorik, viele soziale Fähigkeiten werden durch das Spiel gefördert.”

Doch Spielen ist nicht nur für Kinder Kinder wichtig. Davon, seinem natürlichen Spieltrieb nachzugeben, profitieren Menschen jeden Alters. Auch wenn man als LEGO-Konstrukteur, Modellbahn-Stellwerksleiter oder RC-Auto-Mechaniker dann und wann schräg angeschaut wird. Doch Spielen gibt uns Menschen Sicherheit, baut Stress ab und hilft uns dabei zu lernen, Probleme zu meistern.
Das sieht auch Dr. Stuart Brown so. Der Psychater ist Direktor des von ihm gegründeten National Institute for Play in den USA und gilt als einer der Wegbereiter der Spieleforschung.
Im Video erklärt Brown warum Spielen wichtig ist und auch eine Berechtigung in unserem erwachsenen Leben hat.
Nehmen Sie sich die Zeit, und schauen Sie sich den Vortag von Brown an – er ist unterhaltsam, und zur Not haben Sie das nächste mal die perfekte Entschuldigung, wenn Sie wieder komisch angesehen werden ;)

(Das Video ist englischsprachig, mit einem Klick auf “View Subtitles” lassen sich über “German” jedoch deutsche Untertitel einblenden.)

Übrigens: Das Bild zu diesem Artikel stammt von Pieter Bruegel, es hängt im Kunsthistorischen Museum Wein in Wien und ist hier in seiner Gesamtheit zu bestaunen.


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Happy Birthday, Monopoly!

Ich weiß ja nicht, wie es bei Ihnen aussieht, aber in unserem Haushalt gibt es drei Monopoly-Versionen. Einmal als “Weltreise”, einmal in der Leipzig-Edition und einmal in der Spongebob-Variante. Ja, die Tochter forderte das. Damals. Damit dürften wir nicht einmal an der Oberfläche kratzen, was die Verwandlungsfähigkeit des Spiels angeht. Fußballvereine, Kinofilme und vieles andere wurde thematisiert und als Spiel umgesetzt. Seit 1935 wurden mehr als 6 Milliarden grüne Häuser und 2,25 Milliarden rote Hotels gebaut. Über 275 Millionen Exemplare von Monopoly gingen bereits über den Ladentisch.

In diesen Tagen wurde das Brettspiel 75 Jahre alt. 75 Jahre, in denen es immer um Geld, Straßen und Häuser ging. Außer in Nordkorea und Kuba wird das Spiel nahezu überall auf der Welt gespielt, es ist in 111 Ländern und 43 Sprachen erhältlich. Das längste Spiel der Geschichte dauerte 70 Stunden und liegt damit nur gefühlt wenig höher als die Partien, die hier immer so gezockt werden… Weitere erstaunliche Fakten und Zahlen rund um Monopoly gibt es auf der Website von Hasbro.

Kleiner Tipp für diesen Mittwoch (29. September 2010): Wer in Berlin wohnt oder einen kurzen Abstecher in die Hauptstadt plant, kann sich die aktuelle Version des Spiels quasi gratis holen. Das Einzige, was man benötigt, ist Spielgeld aus dem alten Monopoly. Von 13 bis 14:15 Uhr gibt es diese ungewöhnliche Umtauschaktion am Alexanderplatz (AlexOase gegenüber Galeria Kaufhof). Wer 59,99 Euro in Spielgeld mitbringt, erhält “Monopoly Revolution”. Das Angebot ist begrenzt. Sollten Sie kein Spiel abbekommen, dürfen Sie wenigstens noch an der Riesentorte naschen.

Und ganz wichtig: Spätestens am Freitag, den 1. Oktober müssen Sie zurück sein – zur modell-hobby-spiel in Leipzig. :-)


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Wir machen einen Spieleabend und bringen mit…

“Koffer packen” gehört wohl zu den Spielen, die jeder kennt und schon einmal gespielt hat. Sei es auf langen Autofahrten, im Wartezimmer vom Arzt oder einfach in geselliger Runde. Abwandlungen dieser Gedächtnisspiele gibt es diverse. Etwa “Suppe kochen”. Bei uns artet dies meist so aus, dass im Anschluss das Gebräu aus Socken, iPhones und Kartoffeln niemand essen mag. Eine andere Variante wurde heute Morgen bei Radio RSA gespielt. “Ich mache einen Spieleabend und bringe mit…” hieß es da. Und es war erstaunlich, wie viele Spiele sich Moderator Thomas Böttcher merken konnte, mal von seiner ganz eigenen Art, “Trivial Pursuit” auszusprechen ganz abgesehen. :-) Die ganze Woche gibt es dieses Spiel in verschiedenen Abwandlungen. Zu gewinnen gibt es ein Gesellschaftsspiel und Eintrittskarten für die modell-hobby-spiel.

