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Mein erstes Modell (Daniel Große)


Wenn man mal von diversen kleinen Häusern meiner Modelleisenbahn absieht, so stand dieser Tage das erste Modell meines Lebens vor mir. Und wartete darauf, zusammengebaut zu werden. Geschenkt bekam ich es, wie alle Journalisten, bei der Pressekonferenz in der vergangenen Woche: eine Antonov AN-124. Sein echtes Vorbild kann 150 Tonnen Fracht aufnehmen und war einst das größte jemals gebaute Frachtflugzeug. In diesem Jahr wurde die Produktion wieder aufgenommen, eben wegen des Erfolgs im Logistikbereich.

Nun fühlt man sich als Pressevertreter ja geehrt, wenn man ein solch anspruchsvolles Modell geschenkt bekommt. Ob es nun gleich Skill-Level 5 von Revell sein musste, darüber lässt sich aber streiten. Trotzdem wollte ich das schöne Modell nicht im Karton lassen und machte mich am Folgetag der Pressekonferenz ans Werk.

Erste Erkenntnis: Modellbau heißt vor allem “kleinteilig”. Keine Ahnung, wie viele Einzelteile das Modell hat, aber es sind viele. Zweite Erkenntnis: Ich brauche Leim. Welchen, weiß ich nicht. Im Einkaufsmarkt greife ich zu einem, der eine Dosierspitze mitbringt und auch Plastik kleben kann. Funktioniert sogar erstaunlich gut. Dritte Erkenntnis: Zeitung ist als Unterlage nur bedingt geeignet. Unweigerlich passiert es, dass man Druckerschwärze an den Fingern hat, die sich wunderschön auf die weißen Flugzeugteile verteilt.


Vierte und wichtigste Erkenntnis: Modellbau macht Spaß! Ja, wirklich! Zwar ist es anfänglich etwas schwierig, die richtigen Teile in der richtigen Richtung so zusammenzukleben, dass es am Ende auch so aussieht wie auf der Zeichnung. Hat man es dann aber geschafft und sieht man, wie das Modell nach und nach entsteht, kann man kaum aufhören. Darum gehe ich jetzt wieder an den Basteltisch. Nächstes Level: Nichtmal fingernagelgroße Abziehbilder auf Cockpitteile kleben. Also dann…


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