Das Beste an solchen Spielen ist: Sie kosten nichts und machen trotzdem Spaß. Vorbereitungen sind keine nötig, man muss kein Spiel kaufen, nicht einmal ein Blatt Papier wird benötigt. Wir haben mal im persönlichen Erfahrungsschatz gekramt und einige “Do it yourself”-Spiele aufgeschrieben:

Mäxchen sitzt in der Badewanne und liest ein Buch
Das kennen Sie bestimmt! Am lustigsten wirds, wenn vier Leute mitspielen. Jeder erhält ein Blatt Papier. Reihum schreibt nun jeder zuerst einen Namen oder eine Person auf das Blatt. Dann wird das Geschriebene weggeknickt, so dass der nächste Spieler nicht lesen kann, was geschrieben wurde. Nun werden die Blätter im Uhrzeigersinn getauscht und jeder schreibt ein Verb. Nach diesem Schema entstehen auf den Zetteln der Spieler so neue Sätze, die erst am Ende, wenn das letzte Substantiv geschrieben wurde, vorgelesen werden – mit zumeist sehr lustigen Ergebnissen. In einer Erwachsenenrunde darf es dabei ruhig etwas derber zugehen…

Stadt-Name-Land
Wohl der Klassiker schlechthin. Mit erweiterten Kategorien wie “Essen”, “Promis”, “Vogelart” und so weiter wird’s noch kniffliger – oder mit ganz leichten Kategorien auch einfacher für jüngere Mitspieler.

Lieschen ist krank
Alle Teilnehmer setzten sich im Kreis auf den Fußboden, jeder erhält eine Walnuss, die er in den Mund nehmen muss. Ein Spieler beginnt und sagt mit der Nuss im Mund “Lieschen ist krank und liegt im Bett”. Der daneben Sitzende fragt “Was hat sie denn”, worauf der erste Spieler eine beliebige Krankheit sagt. Nun geht es im Uhrzeigersinn weiter, jedoch muss der nächste Spieler jeweils die vorhergehenden Antworten nennen. Der Antwortsatz wird also immer länger – vorausgesetzt, man kann sich alles merken und mit Walnuss im Mund solche Krankheiten wie “schreckliches Fieber”, “schlimme Halsschmerzen” oder “starken Schüttelfrost” aussprechen. Auch hier darf in Erwachsenenrunde unter der Gürtellinie geantwortet werden…

Wer bin ich
Dürfte auch bekannt sein: Jeder Spieler überlegt sich für seinen Mitspieler, der links von ihm einen Promi, eine Comicfigur oder andere Person der Zeitgeschichte aus und schreibt diesen Namen auf einen Klebezettel, der an die Stirn des Nachbarn geklebt wird. Nun kann jeder Mitspieler den Namen der anderen lesen. Durch Erfragen mit “Bin ich”, oder “Kann ich” und ähnlichem versuchen die Spieler nun reihum herauszufinden, welchen Namen man trägt. Geantwortet werden darf nur mit Ja oder Nein. Bei einem Nein ist der nächste Mitspieler an der Reihe.

Übrigens: Wenn das alles nichts war für Sie: Auf der modell-hobby-spiel gibt’s ab Freitag unzählige Spiele zu entdecken. Was spielen Sie so?


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Ausgerechnet: Niederländer gewinnt Catan-WM

Wo würde eine Weltmeisterschaft im Spiel Die Siedler von Catan besser passen als auf einer Burg. Und so fand am Wochenende auch auf der Burg Wildenstein bei Leibertingen in Baden-Württemberg die WM der Siedler statt. 52 der weltbesten Spieler aus 28 Ländern sind dort angetreten, selbst aus Australien und China (wo das Spiel noch weitgehend ein Geheimtipp ist), reisten die Teilnehmer an. Die meisten waren übrigens Männer – nur sieben Frauen waren dabei.

catan200Am Sonnabend fand die Vorrunde statt. Gesprochen wurde nur wenig und wenn, dann in der Wettkampfsprache Englisch. 16 Teilnehmer qualifizierten sich für das Halbfinale am Sonntag. Im Finale direkt im Anschluss traten nur noch vier Spieler auf der Insel Catan an, um ihre Siedlung am Besten auszubauen.
Gewonnen hat am Ende der Niederländer Erwin Pauelsen, der neben dem Titel als Siedler-Weltmeister auch einen Goldpokal und eine einwöchige Spielekreuzfahrt geschenkt bekam.

Auch auf der modell-hobby-spiel wird gesiedelt! Am Sonnabend, den 2. Oktober findet ab 11.30 Uhr in Halle 2 die 11. Sächsische Meisterschaft der Die Siedler von Catan statt. Diese Meisterschaft ist gleichzeitig das Qualifikationsturnier zur 14. Deutschen Catan-Meisterschaft. Veranstalter ist das Sächsische Spielezentrum Ludothek Leipzig. Alle Infos und Möglichkeiten zur Anmeldung gibt es dort auf der Website.


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Gehen Sie ins Kino, gehen Sie direkt dorthin, gehen sie nicht über Los …!

Hand auf’s Herz: Können Sie sich vorstellen wie “Monopoly” als Kinofilm aussehen könnte? In Hollywood hat man da so eine gewisse Vorstellung, und die versucht man derzeit auf Celluloid zu bannen (”alt” gesprochen, denn längst werden Filme heute ja digital aufgenommen). Doch Monopoly ist nicht das einzige Brettspiel, welches demnächst Menschen ins Kino ziehen soll. Auch Risiko, Monsterpocalypse, Schiffe versenken und Clueso kommen ins Kino. Das Detektiv-Spiel wurde 1985 schon einmal verfilmt – allerdings mit eher mäßigem Erfolg.

Ganz neu ist die Verfilmung von Dingen, die wir aus dem Hobby- und Spielbereich kennen natürlich nicht.
So herrschten die “Transformers” vor ihrem Kino-Action-Abenteuer noch über die Teppiche in Kinderzimmern. Und auch der Film “Mars Attacks” von 1996 basiert eigentlich auf einem Sammelkarten-Spiel von 1962. Aus Spielen Geschichten für das Kino zu machen ist also nicht neu. Doch auch 2010 erfolgreich? Für Erfolg sollen vor allem Stars und Star-Regisseure sorgen. So wird Cluedo von Ridley Scott in Szene gesetzt, Tim Burton soll Monsterpocalypse (wie schon “Mars Attacks”) ins rechte Licht rücken und Liam Neeson geht bei Schiffe versenken an Bord.

Wir sind gespannt, welche Spielepremiere der modell-hobby-spiel in einigen Jahren im Kino zu sehen sein werden. Oder vielleicht eine der Graf Ludo-Nomminierungen? Tobago klingt nach einem wunderbaren Abenteuer für den Enkel von Indiana Jones … ;)


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Brettspiele digital

Ich habe das Brettspiel neu für mich entdeckt. Irgendwo auf der Bahnstrecke zwischen München und Leipzig – letzten Donnerstag. Da stellte sich nach dem Konsum eines Textes über Artikulationsschwierigkeiten heutiger Jugendlicher der Wunsch nach einer Runde RISIKO ein. Problem: Ich hatte weder Spielpartner noch Spiel bei mir. Aber: Ich hatte Apples kleines Wunderkind dabei – das iPad. Das 10“ große Computerlein (ein vollwertiger Computer ist es ja nicht) ist ideal um zu lesen, unterwegs im Netz zu surfen und .. zu spielen! Und dank fleißiger Entwickler dürfte für Jeden etwas dabei sein. Auch für denjenigen, der bisher mit Computerspielen wenig zu tun hatte – denn mit Carcassonne, Monopoly, Risiko, Einfach genial und sogar Uno gibt es jede Menge Spiele aus der habtischen Welt mittlerweile auch für die kleinen Wunderkisten namens iPhone und iPad.

Brettspiele gehören seit mindestens 4.600 Jahren zur Geschichte der Menschheit. Mit dem „königlichen Spiel von Ur“, „Go“ und „Senet“ begleiten Brettspiele bereits die alten Hochkulturen von Mesopotamien, China und Ägypten. Und auch heute noch üben Brettspiele einen Reiz für Groß und Klein aus. Doch viele Brettspiele haben einen entscheidenden Nachteil: Sie lassen sich nur mit mindestens einem Mitspieler spielen, und so richtig „Action“ kommt meist erst mit einem dritten Spieler in die Runde. Dieses Problem können Computer-Umsetzungen von Brettspielen lösen – mit neuartigen Geräten wie dem iPhone und iPad sogar noch besser als durch den reinen Computer. Vorteil der neuen Geräte: Man steuert Spiele nicht mehr „fern“ per Maus und schaut, was passiert. Mit Fingertippen, Malen und Wischen greift man wieder mit „Hand und Fuss“ an – es ist ein anderes Gefühl. Ausprobieren können Sie das übrigens auch einmal selbst, in Elektromärkten wie dem Saturn zum Beispiel gibt es das iPad zum testen.

Brettspiele werden uns, ähnlich wie Bücher, auch erhalten bleiben, wenn wir in 20 Jahren durchdrungen sind von Computern. Sie haben eine Wertigkeit, dazu etwas Nostalgisches und Sentimentales. Auf der anderen Seite sind die digitalen Umsetzungen der Brettspiele natürlich auch ein Zugeständnis an die schnellere Welt – ich spiele mit meinem Sohn häufiger eine Runde „Mensch Ärgere Dich nicht“ oder Risiko zwischendurch. Statt nun das Brettspiel hervor zu holen, aufzubauen und zu teilen holen wir uns bei den digitalen Spielen einen virtuellen Mitspieler und haben eine halbe Stunde Spaß zusammen. Das ersetzt nicht die Spielrunde am Abend mit Knabberzeug, Gesprächen zwischendurch und einigen Stunden „beisammensein“. Aber es transportiert Brettspiele wieder in den Alltag, macht sie wieder etwas schneller und „anders“ erlebbar.


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Spielend lernen an Wii und PC

Vier Welten werden in diesem Jahr erstmals zusammengeführt: Erstens trifft die analoge auf die digitale Welt. Und zweitens werden Spielen und Lernen kombiniert. “Total verspielt” heißt der neue Sonderbereich auf der modell-hobby-spiel, der auf der Jubiläumsmesse seine Premiere feiert. Statt Brettspiele werden hier etwa zehn Spiel- und Lernstationen stehen. Die ganze Familie ist eingeladen, an PC und Konsolen selbst zu erleben, dass Software und Spiele durchaus beim Lernen helfen können.

Stefan Michaelis und Udo Schmitz sind ausgewiesene Medienexperten. Die beiden gestalteten den Familienbereich “GC Family” während der Games Convention und wissen, wie aus Theorie spannende Praxis werden kann. Zur Verfügung stehen dabei Computer, Nintendo DS und DSi sowie eine Wii. Eltern werden verblüfft sein, wie gut sich an den technischen Geräten lernen lässt, vor allem, wenn gemeinsam gespielt wird.

Als Höhepunkte gibt es diverse Neuheiten zu sehen: Mit “Lernerfolg Grundschule” beweist der Anbieter Tivola. In dieser Reihe ist “Power Mathe – Der Kopfrechentrainer” erschienen. Ein Lernspiel, das zum ersten Mal Bewegungs- mit Mathematikübungen kombiniert und so das Gehirn doppelt fordert. Natürlich sind auch alle anderen Spiele der Reihe für PC und Nintendo DS zu sehen und auszuprobieren.

Wenn es um Spielen mit Hilfe von Spielkonsolen und Handhelds geht, kommt man um Gehirnjogging nicht herum. Avanquest zeigt die entsprechenden Titel aus dem aktuellen Sortiment, die sich direkt anspielen lassen.

Für die kleineren Kinder im Vor- und Grundschulalter kommt der Fragenbär des Spielend-Lernen-Verlags nach Leipzig. Das durchdachte didaktische Konzept gilt gleichzeitig als das spannendste Spiel seiner Gattung.

Auch große Spiele-Publisher sind auf der modell-hobby-spiel zu finden: So stellt Deep Silver sein Spielkonzept Carcassonne vor, das es sowohl als Brettspiel wie auch für den DS gibt.

dtp young entertainment überzeugt seit Jahren mit DS- und PC-Spielen rund um Tierthemen für Aufsehen. Ganz neu und als Premiere im Sonderbereich “Total verspielt” wird “Meine Tierarztpraxis – SOS am Ozean” für Nintendo DS/DSi zu sehen sein. Hier geht es nicht nur darum, Tiere zu pflegen, sondern den Überblick zu behalten über Einrichtung, Futter, Wissen und so weiter. Eine Herausforderung und Gehirntraining zugleich.

Auch die Spiele-Offensive ist mit aktuellen Lernspielen dabei. Zusätzlich berät das Team Eltern und Lehrer zum spielenden Lernen. Und nach dem Gespräch können sich Interessierte die erste Ausgabe von “Total verspielt – Das Magazin” mitnehmen, das während der Messe zum ersten Mal erscheint.

Insgesamt also eine wunderbare bunte und unterhaltsame Lernwelt, die unbedingt besucht werden sollte. Halle 2, Stand M53.


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Spielgrafikpreis: Graf Ludo lockt wieder

Mit der Etablierung des Spielgrafikpreises Graf Ludo haben die Leipziger Messe und FamilyGames, der Spielbereich des Felsenweg-Instituts der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie im vergangenen Jahr genau ins Schwarze getroffen. Grafiker und Illustratoren verlangten schon längst nach einer Auszeichnung, die nicht nur Spielideen und deren Umsetzung lobt, sondern auch die oft detailreichen und aufwändigen Grafiken würdigt. Denn oftmals entsteht der Kaufimpuls erst durch eine ansprechende Verpackung und auch beim Spielen ist die Gestaltung von Anleitung, Spielfeld, Karten und anderen Spielmitteln entscheidend darüber, ob das Spiel auf Dauer Spaß macht und im Gedächtnis der Zielgruppe bleibt. Kein Wunder also, dass einige Grafiker wie Michael Menzel (unter anderem “Hab & Gut”, “Burg der 1000 Spiegel”) der Meinung sind, dass solch ein Preis “den Ansporn für uns Illustratoren deutlich erhöht. Ich vermute, das wird die ohnehin sehr guten Illustrationen auf dem Spielemarkt insgesamt noch weiter verbessern”, sagte er nach seiner Nominierung 2009.

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Die Auswahl zur Spielgrafik des Jahres 2010 in den Kategorien Beste Kinderspielgrafik und Beste Familienspielgrafik ist bereits weit fortgeschritten. Mitte Juli tagte die Jury ,um jeweils drei Nominierte zu kühren. Dabei gewannen diese Spiele:

Beste Kinderspielgrafik:

  • Hexenduell (Haba), Illustration: Felix Scheinberger, Autoren: Constanze Endlich, Helmut Hecht
  • Vampire der Nacht (Drei Magier Spiele), Grafik: Rolf Vogt, Autoren: Kirsten Becker, Jens-Peter Schliemann
  • Nelly (Queen Games), Illustration: Karsten Teich, Autoren: Andreas Frei, Lukas Frei, Ueli Frei

Beste Familienspielgrafik:

  • Cable Car (Queen Games), Grafik: Michael Menzel, Autor: Dirk Henn
  • Tobago (Zoch), Grafik: Victor Boden, Autor: Bruce Allen
  • Fresko (Queen Games), Grafik: Oliver Schlemmer, Autoren: Marco Ruskowski, Marcel Süßelbeck, Wolfgang Panning

Die Begründungen der Jury und nähere Angaben zu den Spielen lesen Sie auf der Website des Graf Ludo.

Jetzt heißt es für die Mitglieder der Jury noch einmal volle Konzentration. Denn in den nächsten Wochen müssen sie aus den jeweils drei nominierten sehr guten Spielen einen Sieger wählen. Bis es soweit ist, sammelt jeder Argumente für oder wider ein Spiel. Vor allem das “wider” dürfte schwer werden, ist doch jedes nominierte Spiel bereits ein grafisches Meisterwerk für sich.

Verliehen wird der Graf Ludo am 1. Oktober 2010 auf der modell-hobby-spiel. Grafiker und Illustratoren werden bei der festlichen Gala anwesend sein. Durch das Programm führt Moderatorin Doro Wiebe.


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Karte der Spieleverlage

Sebastian Wenzel von zuspieler.de hat sich etwas Arbeit gemacht und die deutschen Spieleverlage einmal auf einer Karte geografisch geordnet. Als Datenquelle dient dabei die Sammlung von Spieleverlagen, die Sebastian regelmäßig pflegt.
Wer einen eigenen Spieleverlag führt und sich nicht auf der Karte findet, kann sich vertrauensvoll an Sebastian wenden und auf seinem Weblog einen Kommentar hinterlassen.


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